{"id":110,"date":"2006-02-20T13:47:10","date_gmt":"2006-02-20T12:47:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/?p=110"},"modified":"2006-08-04T18:17:33","modified_gmt":"2006-08-04T16:17:33","slug":"munchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2006\/02\/20\/munchen\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:1215,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.thueringen.de\\\/de\\\/lzt\\\/thueringen\\\/blaetter\\\/freistaat\\\/content.html&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20161125030752\\\/http:\\\/\\\/thueringen.de\\\/de\\\/lzt\\\/thueringen\\\/blaetter\\\/freistaat\\\/content.html\\\/&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-11 23:12:11&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-05 10:30:58&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-10 19:34:41&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-21 02:40:26&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-27 16:51:13&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-31 20:52:32&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-09 12:17:57&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-14 14:23:56&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-21 06:41:40&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-24 12:45:57&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-30 02:10:01&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-07 07:36:59&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-14 11:27:49&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-17 12:31:51&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-22 12:03:15&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-25 22:07:19&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-30 10:57:40&quot;,&quot;http_code&quot;:503}],&quot;broken&quot;:true,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-30 10:57:40&quot;,&quot;http_code&quot;:503},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:1216,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/de.wikipedia.org\\\/wiki\\\/Obatzda&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20100406014110\\\/http:\\\/\\\/de.wikipedia.org:80\\\/wiki\\\/Obatzda&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-11 23:12:13&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-05 10:31:09&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-03 10:49:28&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-14 11:27:57&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-14 11:27:57&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;},{&quot;id&quot;:1217,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.deppenapostroph.de&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/web-wp.archive.org\\\/web\\\/20170112123454\\\/http:\\\/\\\/www.deppenapostroph.de\\\/&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-11 23:12:21&quot;,&quot;http_code&quot;:503},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-05 10:31:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-03 10:49:32&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-14 11:27:55&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-14 11:27:55&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p>Bevor mein Urlaub morgen Vogelgrippe-bedingt vorzeitig beendet sein wird, hier ein kurzer R\u00fcckblick auf ein Wochenende in der allem Anschein nach H5N1-freien Zone, wo Laptop und Lederhose das Bild bestimmen: M\u00fcnchen. Sechseinhalb Stunden Fahrt brachten uns am Freitag in die Hauptstadt des <a title=\"Erkl\u00e4rung Begriff Freistaat\" href=\"http:\/\/www.thueringen.de\/de\/lzt\/thueringen\/blaetter\/freistaat\/content.html\">Freistaates<\/a>  Bayern.