{"id":1020,"date":"2008-09-26T22:36:25","date_gmt":"2008-09-26T20:36:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2008\/09\/26\/nach-hansa-spiel-wasserwerfer-gegen-randalierer\/"},"modified":"2008-10-08T20:43:31","modified_gmt":"2008-10-08T18:43:31","slug":"nach-hansa-spiel-wasserwerfer-gegen-randalierer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2008\/09\/26\/nach-hansa-spiel-wasserwerfer-gegen-randalierer\/","title":{"rendered":"Nach Hansa-Spiel: Wasserwerfer gegen Randalierer"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[]'><\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/03\/updatemeldung.jpg\" alt=\"update\" \/><br \/>\n[wpsleep end=&#8221;08.10.2008 20:46&#8243;]<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/03\/aktuellmeldung.jpg\" alt=\"Aktuell\" \/>[\/wpsleep]<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/wasserwerfer_am_hansastadion.JPG\" alt=\"Wasserwerfereinsatz am Rostocker Stadion\" \/><\/p>\n<p>Nach dem Zweitliga-Heimspiel von Hansa Rostock gegen den FC St.-Pauli hat die Polizei vor dem Stadion Wasserwerfer gegen randalierende Besucher eingesetzt. Ich habe das als Reporter vom Stra\u00dfenrand aus beobachtetund habe dabei selbst eine Ladung Wasser abbekommen. Ich bin klitschnass.<!--more--><\/p>\n<p>Die Ausschreitungen sind trauriger H\u00f6hepunkt nach einem 3:0-Sieg im Stadion.<\/p>\n<p>Die Polizei hatte die Stra\u00dfe gesperrt, um zu verhindern, dass Hansa- und Pauli-Fans aufeinandertreffen. Das ist auch gelungen. Allerdings hatten die mehreren Hundert Menschen an der Polizei sperre die\u00a0 Stra\u00dfe trotz mehrfacher Aufforderungen nicht ger\u00e4umt. Die Polizei hatte schon vor dem Spiel angek\u00fcndigt, notfalls konsequent gegen sogenannte Negativ-Fans vorzugehen. Aus der Gruppe waren vereinzelt Flaschen und Steine in Richtung der Beamten geflogen.<\/p>\n<p>Der Wasserwerfereinsatz dauerte rund zehn Minuten. <span style=\"text-decoration: line-through;\">Einzelheiten \u00fcber Verletzte und Festgenommene sind aber noch nicht bekannt.<\/span> Inzwischen ist vor dem Stadion wieder Ruhe eingekehrt. Einzelheiten folgen.<\/p>\n<p>Bei den Krawallen wurden 15 Menschen verletzt, darunt sechs Polizisten. 47 Menschen, alle Rostock-Anh\u00e4nger, keine Pauli-Fans, haben die Polizisten festgenommen.<\/p>\n<p>Der Leiter der Polizei-Inspektion hat im Gespr\u00e4ch mit NDR1 Radio MV angek\u00fcndigt, dass die gewaltt\u00e4tigen Fans nun ihren allerletzten Bonus verspielt h\u00e4tten. K\u00fcnftig werde die Polizei schon vor den Spielen den Druck auf diese Gruppen erh\u00f6hen um zu verhindern, dass Wiederholungst\u00e4ter \u00fcberhautp zum Stadion kommen.<\/p>\n<p>Auch im Stadion und vor dem Spiel hatte es Provokationen und leichte Schwarm\u00fctzel mit der Polizei und G\u00e4ste-Fans aus Hamburg gegeben. Die Aggression sei dabei ausschlie\u00dflich von Rostocker Anh\u00e4ngern ausgegangen, sagte Mainka. Augenzeugenberichte von Reporterkollegen best\u00e4tigen diese Einsch\u00e4tzung<\/p>\n<p>Der Polizei-Einsatz war meinem Eindruck nach auch von der St\u00e4rke her gerechtfertigt. Die Beamten hatten mit drei Lautsprecherdurchsagen eine Gruppe von mehreren hundert Fu\u00dfballanh\u00e4ngern aufgefordert, die Kopernikusstra\u00dfe freizumachen. Dort hatten die Beamten eine Sperre errichtet, um zu verhindern, dass Hansafans und abreisende Pauli-Anh\u00e4nger aufeinander treffen.