Eis-Schloss

Nach einer turbulenten Woche mit Reisen durchs ganze Land ist jetzt mal Zeit, ein paar Schnappschüsse aus dieser Woche zu posten. Von damals, als es noch kalt war – und nicht so matschig…

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Frost in Barth

Beim Frühreporter-Einsatz heute in Barth sollte es eigentlich um eine kapitale Fichte gehen, die im Vorgarten abgeholzt und dann einfach mal schnell auf den Marktplatz von Barth transportiert wird. Die Adventszeit will eben rechtzeitig vorbereitet sein. Fürs Protokoll: Der Baum stammt aus dem Ortsteil Tannenheim, genauer aus dem Kiefernweg, und es handelt sich also um eine Fichte. Das dürften genug Nadelgehölze für einen Beitrag sein.
Das alles wurde aber nebelsächlich, denn dann kamen in der Nacht Nebel, feuchte Luft und leichte Minugrade dazwischen. Und die haben für einen aufreibenden Morgen auf den Straßen des Landes gesorgt. So sprang im dichten Dunst auf der A20-Brücke über der Recknitz der Fahrer eines Unfall-Autos beherzt über die Brüstung – aber anstatt in die erhoffte Sicherheit einer Autobahnböschung hüpfte er ins sechs Meter tiefe Nichts. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verunglückten ins Krankenhaus. Nahezu überall gabs Probleme mit Bahnen, Autos – und Schwertransportern.

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Vereiste Kiefern

Der kam erst eine Stunde später über eisige Kreisstraßen angeschliddert – aber ich hatte im Radio auch viel mehr von Unfällen und Straßenverhältnissen zu berichten. Inzwischen dürfte die Fichte aber auf dem Marktplatz angekommen sein – und überhaupt ist ja nie alles schlecht. So entschädigt eine hauchdünne Eisschicht im Licht der Morgensonne auf Ästen, Zweigen, Halmen und Blättern für Vieles. Jedenfalls war, nachdem im Radio alles erzählt war, noch Zeit für ein paar Frost-Fotos.

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Halm, tiefgekühlt

 

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Erstarrtes Gewächs

 

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Wie gezuckert

 

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Eingefroren

 

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Noch so’n Frostfoto, aber mir fällt beim besten Willen keine Formulierung mehr ein, die noch nicht da war.

 

Qualle als Haustier

Qualle als Haustier? Geht nicht, geht sehr wohl. In einem kleinen Topf mit ein paar bunten Kieseln. Nun ja.

Na, ist Ihr Online-Leben heute auch voll von “4 more years”, “uff” und dergleichen politischen Statements? Und reicht es jetzt mal? Dann gestatte ich mir hier einen Hinweis auf eine kleine Bildergalerie bei “Big Picture” vom Boston Globe. Eigentlich habe ich dort ja nachgesehen, ob es schon Fotos vom Wahltag gibt, aber nein. Aber dann ist da gerade die Galerie “Tiere und ihre Menschen” ziemlich weit oben. Wie immer: beeindruckende Aufnahmen, diesmal von nackten Katzen, tasmanischen Baby-Teufeln, Schlangen und dergleichen, was man eben so als Haustiere zu halten dürfen glaubt. Aber dass jemand ne Qualle hat und mit ihr Zug fährt… Bild 23.

Ruderfotos

Gestern war Firmencup in der Schlossbucht in Schwerin – eine Ruder-Regatta für Kollegenteams aus Büros, Kanzleien, Werkstätten und so weiter. Viele sind absolute Ruderanfänger, bekommen aber vier Übungsstunden. Die Rennstrecke gestern war 500 Meter lang. Gewonnen hat ein Sparkassenteam. Das war die Gelegenheit, mal vom Schiedsrichterboot ein paar Ruderfotos zu machen.

Den Gegner im Blick.
Kommandosache: Steuerleute können eine Mannschaft richtig pushen.
Kräftige Startphase: Bitte beachten Sie, wie sich das Skull des Schlagmanns biegt.
Regattazuschauer hatten das Renngeschehen weit draußen auf dem Wasser gut im Blick.
Kurz vor dem Start: Das Team, das wenig später als erstes über die Ziellinie fuhr. Alle Fotos: Christian Kohlhof

Beim Fotografieren kann es ja sein, dass man in eine Art Rausch verfällt – jede Menge weitere Bilder vom Firmencup der Schweriner Rudergesellschaft 2012 und eine Zusammenfassung gibts auf der Internetseite des Rudervereins.