<\/p>\n<p>Erster Termin: Einchecken im Best Western an der Dachauer Stra\u00dfe. Es sollte sich herausstellen, dass das Best Western wohl doch besser den Namen Average Western oder so verdient h\u00e4tte. Oder anders: Wenn unser Hotel sich schon die Bezeichnung &#8220;Best&#8221; gibt, dann wollen wir nicht wissen, wie es in den &#8220;durchschnittlichen&#8221; Western-Hotels aussieht. Nun gut, ich will das nicht \u00fcberbewerten, dieser Aspekt ist sowieso ein Beitrag zur Rubrik &#8220;Jammern auf hohem Niveau&#8221;, soll aber nicht unerw\u00e4hnt bleiben.<\/p>\n<p>Zimmer 404 \u00fcberraschte uns mit einer kleinen K\u00fcchenzeile hinter Schrankt\u00fcren: Mikrowelle, Herd und K\u00fchlschrank standen bereit. Sogar Geschirr gab es &#8211; und genau das hatte vor Jahr und Tag mal jemand benutzt und dann einfach wieder in den Schrank gestellt. In einer Kaffeetasse waren die restlichen Tropfen der braunen Br\u00fche zu klebrig anmutenden Pickeln vergoren. So werden sie da schon mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre, in der Tasse gelebt haben.<\/p>\n<p>Es klingelte: Vor der T\u00fcr ein Klempner mit schwerem Werkzeugkoffer, blauem Overall und wirrem Rest-Haar. Er bedauere die St\u00f6rung, aber es sei nun an der Zeit, die Wasserh\u00e4hne am Waschbecken und in der Dusche zu kontrollieren. Das sei n\u00f6tig, weil irgendetwas mit den Leitungen umgestellt worden sei. Deshalb blubbere nun ganz viel Dreck durch die Rohre, der sich in den Sieben am Wasserhahn sammelt. W\u00e4hrend der ebenso leut- wie redselige Installateur seinem Tagwerk nachging, erkl\u00e4rte er uns den Arbeitsaufwand: 188 Zimmer m\u00fcssten kontrolliert werden, an einem Tag, da m\u00fcsse man notfalls auch leider mal G\u00e4ste st\u00f6ren. Nach gef\u00fchlten zehn Minuten z\u00fcckte er die Liste mit  Zimmernummern. Wir bedankten uns f\u00fcr die ausf\u00fchrlichen Erl\u00e4uterungen, verzichteten aber auf weitere Details. &#8220;F\u00fcr ihre Geduld spendiere ich Ihnen einen neuen Duschkopf&#8221;, sagte der Blaumann, nachdem er eigentlich schon alles ganz genau kontrolliert hatte, stieg noch einmal in die Dusche und schraubte g\u00f6nnerhaft eine neue Brause an den Schlauch. Dann ging er.<!--more--><\/p>\n<p>Wir legten unser edelstes Tuch an, um wenig sp\u00e4ter durch den vergleichsweise milden M\u00fcnchner Abend zu schreiten. Im Herkulessaal der Residenz war das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks angek\u00fcndigt. Um 20:05 Uhr spielte es <strong>John Corigliano<\/strong>s &#8220;Fantasia on an Ostinato&#8221; f\u00fcr Orchester, das  Konzert f\u00fcr Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur, op. 19 von <strong>Ludwig van Beethoven und schlie\u00dflich von <\/strong><strong>Robert Schumann die <\/strong>Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 97 (&#8220;Rheinische&#8221;). Wir waren angek\u00fcndigt f\u00fcr Reihe 16 Platz 2 und 4 (rechts die geraden Nummern, links die ungeraden, wir sa\u00dfen also nebeneinander) und waren rechtzeitig da. Die M\u00fcnchner Residenz ist recht wuchtig. Garderoben, die riesige Treppe zum Foyer und das Foyer selbst verbreiten einen Charme mit einer Mischung etwas aus den 30er Jahren hat \u00fcberlebt und sich mit den 60ern gekreuzt. Die altrosa-grauen W\u00e4nde, dazu marmorne Gel\u00e4nder, riesige Fl\u00fcgelt\u00fcren aus Holz wirken zusammen irgendwie k\u00fchl.<\/p>\n<p>Der Saal an sich bietet eine bemerkenswerte Akustik, wir haben ein perfektes Orchester geh\u00f6rt. Das Publikum war begeistert. Das war auch im Radio zu h\u00f6ren. Das Konzert wurde live auf &#8220;Bayern4 Klassik&#8221; \u00fcbertragen (womit auch die ungew\u00f6hnliche Uhrzeit des Konzertbeginns erkl\u00e4rt w\u00e4re).