Noch elf Monate bis bunt

Genug Reizüberflutung – mit der Lichterkette in der Redaktion ist nun erst mal Schluss.

Rote, gelbe, blaue und grüne Lampen eine Lichterkette leuchten über einem Whiteboard.
So bunt wirds in der Redaktion erst wieder in knapp elf Monaten.

Es konnte so nicht weitergehen. Eine derart bunte Lichterkette wie diese ist zu Hause noch nie mehrheitsfähig gewesen – und auch in der Redaktion hat alles seine Zeit, wie die Kollegen sicherlich finden. Aus diesem Grund habe ich meinen Teil der besinnlichen Weihnachtsdekoration heute abgeschaltet. Ja, so rücksichtsvoll bin ich. Allerdings bin ich auch gern bereit, die Lampenkette, die mit ihren acht Animations-Modi schon fast eine Lichtinstallation ist, für die man Eintritt nehmen könnte, auch zwischendurch mal wieder anzustöpseln. Das Flackerspektrum reicht schließlich von “Slo Glo” bis “Chasing Flash” – da ist doch wohl für jeden was dabei.

Schlimm: Rostocker Weihnachtsmarkt ausgerechnet am Totensonntag dicht!

Warum bloß öffnet der Rostocker Weihnachtsmarkt am Totensonntag nicht? Der Handel braucht doch schließlich jeden Euro. kohlhof.de liefert ebenso wohlmeinend wie kostenfrei die passenden Geschäftsideen für Budenzauber am Ewigkeitssonntag. Zum Beipsiel: Lebkuchenherzen mit Trauertexten… kann doch alles nicht so schwierig sein.

Also jetzt mal ehrlich! Wer soll das verstehen: Der Rostocker Weihnachtsmarkt macht an diesem Sonntag, dem Totensonntag, dicht. Einfach so. Obwohl die Schausteller und Marktbeschicker doch jeden Cent an Einnahmen gebrauchen können. Die Adventszeit ist doch so unmenschlich kurz in diesem Jahr, ganz besonders kurz sogar, wie es heißt.

Deswegen haben sie in Rostock vorsichtshalber ja schon am Donnerstag ihre Buden geöffnet, feiern am Sonnabend offiziell den Beginn des Adventstreibens – machen dann einen Tag Pause, und am Montag gehts dann weiter. Möglicherweise fehlt es dem schaustellenden, kunsthandwerkenden und/oder wurstbratenden Gewerbe an Kreativität für werbeträchtige Aktionen an auch mal nicht ganz so fröhlichen Feiertagen.

Aber kohlhof.de ist ja eine Seite, die auch den Mittelstand nicht vernachlässigt. Und deshalb präsentiere ich hier nun gern ein paar Geschäftsideen für die Überbrückung dieses äußerst lästigen Ewigkeitssonntags, damit ihr nicht so heiligenscheinheilig für einen Tag die Bonbon-Klitsche wieder verrammeln müsst: Macht doch aus Eurem Weihnachtsmarkt für einen Tag den Totensonntagsmarkt. Es ist doch so einfach – kann doch nicht so schwierig sein!

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Advent Light

Lichterkette im Büro

Na, hoffentlich sind die Kollegen ebenso angetan von meiner Lichtinstallation wie ich. Zur Einstimmung auf ein hoffentlich besinnliches Fest habe ich günstig, eine Lichterkette erstanden, die nicht nur vierfarbig leuchtet, sondern dies auch in acht begeisterndenModi beherrscht. Von chillig smoothen Übergängen bis zu hektisch stroboskopartigen, bunten Blitzen. Mir gefällts jedenfalls, das Dreierbüro wird gleich noch ein bisschen gemütlicher.

Davon mal abgesehen, erinnert mich das Dioden-Gewitter immer wieder daran.

Blinkenase

blinknase
Wer greift da nicht zu? Repro: Christian Kohlhof

Wer noch die passende Ausstattung für den nächsten Weihnachtsmarktbummel sucht, der wird gewiss beim Billigheimer fündig. Unlängst ist ein Container Blinke-Nasen mit Elchgeweih und Ohren im Restpostenmarkt eingetroffen. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte auch die ebenso billige wie lausige Fotomontage, was die Blinkenase angeht. Wer greift da nicht gern zu?

Weihnachtsplätzchen 2008

Dies ist also meine Plätzchenkollektion 2008. Die Zimtkugel kommt mit Zuckerperlen daher...
Die Eisblumen tragen Hagelzucker auf ihren runden Rücken. Und schmecken ein bisschen nach Marzipan.

