{"id":723,"date":"2007-11-25T15:57:31","date_gmt":"2007-11-25T14:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2007\/11\/25\/n-p-k-d-m-c-h-s-e\/"},"modified":"2007-11-25T20:42:09","modified_gmt":"2007-11-25T19:42:09","slug":"n-p-k-d-m-c-h-s-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kohlhof.de\/kohlhof\/2007\/11\/25\/n-p-k-d-m-c-h-s-e\/","title":{"rendered":"N, P, K, D, M, C, H, S, E"},"content":{"rendered":"<div class='__iawmlf-post-loop-links' style='display:none;' data-iawmlf-post-links='[]'><\/div>\n<p>Es folgt eine dieser Hardware-Anschlie\u00dfen-Hotline-Anrufen-<br \/>\nMistfinken-Frust-Geschichten.<\/p>\n<p>Der Notebookbesitzer N hat sich beim Internetprovider P eine Telefon- und Internetflatrate bestellt. Der Firmenname von P ergibt, mathematisch interpretiert, die Summe 2. Um diese Flatrate zu nutzen, muss hypermoderne Hardware installiert werden, die P umgehend und vertragsgem\u00e4\u00df N zugeschickt hat.<\/p>\n<p>N hat in Computerangelegenheiten wenig Praxis und entschlie\u00dft sich, externen Sachverstand hinzuzuziehen. Mit der Aufgabe, DSL-Modem, Splitter, ISDN-Anschluss und Computer zu einem funktionierenen Ganzen zu verbinden, wird der Rundfunkreporter K beauftragt.  K reist in Begleitung der liebreizenden M an.<\/p>\n<p>K hat in den vergangenen Jahren schon oft Aufgaben dieses Ausma\u00dfes erledigt. Bedienungs- und Installationsanleitungen hat er dabei oft nur geringe Beachtung geschenkt, weil mit den Jahren eben gewisse Handgriffe und Abl\u00e4ufe einfach sitzen.<\/p>\n<p>Weil es in diesem Fall aber auch um den guten Ruf des K geht, entschlie\u00dft er sich, die reichlich und bunt bebilderte beigelegte Anleitung sklavisch zu befolgen. K st\u00f6pselt weisungsgem\u00e4\u00df hier und steckt untert\u00e4nigst da, juckelt daran und fummelt dort bis alles so aussieht wie auf Bild Nummer 6 von Installationskapitel 1. Eben an jener Stelle steht auch, dass nun die DSL-Leuchte D dauerhaft leuchten soll. Bis es soweit ist k\u00f6nne es aber ein paar Minuten dauern.<\/p>\n<p>Auch nach zehn Minuten leuchtet D nicht mal matt. K kommt zu dem Schluss, dass der Fehler wohl auf der Anwenderseite liegen muss, und entsp\u00f6pselt und entsteckt reum\u00fctig s\u00e4mtliche Leitungen zwischen Splitter, Modem, ISDN-Adapter und Telefon. N gibt derweil pflichtschuldig gutgemeinte aber vollkommen nutzlose Tipps aufs Geratewohl.<\/p>\n<p>K hat derweil wieder auf dem Boden kriechend Strippen gezogen und blickt gebannt auf die D, die aber nicht leuchtet. Ks Blick f\u00e4llt auf den Hinweis in der Bedienungsanleitung, in dem P Hilfe durch seine Hotline H anbietet, die man unter einer 0900er-Nummer zum Preis von 0 bis 24 Cent pro Minute, nutzen darf, wie es hei\u00dft.<\/p>\n<p>K st\u00f6\u00dft die \u00fcblichen Verw\u00fcnschungen \u00fcber digitales Raubrittertum und Online-Wegelagerei aus und wird von der Computerstimme C bei H begr\u00fc\u00dft. C will alles ganz genau wissen: Kundennummer, Anschlussart, Tarif, Art des Problems, Art der Fragestellung und so weiter. K sagt betont deutlich Ziffern, artikuliert &#8220;D-S-L&#8221;, &#8220;Flatrate&#8221;, &#8220;Freischaltung&#8221; und &#8220;Hilfe&#8221; in die Muschel und f\u00fcgt zwischendurch immer ein &#8220;Ja&#8221; ein, weil C freundlich s\u00e4mtliche Antworten noch einmal wiederholt und wissen will, ob denn alles richtig verstanden wurde. Nachdem K sich knapp 3 Minuten lang durch H gehangelt hat, entgegnet C, dass K leider &#8220;au\u00dferhalb unserer Gesch\u00e4ftszeiten&#8221; anruft. K st\u00f6\u00dft w\u00fcste Fl\u00fcche aus. W\u00e4hrend C besorgt nachfragt, dass die letzte Angabe leider nicht verstanden&#8230; legt K w\u00fctend auf.<\/p>\n<p>K f\u00fchlt sich in jeder Hinsicht in seiner Telefonhotlineabscheu T best\u00e4tigt und beschlie\u00dft k\u00fchn, es nun auf seine Art zu versuchen mit der Computer-Frickelei. Er \u00fcberspringt zwei Kapitel in der Installationsanleitung und verbindet Modem und Computer per Netzwerkkabel. Er tr\u00e4gt den beigelegten Sicherheitscode in ein Web-Interface des Modems ein &#8211; eine, zwei, drei Sekunden sp\u00e4ter leuchtet D dauerhaft. N staunt, M macht Mittag, K kommt zu folgendem Fazit:<\/p>\n<p>P liefert eine grob falsche Installationsanleitung, deren T\u00fccken Laien  wohl nie umschifft h\u00e4tten und ist zudem nicht in der Lage, oder wohl eher nicht gewillt, an Sonntagen einen Hinweis in der Hotline abzupielen, der gleich zu Beginn signalisiert, dass gerade niemand erreichbar sei.<\/p>\n<p>K z\u00e4hlt 1 und 1 zusammen und denkt inzwischen \u00fcber eine geschliffene E-Mail E nach, in der er P mitteilen wird, dass P eine eine einzige Saubande S bildet,  die ihn gef\u00e4lligst mal am Ges\u00e4\u00df A lecken darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt eine dieser Hardware-Anschlie\u00dfen-Hotline-Anrufen- Mistfinken-Frust-Geschichten. Der Notebookbesitzer N hat sich beim Internetprovider P eine Telefon- und Internetflatrate bestellt. Der Firmenname von P ergibt, mathematisch interpretiert, die Summe 2. 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