<\/p>\n<p>Schon in der Pause zeichnete sich ab: M\u00fcnchen, das ist nicht nur die Stadt der wei\u00dfblauen oder fliederfarbenen Stra\u00dfenbahnen, der sauberen Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, schmutzigen Kaffeetassen und zahllosen Kirchen. M\u00fcnchen ist vor allem auch die Stadt der H\u00fcftleiden und anderer Beeintr\u00e4chtigungen des Bewegungsapparates. Wir haben sie nicht gez\u00e4hlt, die Damen und Herren jeden Alters, die humpelnd, wankend und schwankend an uns vorbei schlichen, teils mit Kr\u00fccken, teils auf andere Fu\u00dfkranke gest\u00fctzt. Sind das Sp\u00e4tfolgen der zahlreichen Skiausfl\u00fcge in die nahe gelegenen Alpen? Liegt es am Trinkwasser oder am Bier? Zahlen die M\u00fcnchner f\u00fcr ihren feudalen Lebensstil einen hohen Preis? Wir wissen es nicht und haben vorsichtshalber auch niemanden gefragt, aus Angst vor der brutalen Wahrheit.<\/p>\n<p>Der Herkulessaal ist nicht gerade klein. Es passen viele Menschen hinein, was man auch daran erkennt, dass nach dem Konzert an den Garderoben ein bisschen Gedr\u00e4ngel herrschte. Hier kommt nun mein neues Handy ins Spiel, mit dem man auch ganz gut telefonieren kann, das aber auch eine Kamera beinhaltet. Deshalb ist es mir ebenso eine Ehre wie es mir ein Bed\u00fcrfnis ist, meine Reiseschilderungen vermittels digitaler Fotografieren zu illustrieren. Hier nun also: :<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"573\" alt=\"Gedr\u00e4ngel im Foyer des Herkulessaals in der Residenz\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/foyer.jpg\" \/><\/p>\n<p>Drau\u00dfen war es eisig. Und dunkel:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"237\" alt=\"Kirche Nacht Laterne\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/kirche01.jpg\" \/>\n<\/p>\n<p>Wir lustwandelten noch ein bisschen durch M\u00fcnchen, fanden schlie\u00dflich nach einer f\u00fcr uns \u00fcberraschend langen Suche von gut 45 Minuten ein Lokal, stie\u00dfen aufs Konzert an und sausten mit der Tram zur\u00fcck zur benutzten Kaffeetasse.<!--more--><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen begann mit einem fulminanten Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet im Hotel und dem freundlichen Hinweis an der Rezeption, dass wir uns zwar \u00fcber K\u00fcchenzeile gefreut h\u00e4tten, die Kaffeetasse aber nicht so toll ankam. Man versprach sich darum zu k\u00fcmmern. Guter Dinge fuhren wir zur\u00fcck ins Zentrum: M\u00fcnchen ansehen.<\/p>\n<p>Nach einem Abstecher in die Frauenkirche und nebenan zu St. Peter stiegen wir dort auch auf den Aussichtsturm. Nach 404 Stufen hatten wir einen beeindruckenden Blick auf schneebedeckte Gipfel am Horizont: Der F\u00f6hn machte es m\u00f6glich. Zu unseren F\u00fc\u00dfen vor dem Neuen Rathaus marschierte inzwischen die Polizei auf. Dahinter ein Demonstrationszug mit vielen Plakaten: &#8220;Menschen, esst kein Fleisch&#8221; stand drauf. Vegetarier aller L\u00e4nder hatten sich zum Aktionstag nach M\u00fcnchen verabredet und trugen nun Spruchb\u00e4nder mit &#8220;Weg mit den Tierghetto-W\u00e4chtern&#8221; und &#8220;Nieder mit den Schlachth\u00f6fen&#8221; durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"181\" alt=\"Vegetarierdemo\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/vegetarierdemo.jpg\" \/>\n<\/p>\n<p>Andere hielten Fotos von abgeschlagenen Schafsk\u00f6pfen und blutenden Hasen in die Winterluft. Aus einem Lautsprecherwagen drang die Stimme eines professionellen Sprechers, der in seinem Berufsleben bestimmt auch schon f\u00fcr Fleischaktionen an der Real-Metzgertheke, Knacki-Grillw\u00fcrste und Schweinesteak Toskana im Vorteilspack geworben hat. In diesem Fall trug er nun immer wieder und umrahmt von panischem Kuh-Gejaule und j\u00e4mmerlichem Schafs-Gem\u00e4he vom Band Zahlen vor: 82,5 Millionen Deutschen stehen doppelt so vielen