Auto verboten

An nahezu jeder Straßenecke in der Nachbarschaft dieser Schilderwahnsinn. Wenn da jemand grundsätzlich nicht will, dass Autos überhaupt mal irgendwo parken, dann soll er es doch bitte einfach mal sagen.
Es gibt Momente, da benutzen auch überzeugte Bahnfahrer mal ein Automobil. Der individuelle motorisierte Personennahverkehr kann ja auch Freude bereiten. Diese endet in Rostock spätestens dann, wenn man nach einem erholsamen Wochenende auswärts in einen monokulturellen Schilderwald zurückkehrt, der offenbar über Nacht gewachsen ist. Ganze Straßenzüge sind ab morgen  früh Parkplatz non grata. In einer weiteren Straße gilt eine ähnliche Regelung ab Mittwoch. 

Die Gründe mögen vielfältig sein, ein Schwertransport, Straßenreinigung oder einfach nurein Werktag. Alle anderen waren mit ihren Autos jedenfalls vor mir da – aber auch ich habe schließlich noch  einen Stellplatz gefunden: Morgen früh kann ich problemlos nachsehen, ob das Auto noch dort steht, kurz vorm Bahnhof war tatsächlich noch ein legaler Parkplatz frei.

Blaubeerkäse und Autobahn

Ich fühle mich geehrt: Auf Autobahnschildern ist sozusagen die Entfernung bis zu meiner Haustür nahezu exakt angegeben.

Es gibt Tage, da kommt man nach Hause und wird gefragt, ob es denn einer schöner Tag war, und ob man vielleicht sogar etwas Besonderes erlebt habe. Heute Abend ist so ein Abend, an dem ich endlich mal aus tiefstem Herzen nicken kann und sagen kann: “Ja, heute war ein derart außergewöhnlicher Tag, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.”

Und dann würde es nur so aus mir heraussprudeln: Ich würde davon berichten, dass es in der Kantine am Frühstücksbüffet heute – Achtung – Brötchenhälften mit Blaubeerfrischkäse gab. Sowas, also nee. Man muss dazu wissen, dass der Farbton von Blaubeerfrischkäse in etwa dem der Farb-Sonderling Mauve entspricht. Ein Anblick wie dieser lässt natürlich nicht automatisch auf eine Geschmacksexplosion der wohltuenden Art hoffen, aber ein zaghafter Test hat dann immerhin doch ergeben: Blaubeerfrischkäse ist… genießbar.

Wer will nach einem Highlight wie diesem überhaupt noch etwas erwarten. Sehen Sie, ich nicht. Trotzdem habe ich auf der Rückfahrt festgestellt – und ich kann sagen, ich war überrascht und entzückt, dass die Entfernungsangaben auf den Autobahnschildern, also zum Beispiel “Rostock 86 km” oder “Rostock 35 km”, dass also diese Angaben sich nahezu exakt auf die Entfernung bis zu meiner Haustür beziehen. Vom 86-Kilometer-Schild sind es tatssächlich genau 86 Kilometer Fahrtstrecke bis zur Haustür. Ist das nicht irre? Würden Sie nicht auch total ausflippen?

Und ausgerechnet heute ist hier niemand, dem ich es gleich erzählen könnte…

Die Wetterlage

Im Wetterbericht kann man sich derzeit kurzfassen: Glatteis in Mecklenburg-Vorpommern (Screenshot von unwetterzentrale.de).

Warnkarte von unwetterzentrale.de
Im Wetterbericht kann man sich derzeit kurz fassen: Glatteis in Mecklenburg-Vorpommern (Screenshot von unwetterzentrale.de).

Ohne Worte

Was man tun und lassen soll, wo man hin darf und wohin nicht – und was man dann da tun muss oder lassen sollte. Eigentlich bleiben in Regionalbahnen keine Fragen offen. Nur einige Piktogramme werden dann noch durch zusätzliche Aufkleber mit erläuternden Texten ergänzt.

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Überbreite

Und damit das mit dem Raps und anderen Feldfrüchten auch was wird, sind zuweilen solche Maschinen nötig, die jeden Gedanken an Gegenverkehr schon von sich aus ausschließen. Und den Gedanken ans Überholen…

Traktor mit extra Reifen.
Landwirtschaft nimmt in Mecklenburg-Vorpommern einen breiten Raum ein.

Vier Wochen Bahn

Am 28. Februar habe ich den Entschluss gefasst. Es war der letzte Abend meines Urlaubs – und in der Tagesschau ging es gerade um Kraftstoffpreise, und wie entsetzlich hoch die doch sind. “Lohnt sich eigentlich Bahnfahren?”, sprach ich zu mir und beschloss kühn, so schnell wie möglich eine Antwort zu finden – und zwar schon für den nächsten Morgen. Ich kann schon jetzt sagen: Der Bahnpendler-Selbstversuch hat sich gelohnt. Ich werde es wieder tun. „Vier Wochen Bahn“ weiterlesen

Massenkarambolage

Auf der Autobahn 19 bei Rostock hat es heute einen besonders schweren Unfall gegeben. Dabei sollen mindestens 5 Menschen gestorben sein. Ein erstes Bild von der Unfallstelle auf ndr.de zeigt Feuerwehrleute zwischen ausgebrannten Wracks von Lastwagen und PKW. Noch ist vieles unklar. Nach ersten Informationen von NDR1 Radio MV sollen in die Massenkarambolage bei Kavelstorf bis zu 50 Autos verwickelt sein. Es sei durchaus möglich, dass es zehn oder sogar 20 Schwerverletzte gegeben haben könnte. Gerade eben habe ich die mobile Einsatzleitstelle des Katastrophenschutzes Richtung Autobahn ausrücken sehen. Ich selbst kam von der A20, habe also den Unfall nicht gesehen. Allerdings habe ich einen Rettungshubschrauber beobachtet, der aus Richtung A19 kam und im Südstadtklinikum landete.

Zusammenstöße habe es in beide Fahrtrichtungen gegeben. Über die Unfallursache ist noch nichts bekannt. Allerdings hieß es, möglicherweise habe der Sturm, der gerade über Mecklenburg-Vorpommern hinwegfegt, von den trockenen, noch unbestellten Äckern sehr viel Sand aufgewirbelt. In einer besonders dichten Sandwolke könnten die Autofahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren haben. Das ist gut möglich. Auch über die Autobahn 20 in Höhe Bad Doberan ist eine grau-rot-braune Sand-Wolke hinweggezogen – so in etwa wie eine gigantische Rauchwolke. Die Sandkörner prasselten auf den Lack, als würde man Reiskörner aufs Dach schütten. Das gleiche Schauspiel gab es dann noch einmal auf dem Autobahnzubringer zur Südstadt in Höhe Ziesendorf.