<\/p>\n<p>Nach Darstellung der Polizei h\u00e4tten die Fans starken Druck auf die Absperrung ausge\u00fcbt. Ich habe vereinzelt Flaschen und Steine in Richtung der Beamten fliegen sehen. Auch nach der &#8220;letzten Warnung&#8221; von einem der beiden Wasserwerfer hat sich die Menge nicht aufgel\u00f6st. Im Wechsel mit Wasserst\u00f6\u00dfen liefen auch immer wieder Einheiten der Polizei voraus, um die Menge auseinaner zu treiben. Dabei wurden auchh Schlagst\u00f6cke und Pfefferspray eingesetzt. Flaschen splitterten, Menschen riefen, Gerenne, Schreie, Hektik &#8211; Jagdszenen vor dem Stadion. Gesch\u00e4tzt eine Viertelstunde lang.<\/p>\n<p>Zwischen den gewaltbereiten Fans standen auch zahlreiche friedliche Hansa-Anh\u00e4nger, die darauf warteten, durch die Kopernikusstra\u00dfe Richtung Innenstadt nach Hause oder zu ihren Autos zu kommen. Die Friedlichen beklagten sich nach dem Polizeieinsatz \u00fcber die H\u00e4rte. Schlie\u00dflich sei man doch ganz friedlich gewesen &#8211; au\u00dferdem w\u00e4ren doch auch ncoh Kinder in der Menge gewesen. Das stimmt.<\/p>\n<p>Allerdings frage ich mich, was friedfertige Stadionbesucher veranlasst, genau dort im oder am Rande einer johlenden Menschenmenge zu bleiben, wenn die Polizei schon mehrfach den Einsatz von Wasserwerfern angek\u00fcndigt hat, die Pumpen schon brummen, Scheinwerfer angehen, die Beamten die Visiere herunterklappen,\u00a0ein Chor &#8220;All Cops are bastards&#8221; singt und allgemein Streit in der Luft liegt. W\u00e4re ich nicht als Reporter am Rande dabei gewesen, ich w\u00e4re jedenfalls in genau die entgegengesetzte Richtung gegangen und h\u00e4tte mich innerlich erheblich \u00fcber die Gewaltbereiten aufgeregt. Denn soviel ist klar: Schuld an den Krawallen haben diejenigen, die sich mit der Polizeia angelegt haben, die, denen es gar nicht um Fu\u00dfball geht (f\u00fcr Randale gibt es doch nach einem glatten 3:0-Heimsieg erst recht keinen Grund).<\/p>\n<p>Die Polizei hatte die Stra\u00dfensperrung vorher angek\u00fcndigt. Das h\u00e4tte sie vielleicht noch deutlicher machen k\u00f6nnen. Allerdings war es schon bei vergangenen Rangeleien so, dass es den friedfertigen Fans nicht gelingt, sich allein r\u00e4umlich von den Gewaltt\u00e4tern zu distanzieren &#8211; zehn Meter weggehen h\u00e4tte schon gereicht. Die zur\u00fcckbleibende johlende angetrunkene Menge w\u00e4re viel \u00fcberschaubarer gewesen. Im Stadion mag das noch schwierig sein, durmherum w\u00e4re das ohne Probleeme m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[wpsleep end=&#8221;08.10.2008 20:46&#8243;][\/wpsleep] Nach dem Zweitliga-Heimspiel von Hansa Rostock gegen den FC St.-Pauli hat die Polizei vor dem Stadion Wasserwerfer gegen randalierende Besucher eingesetzt. Ich habe das als Reporter vom Stra\u00dfenrand aus beobachtetund habe dabei selbst eine Ladung Wasser abbekommen. 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