Lampen von unten

Mein neuer Instagram-Kanal: Lampen von unten gesehen. Helle Momente mit Blick ins Licht

Da geht einem ein Licht auf: lampenvonunten auf Instagram

Es ist ja eigentlich immer alles eine Frage der Perspektive. Vor vielen Monden saß ich in einem Lokal und wandte den Blick aus nicht mehr zu ermittelnden Gründen himmelwärts. Über unseren Köpfen hing das:

Blick in einen orange schimmernden Lampenschirm, der aus mehreren Kreisen oranger Glastropfen besteht, die von der Glühlampen angeleuchtet werden und darum gelb-orange strahlen.
Deckenlampe wie ein Feuerwerk.

Eine Art oranges Feuerwerk – in dem drei Glühlampen große Glastropfen ringsum in feurigwarmes Licht tauchten.

Das war die Antwort auf eine Frage, die bislang wohl kaum jemand gestellt hat: Wie sehen eigentlich Lampen von unten aus? Man schaut doch unbewusst achtlos dran vorbei. Jedenfalls ist das alles ein Aspekt von betörender Bedeutungslosigkeit, wenngleich die Eleganz mancher Illumination von unvergleichlicher Schönheit sein kann.

Jedenfalls ging mir ein Licht auf, dass das mein nächstes Instagramprojekt wird: Lampen von unten. Mein erstes Zwischenziel nach einem Elevator-Pitch mit mir selbst: Eine zweistellige Followerzahl. Folgen lohnt sich, man sieht dann Fotos wie diese:

Mehr Disney geht nicht

Das Schweriner Schloss leuchtet am Abend sehr eindrücklich lila. Sieht schön aus – und hat einen ernsten Hintergrund.

Der 17. November ist Welt-Frühgeborenen-Tag. Um darauf aufmerksam zu machen, leuchten viele Betreiber ihre Gebäude mit lila Licht an. An diesem Tag wollen die Initiatoren darauf hinweisen, dass zum Beispiel in Deutschland etwa jedes zehnte Kind früher geboren wird als es eigentlich erforderlich wäre. Damit sind Frühgeborene eine große Patienten-Gruppe, die nicht nur direkt nach der Geburt, sondern auch im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung oft Risiken ausgesetzt sind und besonderer Betreuung, Zuwendung oder Behandlung bedürfen.

Auch in Pink oder Lila ein lohnendes Fotomotiv: Die Pfützen vor dem Schweriner Schloss.

An Abenden wie diesen ist der Sitz des Landtages ein besonders lohnendes Motiv. Das Licht, die Fassade, die beleuchteten Torbögen, das nasse Kopfsteinpflaster, die Pfützen am Straßenrand, die Physik spiegelnder Oberflächen… hach. Ach ja: der Mond auch noch. Man rechnet eigentlich damit, das jeden Moment irgend ein giggelnder Disney-Elf im perfekten Bogen über die Türmchen schwirrt, einen funkensprühenden Schweif an den Nachthimmel zaubert und dann ein Film beginnt.

So gesehen war das Schloss an diesem Dienstag ein besonders besonderer Hingucker. Immer wieder hielten Autos an, manche Wagen standen gar quer zur Zufahrt der Schlossbrücke – vermutlich, um zum Fotografieren bloß nicht auch noch aussteigen zu müssen.

Im fahlen Widerschein der lila Lampen krochen Fotografen jedweden Geschlechts über das funkelnasse Pflaster rund um die historische Fassade, um sowohl Mond und Monumente, als auch Licht und lila Wolken spektakulär festzuhalten.

Abblendlicht am Schloss.

Da wollte ich nicht fehlen. Dies ist meine Bilderausbeute.