Besuchermagnet Schwerin

“Brijitte, wir sinn up de Weihnachtsmark”

Wenn man sich – nach entbehrungreicher Anreise – am Ziel seiner Träume wähnt…

Schwerin drunter und drüber

Das geht nur bei Tauwetter und nach knackigem Frost. Schmelzwasser muss auf der noch geschlossenen Eisdecke ruhen. Dann muss noch die Sonne scheinen. Es muss windstill sein. Und man muss dran vorbeikommen. Und ein Foto machen. Mehr ist eigentlich nicht nötig, um Schwerins Spiegelbild zu fotografieren. Man könnte fast meinen, in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt gehe es drunter und drüber – aber das ist sicherlich bloß eine optische Täuschung.

Familien-Magazin-Drama

Zweifellos kein schönes Thema: In Lübeck ist ein Ehepaar wohl direkt vor seinem Haus erschossen worden. Bis zu fünf Schüsse könnten gefallen sein. Die Nachbarschaft fürchtete zwischendurch sogar, mitten in einen Amoklauf geraten zu sein. Und der mutmaßliche Täter, der sich später selbst erschossen haben soll, war wohl der Exmann der getöteten Frau. Eifersucht, Liebe, Familienstreit? Tatmotive mag es mehrere geben. Auch die Schweriner Volkszeitung berichtet heute über die drei Toten von Lübeck. Eine Beziehungstat ist ja nicht auszuschließen. Aber darum gehört er doch nicht ernsthaft ins “Familien-Magazin”…

20140703-133528-48928249.jpg

Eis-Schloss

Nach einer turbulenten Woche mit Reisen durchs ganze Land ist jetzt mal Zeit, ein paar Schnappschüsse aus dieser Woche zu posten. Von damals, als es noch kalt war – und nicht so matschig…

20121216-174532.jpg

20121216-174557.jpg

20121216-174619.jpg

20121216-174640.jpg

Ruderfotos

Gestern war Firmencup in der Schlossbucht in Schwerin – eine Ruder-Regatta für Kollegenteams aus Büros, Kanzleien, Werkstätten und so weiter. Viele sind absolute Ruderanfänger, bekommen aber vier Übungsstunden. Die Rennstrecke gestern war 500 Meter lang. Gewonnen hat ein Sparkassenteam. Das war die Gelegenheit, mal vom Schiedsrichterboot ein paar Ruderfotos zu machen.

Den Gegner im Blick.
Kommandosache: Steuerleute können eine Mannschaft richtig pushen.
Kräftige Startphase: Bitte beachten Sie, wie sich das Skull des Schlagmanns biegt.
Regattazuschauer hatten das Renngeschehen weit draußen auf dem Wasser gut im Blick.
Kurz vor dem Start: Das Team, das wenig später als erstes über die Ziellinie fuhr. Alle Fotos: Christian Kohlhof

Beim Fotografieren kann es ja sein, dass man in eine Art Rausch verfällt – jede Menge weitere Bilder vom Firmencup der Schweriner Rudergesellschaft 2012 und eine Zusammenfassung gibts auf der Internetseite des Rudervereins.

Bunter Niesel

Der “Wellenklang” in Schwerin ließ am Sonnabend viele Zuschauer direkt vor den tanzenden Fontänen duschen.

Zuschauer vor bunten Fontänen
Wer alles gut erkennen wollte, musste nah ran - aber ohne Schirm.

Wenn Sie morgen doch noch mal zum “Wellenklang” in Schwerin gehen wollen, dann nehmen Sie am besten wasserfeste Kleidung mit. Denn wenn der Wind am Sonntag aus derselben Richtung über den Burgsee fegt, dann werden die Zuschauer auch wieder nass. Mit dem Wellenklang, einer Wasser-Fontänen-Laser-und-Feuer-Show zu Musik, hat die Landeshauptstadt den Gartensommer eröffnet. Während gigantische Wasserdüsen das Wasser des Sees rhythmisch in den Nachhimmel nebeln, projizieren zig Scheinwerfer bunte Bilder in den Niesel, der sich sanft und unausweichlich auf die Zuschauer legte. Wer im Nieselschleier Fotos von weltbekannten Sehenswürdigkeiten und Computeranimationen wirklich gut erkennen wollte, musste sich direkt, also geradezu vor die Wasserwand stellen – von den Seiten aus betrachtet blieb von der blitzenden und leuchtenden Show nur der Blick auf ein paar farbige Springbrunnen. Andererseits blieb man an den Rändern auch trocken.

So standen die tausenden Zuschauer in respektvollem Abstand im Halbkreis um die Fontänen am Burgsee, während der Wind genau aus der falschen Richtung kam. Wer den Naturgewalten und dem computergesteuerten Nieselregen standhielt, bekam eine nette Show zu sehen, mit zahlreichen Animationen in allen Regenbogenfarben zu kurzen Musikschnipseln, die allerdings eher lieblos aneinandergeklöppelt schienen. Die Show war in drei Teile gegliedert. Zwischen den ersten beiden gab es fünf Minuten Pause – die Lautsprecherdurchsage, dass die Pause bis zum dritten Teil 20 Minuten dauern würde, nutzten viele Schaulustige, um den Weg nach Hause anzutreten – wahrscheinlich, um trockene Hosen anzuziehen.

Einen Anblick wie diesen gabs nur für diejenigen, die bereit waren, sich durchnässen zu lassen.