Monatliches Archiv für Februar, 2006

Vogelgrippe-Einsatz IV.

Zurück von der Insel. Nachdem sich die -Lage gestern Abend zu entspannen schien, gab es heute Vormittag noch mal richtig viel zu tun: Heute morgen gab es einen Verdachtsfall, dass auch bei einer Hausente in einem Stall im Südosten der Insel das -Virus nachgewiesen worden war. Im Laufe des Nachmittags gaben die Fachleute dann Entwarnung: Keine in einem Nutztierbestand. Wegen dieser brisanten Meldung hatten wir auf dem Ü-Wagen bis Mittag trotzdem genug zu tun: Live-Gespräche im 15-Minuten-Takt mit RBB-Inforadio, WDR2, MDR Info, Nordwestradio, dazu noch zwei Aufzeichnungen mit der Welle Nord und N-Joy.

Gestern mehrere ARD-Sammelangebote, ein Live-Gespräch mit WDR5, ein Beitrag für SWR1 Rheinland-Pfalz, heute dann noch ein Beitrag für den Deutschlandfunk über einen Seelsorger, der Geflügelbesitzer tröstet, deren Tiere vorsorglich getötet werden mussten.

Weil sich das Geschehen, vor allem was die politische Diskussion angeht, nun immer mehr in Schwerin, Berlin und Brüssel abspielt, ist mein Rügen-Intermezzo beendet.

Morgen habe ich frei (wenn nicht irgendwelche Horrormeldungen dazwischen kommen.

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Vogelgrippe-Einsatz III.

Ungewöhnliche Situationen erfordern und gewöhnliche Entscheidungen. Weil es immer mehr Fälle von gibt, inzwischen nicht mehr nur auf Rügen, sondern auch schon auf dem Festland, habe ich meinen Urlaub verschoben. Ab heute bin ich wieder auf der Insel im NDR/ARD-Einsatz.

Links zum Thema :

Robert-Koch-Institut

Welt-Gesundheitsorganisation

Deutsches Ärzteblatt

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München

Bevor mein Urlaub morgen -bedingt vorzeitig beendet sein wird, hier ein kurzer Rückblick auf ein Wochenende in der allem Anschein nach H5N1-freien Zone, wo Laptop und Lederhose das Bild bestimmen: München. Sechseinhalb Stunden Fahrt brachten uns am Freitag in die Hauptstadt des Freistaates Bayern.

Erster Termin: Einchecken im Best Western an der Dachauer Straße. Es sollte sich herausstellen, dass das Best Western wohl doch besser den Namen Average Western oder so verdient hätte. Oder anders: Wenn unser Hotel sich schon die Bezeichnung “Best” gibt, dann wollen wir nicht wissen, wie es in den “durchschnittlichen” Western-Hotels aussieht. Nun gut, ich will das nicht überbewerten, dieser Aspekt ist sowieso ein Beitrag zur Rubrik “Jammern auf hohem Niveau”, soll aber nicht unerwähnt bleiben.

Zimmer 404 überraschte uns mit einer kleinen Küchenzeile hinter Schranktüren: Mikrowelle, Herd und Kühlschrank standen bereit. Sogar Geschirr gab es – und genau das hatte vor Jahr und Tag mal jemand benutzt und dann einfach wieder in den Schrank gestellt. In einer Kaffeetasse waren die restlichen Tropfen der braunen Brühe zu klebrig anmutenden Pickeln vergoren. So werden sie da schon mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre, in der Tasse gelebt haben.

Es klingelte: Vor der Tür ein Klempner mit schwerem Werkzeugkoffer, blauem Overall und wirrem Rest-Haar. Er bedauere die Störung, aber es sei nun an der Zeit, die Wasserhähne am Waschbecken und in der Dusche zu kontrollieren. Das sei nötig, weil irgendetwas mit den Leitungen umgestellt worden sei. Deshalb blubbere nun ganz viel Dreck durch die Rohre, der sich in den Sieben am Wasserhahn sammelt. Während der ebenso leut- wie redselige Installateur seinem Tagwerk nachging, erklärte er uns den Arbeitsaufwand: 188 Zimmer müssten kontrolliert werden, an einem Tag, da müsse man notfalls auch leider mal Gäste stören. Nach gefühlten zehn Minuten zückte er die Liste mit Zimmernummern. Wir bedankten uns für die ausführlichen Erläuterungen, verzichteten aber auf weitere Details. “Für ihre Geduld spendiere ich Ihnen einen neuen Duschkopf”, sagte der Blaumann, nachdem er eigentlich schon alles ganz genau kontrolliert hatte, stieg noch einmal in die Dusche und schraubte gönnerhaft eine neue Brause an den Schlauch. Dann ging er. ‘München’ weiterlesen …

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