vom
28. April 2009,
19:59 - Rubrik:
Allgemein -
Zu vergleichsweise früher Stunde sagte man mir heute von höherer Stelle: “Nimm doch nicht immer alles so ernst!” Nun war mir gar nicht bewusst, dass ich immer alles ernst nehme – und das machte die Sache nicht einfacher. Was sollte ich denn nun mit diesem gut gemeinten Hinweis anfangen? Ernst nehmen und damit Ernst machen und den Ratschlag ernsthaft ignorieren? Oder nicht ernst nehmen und weiter alles ernst nehmen? ImErnst: Ich weiß noch keine Lösung.
Ich habe Ernst erstmal im Duden nachgeschlagen, wann man das groß und wann man das klein schreibt. Aber das war vermutlich nicht Sinn der Botschaft.
Schlagwörter:
Deutsch -
Sprache
vom
27. April 2009,
22:50 - Rubrik:
Aktuell -
Es gibt wohl kein besseres Motiv (das sich hinter diesem Link: Klick verbirgt), das die Sorge und die Furcht vor der Schweinegrippe illustriert: Ein Pärchen, offenbar in Mexiko, junger Mann und Frau tragen blaue Mundschutztücher – und sie küssen sich. Dadurch wird deutlich, wie gefährlich die Schweinegrippe eingeschätzt wird – und wie die Furcht vor einer Ansteckung in Mexiko das alltägliche Leben bestimmt. Damit wird auch illustriert, wie nach Auffassung von Fachleuten die Ausbreitung des Virus’ verhindert werden kann: Tröpfcheninfektionen, direkten, engen Kontakt vermeiden. Trotzdem, ein bisschen seltsam wirkt die Warnung vor einer Pandemie schon.
Das Foto findet sich meinem Eindruck nach inzwischen auf nahezu jedem Nachrichtenportal im Internet. (Hier natürlich nicht, denn die Rechte an dem Bild liegen bei den Fotografen. Ja genau, ganz offensichtlich hatten mehrere Fotoreporter die gleiche Idee bzw. die gleichen Chancen für das Motiv)
Schlagwörter:
foto -
gesundheit -
Journalismus
Heute: Musik in der Nachbarschaft.
Es ist noch gar nicht lange her, da wackelte in Rostock die Wand. Und der Fußboden bebte. Und die Stifte, die auf meinem Schreibtisch lagen, zitterten im Takt der Beats, die der Party in der WG unter meiner Wohnung ordentlich einheizten. Es war mittlerweile kurz nach 4 Uhr in der Nacht und ich saß gerädert am Computer. Die Einweihungsparty meiner neuen Nachbarn zog sich hin, die Stimmung war ausgelassen – und die Musik ohrenbetäubend laut. In dieser Nacht erfuhr ein ganzer Stadtteil, welche Energie zusammenkommt, wenn angehende Akademiker die entbehrungsreichen Mühen des fordernden Studentendaseins für ein paar Stunden, also etwa elf, vergessen wollen.
Jeder halbwegs vernünftige Mensch wird mir zustimmen, dass man nur verbal in ein Wespennest stechen würde, wenn man versucht, eine derart aufgeheizte Menge zu forrtgeschrittener Stunde um Ruhe zu bitten. Außerdem fand ich das Getöse und die Wucht, die ein druckvoller Bass-Laustprecher heutzutage entwickeln kann, um durch Hauswände und Decken hindurch Gegenstände hüpfen zu lassen, auch in gewisser Weise faszinierend. Wenn ich am nächsten Tag Frühdienst gehabt hätte, wäre ich aber wohl nicht so duldsam gewesen.
Jedenfalls dachte ich aber auch, dass es nicht schlimmer kommen kann. Bis jetzt. Heute hatte ich Frühdienst und suche in meiner Kemenate Ruhe und Erholung vom aufreibenden Alltag in einem Landesfunkhaus. Doch angenehme Leichtigkeit will sich nicht einstellen, weil irgendwo nebenan, ein paar Häsuer weiter seit gefühlt drei Stunden irgendein Wahnsinniger auf einem Klavier oder Keyboard oder was auch immer für einem Folterinstrument nahezu pausenlos immer wieder dieselben Tonfolgen repetiert. ‘Rostock vs. Schwerin III’ weiterlesen …
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