Kapuzenmänner als Störenfriede

Aktuell

Einbruchversuch? Verlaufen? Dummer Spaß? Mindestens zwei junge Männer haben heute Nacht das Gerüst gestürmt, das an meinem Haus steht und haben auf dem Dach anscheinend Holzschuhtanz geübt. Ein Fall für die Polizei. An Schlaf war jedenfalls nicht mehr zu denken – ich habe mir die Zeit deshalb hier im Backstage-Bereich vertrieben.

Gerade hatte ich das Licht ausgeknipst, um selig von meinem Sideblog und noch viel aufregenderen un-digitalen Dingen zu träumen, da rissen mich ungewöhnliche Geräusche aus dem Halbschlaf. Das Haus, in dem ich lebe, ist eingerüstet, weil unter anderem die Fassade erneuert wird. Gegen 3:30 Uhr hörte ich dann Schritt draußen vor meinem Fenster – auf den Gerüstbrettern im vierten Stock. Ich sah Schatten am Fenster vorbeihuschen und war dementsprechend hellwach.


Ich dachte noch, ich hätte mich getäuscht, aber plötzlich hörte ich auch über mir auf dem Dach rumpelndes Getrappel. Irgendjemand trampelte oben an der frischen Luft hin und her. Dann hörte ich auch Stimmen und kam zur Besinnung. Weil es äußerst ungewöhnlich ist, um halb Vier Uhr von Stimmen auf dem Dach und eiligem Getrappel geweckt zu werden, rief ich einfach mal die Polizei an.

Was soll ich sagen, noch während ich mit der 110 telefonierte, war erst wieder das Getrappel vom Dach zu hören. Und wenig später hasteten zwei junge Männer in dunklen Kapuzenshirts, der eine mit Rucksack auf dem Rücken, über meinen Balkon. Sie hatten es eilig, blickten weder links noch rechts, sondern kletterten hinunter und schon verschwanden ihre Köpfe unterhalb des Mauervorsprungs vom Balkon. Da das Gerüst mit einer Folie verkleidet ist, konnte ich ihnen nicht weiter zusehen.

Der Polizist in der Leitstelle sagte, die Kollegen seien schon unterwegs. Noch während ich aufgeregt in meiner Wohnung auf und ab lief, sämtliche Fenster und Dachluken siebenfach kontrollierte, hörte ich neue Geräusche. Diesmal knarrte es draußen vor der Etagentür. Und das klang so, als würde jemand die Holzleiter, die dort zur Dachluke führt besteigen. Wahlwiederholung. 110. Antwort: Die Kollegen sind schon unterwegs.

Also, so etwas Unheimliches habe ich ja lange nicht mehr erlebt. Weil an Schlaf jetzt sowieso nicht mehr zu denken war, habe ich mich wieder an den Rechner gesetzt, bzw. an den Rechner gelegt. Vom Bett aus habe ich noch ein bisschen an kohlhof.de gefeilt. Hier gibt es jetzt auch eine Sitemap und eine Liste mit allen Plugins, ohne die kohlhof.de nicht das wäre, weshalb wir es alle so schätzen.

Und zum Testen für die werte Leserschaft: Jeder kann jetzt anklicken, wie gut oder schlecht jedes Posting ist. Einen bis fünf Sterne können die Besucher dieser Internetnische für jeden Beitrag vergeben. Das läuft hier zunächst testweise, mal sehen, ob ich daran dauerhaft Gefallen finde. Das Ergebnis wird unter jedem Post angezeigt. Die am besten bewerteten Texte werden ganz rechts in der dritten Spalte aufgelistet. An der Optik muss ich noch feilen. Aber jetzt würde ich dann doch gern erstmal ein paar Minütchen schlafen. Bis später (mal sehen, was als nächstes passiert).

Autor: Christian

Der Verfasser aller Beiträge auf kohlhof.de (außer in der Kategorie "Schmidt, Schanghai")

Ein Gedanke zu „Kapuzenmänner als Störenfriede“

  1. Da zittert man ja richtig mit, au weia! Aber jetzt möchte ich noch wissen, wie das Ganze ausgegangen ist. Mussten die Jungs jetzt ihre Kapuze runterlassen oder konnten sie so verschwinden wie sie gekommen sind?? Kannst du jetzt überhaupt wieder ruhig schlafen?? Na, die bösen Buben lauern überall, ganz tragisch wirds ja, wenn es so ausgeht wie mit den beiden 17-Jährigen, verdammt nochmal, wo leben wir eigentlich …
    Und ich finde deine Seite nach wie vor seeehrrr gut!!!

Kommentare sind geschlossen.