{"id":1529,"date":"2009-01-22T10:08:59","date_gmt":"2009-01-22T09:08:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/?p=1529"},"modified":"2009-01-22T23:50:11","modified_gmt":"2009-01-22T22:50:11","slug":"leck-im-dach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2009\/01\/22\/leck-im-dach\/","title":{"rendered":"Leck im Dach"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[]'><\/div>\n<p>Kuck an, wie doch die Zeit vergeht. Es ist schon zwei Jahre her, dass die Renovierungsarbeiten an dem Haus, in dem ich wohne, begonnen haben. Selbstverst\u00e4ndlich sind die l\u00e4ngst beendet, die W\u00e4remd\u00e4mmung rundherum ist auch ein Segen &#8211; ein neu eingebautes Dachfenster macht aber immer noch Sorgen. Oder ist es doch irgendeine Isolierungsfolie, die irgendwer irgendwann falsch verlegt hat? Jedenfalls: Die <a title=\"Beitrag bei kohlhof.de\" href=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2007\/04\/16\/baustelle\/\">Handwerker sind wieder<\/a> da. Das ist sch\u00f6n und war so zun\u00e4chst mal wieder nicht zu erwarten. Denn die bisherige Hausverwaltung wollte gar nicht glauben, dass es in meinem K\u00fcchendach ein Leck gibt. Als es im Dezember anfing zu tr\u00f6pfeln, schrieb ich dem guten Mann vom Verwaltungsb\u00fcro eine Mail.<\/p>\n<p>Als Antwort auf die Nachricht vom tropfenden Dach bekam ich den Ratschlag, mir im B\u00fcro zu den \u00fcblichen \u00d6ffnungszeiten Hinweise \u00fcber richtiges Heizen und L\u00fcften abzuholen, da es sich nur um Kondenswasser handeln k\u00f6nne, was da aus der Decke in meine K\u00fcche rinnt. Das war eine bemerkenswerte Analyse, ohne die Leckage in Augenschein genommen zu haben. Tats\u00e4chlich \u00fcberrascht eine Antwort wie diese auch nicht, schlie\u00dflich fiel das Verwaltungsb\u00fcro bislang vor allem dadurch auf, dass es Briefe an die Mieter verschickte, die nicht unterschrieben waren. Stattdessen las man dort den Hinweis, dass das Schriftst\u00fcck maschinell erstellt worden sei und deshalb keine Unterschrift trage.<\/p>\n<p>Da stellt man sich selbstverst\u00e4ndlich sofort die apokalyptische Menge an Briefverkehr vor, die in einer Hausverwaltung t\u00e4glich anf\u00e4llt. Vor allem aber auch die gigantische Druckerei, in der Nebenkostenabrechnungen und Fernanalysen \u00fcber Dachleckagen im Akkord gedruckt, gefaltet, einget\u00fctet, versiegelt und auch noch versendet werden. Was f\u00fcr ein gigantisches Unternehmen muss das sein. Beeindruckend, nicht wahr? Ja. Und die viele Arbeit, die man als Verwalter sonst noch so hat, jedenfalls so viel, dass man nicht mal genug Zeit hat, Briefe zu unterschreiben. Man muss ja schon die ganze Zeit am Schreibtisch sitzen und Ferndiagnosen stellen. Daf\u00fcr hat der gute Mann nun noch ein bisschen mehr Zeit. Dieses Haus jedenfalls wird seit Anfang des Jahres von einem anderen Unternehmen betreut.<\/p>\n<p>Vielleicht ist das auch der Grund, dass in der vergangenen Woche doch mal der Bauleiter K\u00fcche, Leck und Stockflecken in Augenschein nahm. Seine Diagnose: Da sammelt sich Kondenswasser, allerdings irgendwo in der Isolierung &#8211; und deshalb muss nun also genau gesucht werden, wo denn der Fehler zwischen Dach und K\u00fcche liegt.<\/p>\n<p>Was heute fr\u00fch um kurz nach 7:30 Uhr mit einem sozusagen chirurgischen Schnitt in eine Rigipsplatte begonnen hat, hat inzwischen die Ausma\u00dfe einer fachgerechten Amputation. Mit einer Hand-Kreiss\u00e4ge hat der freundliche Mann vom Bauunternehmen lange Streifen aus der Rigipsdecke herausgeschnitten auf der Suche nach dem Leck. Irgendwo an einem der Holzbalken oder an der Naht entlang der Au\u00dfenwand muss das Loch in der Isolation doch zu finden sein.<\/p>\n<p>Ein Ende ist bislang nicht abzusehen, aber der Mann vom Bau hat schon mal geflucht, wie \u00e4rgerlich es doch sei, die &#8220;Schei\u00dfe von anderen Leuten ausbessern&#8221; zu m\u00fcssen. Ich versuche, die Laune mit frischem Kaffee aufrecht zu erhalten. Inzwischen staune ich wieder \u00fcber die Menge feinsten Gips-Staubes, die zwangsl\u00e4ufig entsteht, wenn die Schei\u00dfe von anderen Leuten augebessert werden muss. Bis 16:15 Uhr, zum Feierabend, soll das Problem gel\u00f6st sein. Mir ist jetzt schon klar, dass ein weiterer Termin n\u00f6tig sein wird. Schlie\u00dflich muss ja auch noch ein Maler die Narben in der Decke wieder kaschieren.<\/p>\n<p><em>Disclaimer: Damit keine Missverst\u00e4ndnisse aufkommen: Ich bin froh, dass der Mann da ist und sich so gewissenhaft auf die Suche nach dem Leck macht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kuck an, wie doch die Zeit vergeht. Es ist schon zwei Jahre her, dass die Renovierungsarbeiten an dem Haus, in dem ich wohne, begonnen haben. Selbstverst\u00e4ndlich sind die l\u00e4ngst beendet, die W\u00e4remd\u00e4mmung rundherum ist auch ein Segen &#8211; ein neu eingebautes Dachfenster macht aber immer noch Sorgen. 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