Tomaten: Grün, gelb, bunt

Bunte Früchte, und alle sind Tomaten.

Am Sonntag war in einer Gärtnerei in Mestlin Tomatenfest. Dort wachsen 70 verschiedene Sorten aus allen Ecken der Welt. Sie tragen Namen wie “Green Saussage”, “Bulls Heart” und “Pineapple Fog” – und kommen nicht nur in überraschenden Farben, sondern auch Formen daher, die man im Großteil aller Supermärkte jedenfalls nicht findet. Tennisballgroß oder in Gestalt einer spitzen Paprika-Schote, zweifarbig mit tiefen Rillen, faszinierend – und geschmacklich eine Sensation. Die haben nichts mit wässerigen Importfrüchten zu tun. Die eine süßlich, die andere herb, die nächste fruchtig -auf jeden Fall intensiv. Die Ausbeute des Tages habe ich jedenfalls vorher und nachher fotografiert. Ein bunter Salat, nur aus Tomaten, und in Gastrollen: Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Öl.

bunte Tomaten
Ausbeute aus Mestlin. Eine kleine Auswahl aus 70 historischen Tomatensorten. Fotos: Christian Kohlhof

Hansa-Orakel

Der Kollege Ralf Markert hat seine Beagle-Hündin Isi mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut. Isi muss tippen, welches Team wohl das nächste Spiel gewinnen wird. Sie übermittelt Ihre Vorhersage, indem sie das Leckerli vor dem entsprechenden Mannschafts-Schild futtert. Sie ist sozusagen die Fortsetzung von Krake Paul mit anderen Mitteln. Mal sehen, ob sie recht hat…

Alles blau

Hui, da ist ja was nicht in Ordnung. Statt des typischen kohlhof.de-Rots ist jetzt hier alles in Standard-Blau gehalten. Das werde ich so schnell wie möglich beheben und bitte um geduldige Entschuldigung. erröt…

So, jetzt ist zwar alles wieder rot, aber dafür nun einiges auf Englisch. Ach, ich weiß auch nicht. Ich liebe Herausforderungen, aber heute nicht mehr…. good night…

Fruchtbar

Sie brauchen Obst, für Marmeladen, Konfitüren und vor allem: für umsonst? Mundraub.org bietet einen Kartenservice für freigegebene Bäume und Sträucher.

Statistik-Nachtrag vom Wochenende: Wir haben am Sonntag vier Kilo Brombeeren gepflückt. Das entspricht in etwa zwei Stunden Gehangel und Gezupfe an dornenbewährten Büschen mit regelmäßigem Verheddern an Zweigen und Blättern. Das alles hat sich natürlich gelohnt. Die Marmeladeurin meines besonderen Vertrauens will daraus diverse Konfitüren-Kreationen komponieren, die wiederum schon bald eigene und befreundete Frühstückstafeln bereichern werden.

Und da fällt mir ein Link ein zu einer Seite, die ich gern selbst auf die Beine gestellt hätte. Im vergangenen Jahr habe ich mir die Domain openobst.de gesichert, weil ich die Idee hatte, eine Landkarte zu erstellen, auf der im Internet jeder eintragen und nachsehen kann, wo welches frei zugängliche Obst wächst. An Landstraßen, auf Industriebrachen, auf Wiesen und an Waldrändern reift schließlich jedes Jahr tonnenweise frisches Obst heran, das doch nur darauf zu warten scheint, dass es jemand erntet. Himbeeren, Pflaumen, Birnen, alte Apfelsorten, Nüsse purzeln irgendwann reif zu Boden, dabei hätte man doch so schöne Delikatessen daraus herstellen können. So schwebte mir eine Google-Maps-Anwendung vor, auf der kleine bunte Markierungen mit kleinen Obstpiktogrammen kennzeichnen, wo welche Frucht zu finden ist, wie sie schmeckt, wie man rankommt – und an wen man sich notfalls wenden muss, bevor man beherzt die Äste plündert. Denn genau das ist ein entscheidender Punkt: Herrenloses Obst gibt es nicht. Alleebäume gehören Kommunen und selbst das verwlidertste Grundstück hat einen Eigentümer. Insofern müsste also sichergestellt sein, dass jedermann das Obst auch ernten darf, was weltweit online in der Obst-Karte angezeigt wird. Also am besten, die Baum- und Strauch-Besitzer inserieren ihre “Plantagen” selbst. Tja, irgendwann müsste ich das mal alles klären und in die Tat umsetzen, diese fruchtbare Idee…