Nutztieren gegen\u00fcber. Da stimme doch was nicht. Au\u00dferdem sei Fleisch essen doof f\u00fcr die Tiere, teuer f\u00fcrs Gesundheitssystem und umweltsch\u00e4dlich (wenn ich das jetzt mal in meinen Worten sinngem\u00e4\u00df zusammenfassen darf). Sicherlich ist es richtig, gegen die Qualen der Massentierhaltung zu protestieren. Wenn aber Vegetarier derart auf den Putz hauen, wirkt das schon wieder unglaubw\u00fcrdig. Unterm Strich bedeutete das wohl: Esst Gem\u00fcse und Obst. Aber das w\u00e4re als Botschaft auf den Transparenten wohl zu langweilig gewesen. Dabei gibt es echt spannende Fr\u00fcchte. Wir \u00fcberzeugten uns davon, nachdem wir die Vegetarier und Veganer hinter uns lie\u00dfen und lieber zu den Viktualien gingen.<!--more--><\/p>\n<p>Lebensmittel, nichts anderes meint die historische Bezeichnung, gibt es auf dem Marktplatz gleichen Namens in Formen und Farben aus allen Ecken der Welt. Das ist ein Wochenmarkt, auf dem  man sich stundenlang aufhalten kann, st\u00f6bern, probieren, schauen und staunen. Unter dem Eindruck der Vegetarier-Proteste mieden wir die Wurst-Schinken-Aufschnitt-Buden und widmeten uns den Gem\u00fcse-Gesch\u00e4ften.<\/p>\n<p>Farbenfrohes Obst leuchtete in der Februar-Sonne.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"347\" alt=\"Obst Viktualienmarkt\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/obst.jpg\" \/><\/p>\n<p>Drachenfr\u00fcchte aus Vietnam, Mangos, Ananas und Obst, das von seiner Form her daran erinnert, als sei es Zutat f\u00fcr ein Klingonisches Kriegsgericht, dazu Tr\u00fcffel unter Glashauben, K\u00e4sespezialit\u00e4ten aus zig L\u00e4ndern, auch Spreew\u00e4lder Gurken, Gew\u00fcrze, Senf in kleinen Gl\u00e4sern, Kr\u00e4uter, eine unglaubliche Vielfalt also, herangeschafft aus Nord, S\u00fcd, Ost und West. Da w\u00e4re eine Frage an die Vegetarier angebracht gewesen, ob es nicht zumindest auch umweltsch\u00e4dlich ist, Obst und Gem\u00fcse zu essen. Zu sp\u00e4t. Wir erg\u00f6tzten uns an den Farben und Formen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"255\" alt=\"Chili-Schoten\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/chili.jpg\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Wir waren schon gut f\u00fcnf Stunden durch M\u00fcnchen gestrolcht, hatten das Glockenspiel am Neuen Rathaus verfolgt, hatten die sechs verwinkelten Stockwerke einer Hugendubelfiliale erkundet, uns darin aus den Augen verloren und nach einer Viertelstunde wieder gefunden, hatten Fotos gemacht:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"115\" alt=\"Blick augustiner Bierhalle Frauenkirche\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/blick.jpg\" \/><\/p>\n<p>und sp\u00fcrten unsere m\u00fcden Waden und Sohlen. Voll Sorge dachten wir an die vielen Fu\u00dfkranken vom Vortag, doch bekamen wir rechtzeitig eine ebenso freundliche wie kompetente und aufopferungsvolle Betreuung. Mandys Malchower Connections sorgten daf\u00fcr, dass uns Freunde den zweiten Teil des Tages zun\u00e4chst ins Caf\u00e9 Rottenh\u00f6fer brachten, wo wir hastig wohlschmeckende Himbeersahnetorte hinunterschlangen, um den Rest des Tages mit dem Auto eine private Rundfahrt geboten zu bekommen. Wir haben alles gesehen, es war allerdings so viel, dass wir uns gar nicht mehr an alles erinnern k\u00f6nnen. Bayerischer Landtag, Juweliergesch\u00e4fte mit T\u00fcrsteher, Feldherrnhalle, Eisbach, Feinkost K\u00e4fer, S\u00e4ulen, Palais und noch viel mehr, die Oktoberfestwiese und ein Mercedes-Autohaus, das die Wagen im Schaufenster stapelt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"222\" alt=\"benzstapel\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/benzstapel.jpg\" \/><\/p>\n<p>Inzwischen war auch schon genug Zeit seit der Vegetarierdemo vergangen, so dass wir uns ruhigen Gewissens in die Augustiner Bierhalle setzen konnten, um dort halbe Enten, Tellerfleisch und Fleischpflanzerl, Kaiserschmarrn und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Obatzda\">Obatzter<\/a>  zu verdr\u00fccken und ganz viel Bier zu trinken.