Diese Stangen sind eigentlich nur ein Abfallprodukt, weil 4 Eigelb noch verarbeitet werden sollten.Ergebnis: Diese kleinen sehr süßen Dinger.
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Der Ochse ist da

Neues Bild in der kohlhof.de-Weihnachtskrippe. Der Ochse ist als erster Bewohner in den Stall eingezogen. Auch für ihn gilt: Er hatte sonst keinen Raum in der Herberge.

Übrigens. Zwar gibt es nicht jeden Tag ein neues Bild, der Text der Weihnachtsgeschichte wird aber von Geisterhand jeden Tag ergänzt.

Auf die Plätzchen, fertig, los!

Endlich Advent. In den Backöfen meines Vertrauens ist schon vor Tagen die Produktion von passendem Backwerk angelaufen. Und selbstverständlich hat man bisher darauf verzichtet, für diese Advents- und Weihnachtsartikel zu früh zu werben (und sie zu früh zu vernaschen). Kommerzielle Anbieter von Limonaden, Stichsägen, Dufttinkturen und anderem Plunder haben ja schon vor Wochen mit dem Rühren ihrer ach so besinnlich lärmenden Werbetrommel begonnen, was ich äußerst verwerflich finde. Schöne Adventszeit! Das Bild zeigt übrigens Pfeffernüsse nach einem uralten Mecklenburger Rezept, gebacken von einer knackig jungen Mecklenburgerin - in diesem Fall war die sagenhafte Menge von drei Kilogramm Teig Grundlage für die Produktion dieser hier nur teilweise abgebildeten ersten Charge Adventsgebäck.Foto: Christian Kohlhof

Krippenspiel

Es ist 1. Advent! Endlich Vorweihnachtszeit. Einige haben ja schon seit Anfang November Lichterbögen in den Fenstern stehen. Nun gut. Während aber andere heute die erste Kerze am Adventskranz anzünden, öffnet bei kohlhof.de heute die Weihnachtskrippe: Eine Bildergeschichte mit hölzernen Hauptdarstellern, die nach und nach in Erscheinenung treten – frei erzählt nach der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium.

Alle paar Tage wird es etwas Neues geben – auf dieser Seite hier (auch oben in der Navigation zu erreichen: “Advent 2008“). Irgendwo habe ich mal gelesen, dass diese Weihnachtskrippen nicht einfach so komplett aufgebaut werden, sondern dass die einzelnen Figuren nach und nach hinzukommen. Deshalb habe ich mal die kohlhofsche Familien-Krippe in Szene gesetzt und die bekannte Geschichte etwas – hüstel – ausgeschmückt. Viel Spaß! Und eine schöne Adventszeit 2008!

Advents-Stanzen

Nun öffnen also die Weihnachtsmärkte. Mal sehen, wie oft man in diesem Jahr in den Zeitungen lesen kann und muss, dass überall der “Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein” über die Buden weht. So ein Blödsinn. In den seltensten Fällen ist ein Jahrmarkt zur Adventszeit komplett in ein Aroma aus Mandeln und heißem Wein mit Gewürzen getaucht. Die Formulierung ist nur eine dieser Stanzen, mit denen die Atmosphäre auf Adventsmärkten möglichst gemütlich beschrieben werden soll. Die “leuchtenden Kinderaugen” entstammen derselben Kategorie.

Was den Duft angeht, so ist doch beim Drängeln zwischen den Buden auch nicht mehr zu riechen als bei einem Spaziergang an derselben Stelle eine Woche vor Beginn des Adeventsmarktes. Und wenn es dann doch mal nach etwas riecht – was unter freiem Himmel vor allem bei Windtsille wahrzunehmen sein dürfte – , dann ist das auch nicht zwangsläufig ein zarter Hauch. Formulierungen wie diese vom Weihnachtsmarkt-Duft gehören ins Museum in die Abteilung “Formulierungen, die einmal oder noch nie gut waren”. Dort stehen sie dann zwischen Exponaten wie “Für das leibliche Wohl ist gesorgt”, “Süßer die Kassen nie klingeln”, “Alle Jahre wieder…” und “wie es weiter geht, bleibt abzuwarten”. Darunter dann ein Schild: “Diese Formulierunegn waren zuletzt zum Ende des 20. Jahrhunderts als allgemein gut und witzig anerkannt.”

EDIT: Der Warnowkurier lässt es schon mal duften: “In den vier Adventswochen duftet es vom Donnerstag , 27. November, bis 22. Dezember vom Rostocker Neuen Markt bis zum Kröpeliner Tor nach regionalen und exotischen Spezialitäten”. Ist es nicht schön?