Das haben jetzt andere getan – und eine wirklich schnuckelige Internetplattform aufgesetzt: mundraub.org. Eigentlich genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Keine Frage: ich finde die Idee toll – und ich finde es super, dass sie jemand eingerichtet hat. Hier kann man sogar nach verschiedenen Kategorien suchen: Obst, Beeren, Kräutern und Nüssen. Pilze sind tabu. Die Webseite fordert ihre Nutzer außerdem auf, schonend mit den Bäumen und den Ressourcen umzugehen. Zudem warnt sie auch davor, Früchte zu ernten, wenn auch nur ansatzweise unklar ist, ob die Besitzer von Bäumen und Sträuchern damit einverstanden sind. Den Initiatoren schwebt für die Zukunft ein Kennzeichnungssystem für freigegebene Frucht-Oasen vor: Zum Beispiel Banderolen, die – so lautet eine Idee – auch durch Werbung, etwa vom Hofcafé um die Ecke, finanziert werden können.

Rostock, ein Obst-Ballungsgebiet - zumindest laut mundraub.org

Mal sehen, welche Region derzeit mit mehr Obst-Meldungen vertreten ist, Schwerin oder Rostock – Die Hansestadt und ihr Umland durchzieht ein Streifen frei zugänglicher Früchte (laut mundraub.org) von Warnemünde bis nach Schwaan – ein gelbes Symbol zeigt zum Beispiel an: Am Ortseingang nach Mistorf soll es 18 wunderschöne Birnenbäume geben. Insgesamt sind gut 20 Obst-Vorkommen, dazu zwei Nuss-Einträge (Esskastanien), elf Beeren-Sichtungen (Holunder, Brombeeren und Sanddorn) und null Kräutervorkommen zwischen Strand und Autobahn 20 verzeichnet.

Obst-Notstand rund um Schwerin - wiederum laut mundraub.org

Tja, und Schwerin, die Landeshauptstadt? Im Kartenausschnitt gleicher Größe findet sich genau ein Hinweis auf Apfelbäume in Bad Kleinen.

Um es zuversichtlich zu formulieren: Ein Anfang ist gemacht. Punkt für Rostock! Vielleicht liegt die höhere Zahl der Einträge ja darin begründet, dass besonders viele jüngere Internet- und Obst-affine Menschen in der Hansestadt leben – aber das ist Küchensoziologie… was ja dann wiederum irgendwie passt. Ist ja auch Banane… im knallharten Städtevergleich jedenfalls steht es nunmehr:

Rostock : Schwerin – 4 : 7

Eine Frage allerdings wird sich so mancher stellen, der einen erwähnenswerten Apfel- oder Birnenbaum zum Beispiel empfehlen könnte, weil dort ganz besondere Früchte wachsen: “Soll ich das Geheimnis vom besten Obstbaum der Welt wirklich preisgeben?” Aber meistens wächst an einem Baum ja mehr, als ein Mundräuber allein jemals verarbeiten könnte.

Bislang ist mundraub.org eine fast nur auf Deutschland beschränkte Karte. Allerdings wird sie jetzt international. Auch mitten in Finnland steckt inzwischen eine rote Markierung: Für einen Apfelbaum.

