vom
9. Februar 2010,
00:14 - Rubrik:
Allgemein -
Die KTV, die Kröpeliner-Tor-Vorstadt, in Rostock ist heute das, was man ein angesagtes Wohnviertel nennt. Studenten und junge Familien treten sich bei Wohnungsbesichtigungen manchmal auf die Füße – so groß ist das Interesse, in diesem bunten Viertel mit Kneipen, Restaurants, Geschäften und lauschigen Hinterhöfen eine Wohnung zu ergattern (auch wenn viele inzwischen bestimmt auch mal wieder grundlegend renoviert werden könnten…).
Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre ist die KTV das geworden, was sie heute ist. Was davor zwischen Kröpeliner Tor und Thomas-Müntzer-Platz los war, kannte ich bisher nur aus Erzählungen. In den Berichten von Rostocker Kollegen und Freunden schwang manchmal aber eine Mischung aus Abscheu und Entsetzen mit, wenn es um die KTV in den 80er- und frühen 90er-Jahren ging.
Nun ja, es gibt dazu eine Geschichtsstunde in bewegten Bildern- eine NDR-Produktion aus dem Jahr 1993. 43 Minuten, die sich lohnen.
Wer erkennt welche KTV-Ecken wieder…? Es wird kaum möglich sein.
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Das könnte dazu passen
vom
4. November 2009,
00:01 - Rubrik:
Aktuell -
Die bislang beste und interessanteste Dokumentation über den Tag der Wende vor fast 20 Jahren gabs am Montag im Ersten zu sehen. “Schabowskis Zettel”: Im Mittelpunkt eben die kleine Notiz, die Günter Schabowski am 9. November 1989 um kurz vor 19 Uhr vor der internationalen Presse in Ost-Berlin vorgetragen hat, obwohl diese Mitteilung eigentlich eine Sperrfrist bis zum nächsten Morgen trug. So aber geriet der Zettel außer Kontrolle.
Da kamen Zeitzeugen zu Wort, die sehr mitreißend erzählt haben. Vier Bilder waren teilweise nebeneinander geschnitten, um zu verdeutlichen, was alles gleichzeitig in Berlin passiert ist an jenem Abend. Wie eine Sonderausgabe der Fernsehserie “24″. Den Zettel übrigens kann man sich noch mal ansehen, er ist auf der Homepage des NDR als PDF-Datei zu finden. Beachten Sie auch die zweistellige Archiv-Nummer des Bundesbauftragten für die Stasi-Unterlagen.
Und den Film selbst gibt es (noch) in der Mediathek der ARD zu sehen.
via.
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Das könnte dazu passen
vom
8. Mai 2009,
07:53 - Rubrik:
Aktuell -
Also, der neue Film: Ist schön geworden. Oft sehr schnell geschnitten, rasante Ballerei im All, dazu auch handfeste Auseinandersetzungen auf der Brücke. Dazu gibt es auch sehr amüsante Szenen, zum Beispiel, wenn Pille McCoy mit Absicht James T. Kirk krank macht, um ihn als seinen Patienten an Bord der Enterprise zu bringen: Der künftzige Captain kann plötzlich nicht sprechen, wird ohnmächtig, bekommt dicke Hände – und das alles, während er der Besatzung klar machen will, dass man in eine Falle fliegt.
Die Geschichte ist spannend und beantwortet die Frage, wie Kirk, Spock, Pille und Uhura ausgebildet wurden und wie sie zu einem Team wurden. Der Konflikt zwischen dem stets um Logik bemühten Vulkanier Spock und dem eher aus dem Bauch heraus handelnden Draufgänger Kirk steht dabei im Mittelpunkt.
Die Ur-Enterprise ging vor gut 40 Jahren zum ersten Mal auf Sendung. Die Filmtechnik hat natürlich inzwischen einen Quantensprung gemacht. Die Kulisse im neuen Kinofilm ist deshalb selbstverständlich bombastisch – aber trotzdem finden sich ein paar Erinnerungen an die Ur-Fassung: Das Piepen und Fiepen der Bordcomputer hat überlebt.
Die Story ist spannend, manchmal auch ein bisschen verwirrend, schließlich spielen auch Zeitreisen eine Rolle. Tiefpunkte gibt es kaum, am unnötigsten ist aber wohl die Szene, die Kirk auf einem eisigen Planeten zeigt, auf dem er vor gigantischen, bestialisch brüllenden, blutrünstigen Ungetümen flieht. Diese Biester wirken vor allem wegen ihrer viel zu schnell animierten Bewegungen irgendwie unpassend – und erinnern sowieso an eine Ice-Age-Version von Dune, dem Wüstenplaneten. Und dann ist da noch die Szene, in der Spock sich in einem Shuttle auf einen Sessel setzt. Als der Sitz sich automatisch dreht, sagt Spock sein bekanntes: “Faszinierend”. Wer Spock kennt, weiß, dass den Halbvulkanier eigentlich ganz andere Phönomene und Erscheinungen zu einem solchen Ausspruch inspirieren – ein beweglicher Stuhl gehört sicherlich nicht dazu. Das Zitat hätte an anderen Stellen wohl besser gepasst.
Aber das sind Kleinigkeiten. Der Film ist empfehlenswert! Viel Spaß.
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