Die nächste GA

Nach der IGA 2003 in Rostock und der LaGA 2002 in Wismar nun also die BUGA 2009 in Schwerin. Die Bundesgartenausstellung ist die dritte Schau, also die dritte GA mit Blüten, Pflanzen, Büschen und Gehölzen in Mecklenburg-Vorpommern binnen sieben Jahren.Das Schloss scheint nun in einem Blütenmeer zu liegen.

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Das Schweriner Schloss scheint aus dem richtigen Blickwinkel gesehen in einem Meer aus Tulpen zu liegen. Fotos: Christian Kohlhof

Mit sieben Gärten rund ums Schloss präsentierte sich die BUGA am Eröffnungstag unter leuchtender Frühlingssonne. 20.000 Besucher kamen nach Buga-Angaben, um die Chance zu nutzen, am ersten BUGA-Nachmittag kostenlos die Gärten besuchen zu können.

Das Gelände liegt mitten in der Stadt. Besondere Attraktion: Eine schwimmende Brücke, die zwei BUGA-Bereiche verbindet und einen Blick aufs Schloss bietet, der bislang Kapitänen und deren Fahrgästen vorbehalten war. Die Schau, zu der die Organisatoren mit 1,8 Millionen Besuchern rechnen, ist noch 171 weitere Tage geöffnet.

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Aus der Sicht des Schlosses sieht das in etwa so aus.

Rostock vs. Schwerin II

Folge II im knallharten Vergleich aus eigener Erfahrung. Rostock gegen Schwerin. Heute: Parkplatzsituation

Rostock schafft den Ausgleich: In der Großstadt ist jedenfalls kein Anwohnerparkausweis notwendig, um das Auto in einigermaßen erträglicher Nähe zu den angemieteten vier Wänden abstellen zu dürfen – jedenfalls in dem Viertel, in dem ich lebe. Es gibt auch keine Parkscheinautomaten. Einziges Manko in Rostock: Die Suche nach einem ordnungsgemäßen Stellplatz kann manchmal recht lange dauern.

In Schwerin geht rings um meine Unterkunft ohne Anwohnerparkausweis allerdings nicht viel. Oder irgendwie doch – man kommt in Kontakt: Schon zum zweiten Mal wurde ich nun von wohlmeinenden Nachbarn – die wie zufällig an meinem gerade abgestelllten Wagen vorbeischelnderten – freundlich darauf hingewiesen, dass an jener Stelle ein Anwohnerparkausweis zwingend vorgeschrieben sei. Als Alternative gibt es dann noch ein paar kostenpflichtige Kurzzeit-Parkplätze um die Ecke.

Eine Suche auf schwerin.de nach “Anwohnerparkausweis” liefert als Ergebnis allerdings: 0. Das liegt daran, wie ich nach zehn Minuten Rumgeklicke auf der Seite des Bürgerbüros herausfand, dass ein Anwohnerparkausweis im Bürgerbüro wohl eigentlich Anwohnerparkberechtigung genannt wird. Jedenfalls falle das in den Zuständigkeitsbereich jener Abteilung. Allerdings finden sich an jener Stelle keine weiteren Links, weshalb ich erneut die Suchfunktion bemühe. Allerdings liefert auch die Suche über das Suchfeld nach diesem Begriff als Terffermenge eine glatte 0. Das liegt nun wiederum daran, dass die Anwohnerparkberechtigung eigentlich doch Bewohnerparkkarte genannt wird (wie ich nach weiterem freudlosem Herumgeklicke herausfinde). Zumindest steht auf dem Formular, das man sich herunterladen kann… Nein, stopp. Auf dem Formular steht: “Antrag auf Erteilung einer Sonderberechtigung für Bewohner nach $45 StVO”.

Nun habe ich also schon mal den Antrag gefunden. Wenn ich jetzt noch irgendwo eine Angabe dazu finde, welche Preise denn für diese Anwohnerparkausweisberechtigungskarte fällig werden, wäre ich glücklich. Aber die Suche auf Schwerin.de nach dem Begriff  “Bewohnerparkkarte” liefert – man ahnt es bereits  „Rostock vs. Schwerin II“ weiterlesen

Rostock vs. Schwerin

Jetzt habe ich also auch eine Adresse in Schwerin – damit ich nicht zwangsläufig um 2:30 Uhr nachts in Rostock aufstehen muss, um pünktlich zum Frühdienst in Schwerin zu sein. Künftig reicht es also, wenn der Radiowecker bei Bedarf um 4 Uhr in Schwerin losträllert. Ist das nicht fantastisch?

Aber davon mal ganz abgesehen stellt sich natürlich die Frage, was denn nun besser ist: Großstadt an der Ostsee oder Kleinstadt in einem Meer aus Seen. Und wo bietet sich eine bessere Gelegenheit, das zu vergleichen als hier. Der knallharte Städte-Check und -Vergleich – und das aus der Sicht eines Zugereisten. Da ich meine Wurzeln nicht leugnen kann, werde ich zwischendurch auch mal den Lübeck-Joker ziehen.

Vergleich Nummer 1: Direktes Wohnumfeld

– Rostock bietet einen ehemaligen Friedhof als üppige Grünanlage direkt in der Nähe, dazu ein optisch leicht missratenes Ärzte- und Geschäftshaus aus Glas und Stahl. Der Hauptbahnhof ist auch nah dran. Das Kneipenviertel in der Nähe. Dachgeschoss im Mietshaus: Alter etwa 100 Jahre.

– Schwerin: altes Innenstadthaus, wohl aus dem 19. Jahrhundert, Hochparterre. Gewissermaßen in direkter Nachbarschaft: Ein Innenministerium, ein rechteckger Teich und eine Kirche mit Fürstengruft. Richtung Schloss gibt es mehrere Lokale.

– Fazit: Schwerin liegt leicht vorn, aber nur weil a) Fürstengruft schon unschlagbar ist und b) in meiner Rostocker Nachbarschaft etwas Vergleichbares fehlt (nun gut ein ehemaliger Friedhof, aber das ist was anderes).

Rostock : Schwerin – 0 : 1