<!--more--><\/p>\n<p>In M\u00fcnchen ist es in vielen K\u00fcchen Sitte, bereits vor 22 Uhr die Herde auszuschalten. Dies hat ein unglaubliches Gedr\u00e4ngel in s\u00e4mtlichen Lokalen in den ersten Abendstunden zur Folge, das f\u00fcr die hungrigen G\u00e4ste auf der Suche nach einem freien Tisch ein bisschen Stress bedeutet und f\u00fcr die Resis, die hier servieren, jede Menge Stress. Die H\u00fctte war voll, es war laut und es war unglaublich gem\u00fctlich. Auch in M\u00fcnchen droht Fasching, schon bald wird es auf dem Viktualienmarkt traditionsgem\u00e4\u00df hoch hergehen &#8211; und auch im Augustiner werfen gro\u00dfe Ereignisse ihre Schatten voraus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"265\" alt=\"Reinland\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/reinland.jpg\" \/><\/p>\n<p>Na ja, wer sich \u00fcber solche Fehler aufregt, sucht auch nach dem H in der Suppe. Ich f\u00fcge dieses Bild hier auch nur in der Hoffnung an, dass mein eigener Text vollkommen fehlerfrei ist. Dieses Plakat sollte jedenfalls nicht die einzige schriftliche Besonderheit bleiben an diesem Wochenende.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfenbahn brachte uns nach einem \u00e4u\u00dferst gutgelaunten Abend zur\u00fcck ins Hotel. Ein kontrollierender Blick in den K\u00fcchenschrank: Die Tasse hatte sich nicht ver\u00e4ndert. Wir waren zu ersch\u00f6pft, um noch ernsthaft dar\u00fcber zu debattieren.<!--more--><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag brachte nach dem Auschecken noch einmal die M\u00f6glichkeit, durch M\u00fcnchen zu fahren, oder besser: Streckenweise unter M\u00fcnchen hindurch zu fahren. Viele Hauptstra\u00dfen verlaufen immer wieder unter der Erde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"199\" alt=\"tunnel\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/tunnel.jpg\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Chinesischen Turm im Englischen Garten, wo wir mit unseren G\u00e4stebetreuern verabredet waren, bot sich an einer Ampel noch die Gelegenheit f\u00fcr einen Blick aufs Bayerische Nationalmuseum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"435\" alt=\"Bayerisches Nationalmuseum\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/nationalmuseum.jpg\" \/>\n<\/p>\n<p>Im Garten dann vor dem ausgedehnten Spaziergang mit gef\u00fchlt 1,3 Millionen anderen M\u00fcnchnern zun\u00e4chst Wei\u00dfwurscht und s\u00fc\u00dfer Senf, Brezn und wieder mal Obatzter. Auf Bratkartoffeln haben wir vor lauter Schreck verzichtet:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"259\" alt=\"Bratkartoffeln\" src=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/wp-content\/uploads\/2006\/02\/bratkartoffeln.jpg\" \/><\/p>\n<p>Hier nur noch der Hinweis auf die Internetseite <a href=\"http:\/\/www.deppenapostroph.de\/\">www.deppenapostroph.de<\/a>.<\/p>\n<p>Kaum hatten wir unsere Eindr\u00fccke einigerma\u00dfen verarbeitet, waren wir schon auf dem Heimweg. Was f\u00fcr ein geniales, abwechslungsreiches Wochenende!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor mein Urlaub morgen Vogelgrippe-bedingt vorzeitig beendet sein wird, hier ein kurzer R\u00fcckblick auf ein Wochenende in der allem Anschein nach H5N1-freien Zone, wo Laptop und Lederhose das Bild bestimmen: M\u00fcnchen. Sechseinhalb Stunden Fahrt brachten uns am Freitag in die Hauptstadt des Freistaates Bayern. 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