Dwang.

Heute mal einen kleinen Umweg auf dem Weg zum Funkhaus eingelegt: Über Schwerins neueste Brücke. Sie verbindet zwei Halbinseln am Ostorfer See: Dwang und Krösnitz. Das Bauwerk ist Teil eines Radwegs im Süden der Landeshauptstadt. Echt schön. Auch echt teuer. Die ursprünglich veranschlagten 1,8 Millionen Euro haben sich im Laufe der Planungs- und Bauphase auf 3,6 Millionen Euro verdoppelt. Darin enthalten: ein schlängeliger Radweg im Zickzack an erhaltenswerten Bäumen am vom Schilf befreiten Dwang-Ufer entlang. Das ist zu teuer, findet der Bund der Steuerzahler. Die Brücke am Dwang hat darum ein eigenes Kapitel im Schwarzbuch bekommen, in dem der Verein jedes Jahr Fälle auflistet, die er für Steuerverschwendung hält. Begründung in diesem Fall: Ein anderer Uferweg, nur gut einen Kilometer länger, ganz in der Nähe, hätte doch auch weiterhin gereicht.

Geld verbrannt, nun gut. Aber was ist das denn bitte für ein Name: Dwang. Wenn man an den Stahlseilen der Brücke zupft, dann entsteht bestimmt dieses Geräusch: “Dwannnnng”.

Autor: Christian

Christian Kohlhof - Lübeck, Rostock, Schwerin... in dieser Reihenfolge

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