Aufnahmeurkunde

Aus dem Familien-Archiv: Die Aufnahmeurkunde meines Ur-Großvaters Wilhelm Friedrich August Franz samt Familie in den erlauchten Kreis der Hanseaten. Donnerwetter, man wurde feierlich vom Lübecker Senat begrüßt – und musste einen Eid schwören, damals, vor 101 Jahren…

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Aufnahmeurkunde. Wirkt ja ganz schön feierlich, die Verleihung der "lübeckischen Staatsangehörigkeit". Foto: Christian Kohlhof
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Bürger-Eid. Nach allem, was wir wissen, haben sich die Kohlhofs ausnahmslos an diesen feierlichen Eid gehalten ;-) Foto: Christian Kohlhof

Autor: Christian

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2 Gedanken zu „Aufnahmeurkunde“

  1. Und was ich alles habe:
    Von einem Opa ein Zeugnis vom Johanneum zu Lübeck. Davon verrate ich die Note in Betragen: sehr gut und in Fleiß: gut und über den Rest kommt der Mantel des Schweigens … und wenn man dann im Nachhinein den immer erhobenen Zeigefinger bedenkt, au weia. Aber bestimmt war es schon damals so. Die Kinder sollten ja nicht die gleichen Fehler machen …
    Der Schlusssatz gefällt mir aber auch:
    Es ist ihm demnach, da er jetzt das Johanneum verlässt, um … zu werden, das Zeugnis der Reife erteilt worden und die Schule entlässt ihn mit den besten Wünschen und Hoffnungen für seine Zukunft. 1920 wurde das noch so formuliert.

    Eine Danksagung des Bundespräsidenten Theodor Heuss, eigenhändig unterschrieben, und eingegangen für die Glückwünsche zum Geburtstag.

    Eine Erklärung: Weihnachten 1941 fällt aus folgenden Gründen aus:
    1. Josef ist als Soldat in Russland.
    2. Maria macht ihr Pflichtjahr.
    3. Das Christkind ist wegen Fliegergefahr evakuiert.
    4. Der Stern darf wegen Verdunkelung nicht angezündet werden.
    5. Die drei Weisen bekommen keine Einreiseerlaubnis.
    6. Heu und Stroh sind von der Heeresverwaltung beschlagnahmt.
    7. Die Krippe ist bei der N.S.V. (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt)
    8. Im Stall liegt die Flak (Flugabwehrkanone) und wegen des Esels allein lohnt es sich nicht.

    … und, und, und – wenn man da mal gräbt findet man Sachen im Raritäten-Ordner, das ist unglaublich.

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