Matratze vor der Tür

Bunte Bücher, Matratzen an Häusern – ein paar Bilder aus der Rostocker KTV.

Sonntag, Sommer, Sonne – endlich mal Gelegenheit, die eigene Heimstatt und deren nähere Umgebung zu bestreifen. Mit Fotoapparat. Da mich dieses Bookshelfporn einfach nicht in Ruhe lässt, begint der Spaziergang durch die Rostocker KTV in meinem Bücherregal. War ja klar, dass außerdem irgendwo ne Matzratze an der Hauswand lehnt…

Bunter Niesel

Der “Wellenklang” in Schwerin ließ am Sonnabend viele Zuschauer direkt vor den tanzenden Fontänen duschen.

Zuschauer vor bunten Fontänen
Wer alles gut erkennen wollte, musste nah ran - aber ohne Schirm.

Wenn Sie morgen doch noch mal zum “Wellenklang” in Schwerin gehen wollen, dann nehmen Sie am besten wasserfeste Kleidung mit. Denn wenn der Wind am Sonntag aus derselben Richtung über den Burgsee fegt, dann werden die Zuschauer auch wieder nass. Mit dem Wellenklang, einer Wasser-Fontänen-Laser-und-Feuer-Show zu Musik, hat die Landeshauptstadt den Gartensommer eröffnet. Während gigantische Wasserdüsen das Wasser des Sees rhythmisch in den Nachhimmel nebeln, projizieren zig Scheinwerfer bunte Bilder in den Niesel, der sich sanft und unausweichlich auf die Zuschauer legte. Wer im Nieselschleier Fotos von weltbekannten Sehenswürdigkeiten und Computeranimationen wirklich gut erkennen wollte, musste sich direkt, also geradezu vor die Wasserwand stellen – von den Seiten aus betrachtet blieb von der blitzenden und leuchtenden Show nur der Blick auf ein paar farbige Springbrunnen. Andererseits blieb man an den Rändern auch trocken.

So standen die tausenden Zuschauer in respektvollem Abstand im Halbkreis um die Fontänen am Burgsee, während der Wind genau aus der falschen Richtung kam. Wer den Naturgewalten und dem computergesteuerten Nieselregen standhielt, bekam eine nette Show zu sehen, mit zahlreichen Animationen in allen Regenbogenfarben zu kurzen Musikschnipseln, die allerdings eher lieblos aneinandergeklöppelt schienen. Die Show war in drei Teile gegliedert. Zwischen den ersten beiden gab es fünf Minuten Pause – die Lautsprecherdurchsage, dass die Pause bis zum dritten Teil 20 Minuten dauern würde, nutzten viele Schaulustige, um den Weg nach Hause anzutreten – wahrscheinlich, um trockene Hosen anzuziehen.

Einen Anblick wie diesen gabs nur für diejenigen, die bereit waren, sich durchnässen zu lassen.

Fisch-Gesichter

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Routinierte Miene: Business as usual im Becken mit die Giebeln... ja, so heißen diese Herrschaften wohl.

Zweieinhalb Stunden reichen bei weitem nicht aus, um im Müritzeum in Waren an der Müritz abzutauchen. Das Aquarium ist gleichzeitig auch ein Wald und ein Wildvogel-Museum. Man trifft sich mit den Bewohnern der Müritz auf Augenhöhe (und staunt nicht schlecht, mit was für Ungetümen man da doch im Sommer so das Wasser teilt), hört Kauze, Spechte, Drosseln und Amseln rufen, begleitet Kraniche und dergleichen mehr. Lernt, Wild-Spuren im Wald zu lesen und wie ein Specht zu hämmern. Aber am besten sind wohl doch die Fisch-Gesichter, von denen ich den geneigten Besuchern hier nun einige präsentiere. „Fisch-Gesichter“ weiterlesen