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	<title>Kommentare zu: Tag der Geschichten</title>
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	<description>Christian Kohlhof &#124; Rostock, Schwerin</description>
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		<title>Von: Pierichen</title>
		<link>http://www.kohlhof.de/kohlhof/2009/11/09/tag-der-geschichten/comment-page-1/#comment-25033</link>
		<dc:creator>Pierichen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 16:31:51 +0000</pubDate>
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		<description>Nachrichten angeschaut, wie immer und dann kommt die Meldung: Die Grenze ist offen!!! Was? Haben wir uns verhört? Dann kommt &lt;em&gt;der&lt;/em&gt; mit dem Zettel und dann kommen die vielen Menschen von Ost nach West und wir waren fassungslos. Unglaublich, was wir da sahen. Man mochte den Fernseher gar nicht mehr ausschalten. Am 29.12. sind wir mit unseren damals 9 und 11 Jahre alten Kindern nach Erfurt gefahren. Das war die emotionalste Reise, die wir bis dahin je gemacht hatten. Alle waren gleich begeistert von dieser Idee. Wir fuhren vorbei an winkenden Menschen, hupenden Autos, das war einfach unglaublich. Wir sahen die Grenze im Urzustand, die Grenzzäune, die Hochsitze, von denen aus, wenn es sein musste, auf Menschen geschossen wurde. Da fehlten uns immer wieder die Worte. Auf dem Weg dorthin hielten wir auf einem großen Parkplatz an, wurden von einem Wartburg-Fahrer gesichtet. Er machte kehrt, kam zu uns und wir haben spontan eine halbe Stunde in der Kälte miteinander erzählt. Die Einladung zum Kaffeetrinken mussten wir der Kinder wegen absagen, wir hatten Erfurt versprochen. Adressen ausgetauscht, der Einladung kurze Zeit später sind wir gefolgt und haben ein Wochenende in Gräfenroda verbracht. Noch nie so viel erzählt und so Unglaubliches von Menschen, die es wussten, erfahren.
Das sind meine Gedanken an den 9.11.89 und der Spruch meiner Tochter: Das werde ich nie vergessen, das ist ja genau ein Tag nach meinem Geburtstag.
Wenn ich heute die Bilder von damals sehe, finde ich das immer noch unglaublich und wenn Herr Genscher zum x-ten Mal seine Botschaft vom Balkon verkündet, bekomme ich auch heute noch eine Gänsehaut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachrichten angeschaut, wie immer und dann kommt die Meldung: Die Grenze ist offen!!! Was? Haben wir uns verhört? Dann kommt <em>der</em> mit dem Zettel und dann kommen die vielen Menschen von Ost nach West und wir waren fassungslos. Unglaublich, was wir da sahen. Man mochte den Fernseher gar nicht mehr ausschalten. Am 29.12. sind wir mit unseren damals 9 und 11 Jahre alten Kindern nach Erfurt gefahren. Das war die emotionalste Reise, die wir bis dahin je gemacht hatten. Alle waren gleich begeistert von dieser Idee. Wir fuhren vorbei an winkenden Menschen, hupenden Autos, das war einfach unglaublich. Wir sahen die Grenze im Urzustand, die Grenzzäune, die Hochsitze, von denen aus, wenn es sein musste, auf Menschen geschossen wurde. Da fehlten uns immer wieder die Worte. Auf dem Weg dorthin hielten wir auf einem großen Parkplatz an, wurden von einem Wartburg-Fahrer gesichtet. Er machte kehrt, kam zu uns und wir haben spontan eine halbe Stunde in der Kälte miteinander erzählt. Die Einladung zum Kaffeetrinken mussten wir der Kinder wegen absagen, wir hatten Erfurt versprochen. Adressen ausgetauscht, der Einladung kurze Zeit später sind wir gefolgt und haben ein Wochenende in Gräfenroda verbracht. Noch nie so viel erzählt und so Unglaubliches von Menschen, die es wussten, erfahren.<br />
Das sind meine Gedanken an den 9.11.89 und der Spruch meiner Tochter: Das werde ich nie vergessen, das ist ja genau ein Tag nach meinem Geburtstag.<br />
Wenn ich heute die Bilder von damals sehe, finde ich das immer noch unglaublich und wenn Herr Genscher zum x-ten Mal seine Botschaft vom Balkon verkündet, bekomme ich auch heute noch eine Gänsehaut.</p>
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