Facebook-Ortung

Facebook, diese….! Neuer Service: Facebook-Orte. “Places” gibt an, wo man selbst gerade ist. Problem: In manchen Profilen ist diese Funktion automatisch eingeschaltet. Bei mir in den benutzerdefinierten Einstellungen sah das eben so aus:

Man muss sich durch das Untermenü der benutzerdefinierten Einstellungen klicken, um dann die Einstellung so zu ändern, dass man erstens nur selbst den Ort angezeigt bekommt, an dem man gerade ist. Es reicht allerdings, das Häkchen bei der zweiten Option zu entfernen, um nicht in der langen Liste der Personen angezeigt zu werden, die gerade beim NDR in Schwerin anwesend sind… mal so als willkürliches (und bislang theoretisches) Beispiel. Besonders tricky ist aber die eigentliche Funktion dieses Lokalisierungs-Features. Freunde können nämlich auch eintragen, wo man selbst gerade ist – aus diesem Grund gibt es jetzt die neue Einstellungsoption “Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde”, etwas weiter unten in den Einstellungen für “Dinge, die ich teile”. Dies war in meinem Konto nicht automatisch aktiviert, die Dropdown-Liste stand auf “Auswählen” und bietet die Option “Gesperrt”. Eine deutschsprachige FAQ bei Facebook habe ich zu diesem Feature noch nicht gefunden. Das dürfte auch daran liegen, dass dieses Feature laut offiziellem Facebook-Blog seit heute zwar verfügbar ist, aber nur in den Vereinigten Staaten. „Facebook-Ortung“ weiterlesen

Definiere: Liebe

Was ist eigentlich Liebe, wie funktioniert die? Nun, sie ist zwar manchmal kompliziert, oft vielfältig, zuweilen seltsam, mal stürmisch, mal abwartend, mal ungewöhnlich – oder plötzlich wieder verschwunden… verwirrend jedenfalls- aber man kann ja mal versuchen, sie einfach zu erklären. Öffentlich-rechtliches Hintergrundstück aus dem Kinderkanal von ARD und ZDF:  “Wenn man sich traut: küssen!”

Kalender: Outlook und Google

Fürs Protokoll (auch wenn ich’s selbst nicht nutze): Auch Outlook, das Organizer-Tool von Microsoft, lässt sich mit dem Google-Kalender abgleichen. Jetzt ist auch die Synchronisation mit Outlook 2010 möglich, schreiben die Entwickler im Gmail-Blog. [via Caschys Blog]

Ebay im Kalender

Was es zum Glück schon alles gibt: Ein Firefox-Plugin, das die Termine von Ebay-Auktionen nahezu vollautomatisch in den eigenen Kalender, zum Beispiel bei google, übernimmt. Von da aus ist es dann kein weiter Weg mehr in den Lightning/Thunderbird-Kalender. Ebay Calendar 2.51 baut in die Artikel-Seiten beim Auktionshaus einen Button ein, mit dem man den Endzeitpunkt in einen Kalender übernehmen kann.

Ebay Calendar
Zusatzbutton bei Ebay - Firefoxtool

Praktisch, funktioniert tadellos – was noch fehlt, ist, dem Tool beizubringen, welchen Kalender es standardmäßig ergänzen soll – schließlich kann man bei google ja mehrere Terminlisten auf einmal verwalten. So muss man noch ein bisschen klicken und in der Eingabemaske für den neuen Termin auch die Alarmzeit nach Bedarf anpassen. Außerdem hat Mozilla dieses Add-on noch nicht getestet – es gilt also wie so oft: Benutzung auf eigene Gefahr ;-)

Das Add-on ist aber niht auf den Google-Kalender beschränkt, sondern speichert den Termin auf Wunsch auch lokal auf dem Rechner, entweder als VCS- oder als ICS-Datei – also nicht nur Thunderbird, sondern auch Outlook soll damit klarkommen. Und auch Mac-Freunde können das Tool also nutzen.