{"id":1668,"date":"2009-03-03T23:43:46","date_gmt":"2009-03-03T22:43:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/?p=1668"},"modified":"2009-03-03T23:43:46","modified_gmt":"2009-03-03T22:43:46","slug":"verwarnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2009\/03\/03\/verwarnt\/","title":{"rendered":"Verwarnt"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:572,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.ndr1radiomv.de\\\/leamarie106.html&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.ndr.de:443\\\/radiomv&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'><\/div>\n<p>Im Fall der <a title=\"Bericht \u00fcber den Prozessauftakt\" href=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2009\/02\/11\/unprofessionelles-amtsgericht\/\">jahrelang misshandelten Lea-Marie<\/a> aus Teterow hat das Amtsgericht G\u00fcstrow heute eine ehemalige Mitarbeiterin des Jugendamtes zu einer Geldstrafe auf Bew\u00e4hrung <a title=\"Bericht auf ndr1radiomv.de\" href=\"http:\/\/www.ndr1radiomv.de\/leamarie106.html\">verurteilt<\/a>. Die Frau muss den Betrag von zusammen 5000 Euro nur dann zahlen, wenn sie sich innerhalb eines Jahres etwas zuschulden kommen l\u00e4sst. Unabh\u00e4ngig davon muss die 56-J\u00e4hrige dem M\u00e4dchen 2000 Euro zahlen. Die Frau habe eine fahrl\u00e4ssige K\u00f6rperverletzung durch Unterlassen begangen, urteilte das Gericht und verwarnte die Angeklagte.<\/p>\n<p>Die eigene Mutter hatte ihre Tochter Lea-Marie mit hei\u00dfem Wasser \u00fcbergossen und dem Kind immer wieder Essigessenz und Kalkreiniger eingefl\u00f6\u00dft. Sie habe auf diese Weise Geld von einer Versicherung kassieren wollen. Lea-Marie wird ihr Leben lang an den Folgen leiden. Sie lebt inzwischen bei einer Pflegefamilie. Die Mutter wurde bereits zu neun Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt.<\/p>\n<p>In der Urteilsbegr\u00fcndung hie\u00df es, die Jugendamtsmitarbeitern h\u00e4tte das Leiden des M\u00e4dchens abk\u00fcrzen k\u00f6nnen, wenn sie den Hinweis einer \u00c4rztin auf die Verletzungen des Kindes ordnungsgem\u00e4\u00df an ihre Kollegen weitergeleitet h\u00e4tte oder wenn sie sich selbst f\u00fcr das Kind eingesetzt h\u00e4tte. Allerdings treffe auch die \u00c4rzte eine Mitschuld. Rund 30 Mal hatte die Mutter ihre Tochter mit Ver\u00e4tzungen in Mund, Rachen und Speiser\u00f6hre in Krankenh\u00e4user gebracht. Die \u00c4rzte h\u00e4tten unter anderem viel zu sp\u00e4t Rechtsmediziner eingeschaltet.<\/p>\n<p>Die Mutter war mit ihrem verletzten Kind immer wieder zu anderen Kliniken gefahren, um wenig Verdacht zu erregen.<\/p>\n<p>PS: Ich selbst war nicht im Gericht &#8211; denn ich arbeite jetzt ja <a title=\"&quot;Ver\u00e4nderungen&quot; - Beitrag auf kohlhof.de\" href=\"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2009\/02\/12\/veranderungen\/\">in Schwerin<\/a>. Dar\u00fcber berichte ich bald mal mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fall der jahrelang misshandelten Lea-Marie aus Teterow hat das Amtsgericht G\u00fcstrow heute eine ehemalige Mitarbeiterin des Jugendamtes zu einer Geldstrafe auf Bew\u00e4hrung verurteilt. Die Frau muss den Betrag von zusammen 5000 Euro nur dann zahlen, wenn sie sich innerhalb eines Jahres etwas zuschulden kommen l\u00e4sst. 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