Spa fürs Rad

So funktioniert die Fahrradwaschanlage in Rostock – und das kann sie.

Blick in eine Fahrradwaschanlage: Fahrrad von vorn. Schwarze Bürsten rotieren, tausende Wassertropfen spritzen, der schwarz lackierte Lenker glänzt nass.
Düsen, Bürsten, Lappen: Waschanlage für Fahrräder.

Es ist wohl so eine Art Wellness für Zweiräder: Beim Fahrradladen in Rostock-Schutow steht jetzt eine Fahrrad-Waschanlage. Ein silberner, brummender Kasten, in dem Bürsten wirbeln, Lappen flappen, Düsen sprühen und heiße Luft heulend um Rahmen, Reifen und Speichen wirbelt. Heraus kommt nach zwölf Minuten ein wahrlich sauberes Fahrrad, bei dem nur an einigen Stellen noch ein wenig Nachwischen erforderlich ist. Da zum Schmutzpeeling auch ein Ultraschallbad gehört, das Öl und Fett entfernt,

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Straßenbahnunfall in Rostock

Die Schäden an der Straßenbahn machen die Wucht des Aufpralls deutlich.

Es war der pure Zufall. Geplant war ein kurzer Mittagsspaziergang rund um den Homeofficeblock. Ein Polizeibus sperrte da gerade den Goetheplatz in Rostock stadtauswärts ab. Jenseits der Bahnhofsbrücke flackerten gefühlt hunderte Blaulichter. Reporterneugier ließ mich besonders schnell schneller werden. Wenige Augenblicke später fand ich mich inmitten der Hektik nach einem großen Unfall wieder. Auf Höhe Platz der Freundschaft waren zwei Straßenbahnen zusammengestoßen. Die nächsten sechs Stunden verbrachte ich damit, online, bei NDR 1 Radio MV und im Nordmagazin über den Einsatz der Rettungskräfte, die Lage an der Unfallstelle und schließlich die Aufräumarbeiten zu berichten.

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“Wohoo!”

Was muss das für ein Gefühl sein, wenn einen der Sturm in die Höhe hievt, gut zehn Meter sogar, hoch über das tosende Wasser trägt und dann sanft wieder in die Brandung setzt? Jedenfalls hat man dann wohl das Bedürfnis, die Faust gen Himmel zu recken und laut “Wohooo!” zu rufen, während einen eine neue Böe weiter reißt zum nächsten Höhenflug. Für die vielen Kitesurfer in Warnemünde jedenfalls war das heute wohl der beste Tag des Jahres. Vielleicht auch, weil es so viele bewundernde Blicke vom Strand aus gab.

Kitesurfer in der Brandung vor Warnemünde
Kitesurfer in der Brandung vor Warnemünde

Kräftige Sturmböen, auflaufendes Hochwasser, rauschende Brandung und viele spazierende Zuschauer am Strand – im gleißenden Licht der Januar-Sonne über Warnemünde. Die bunten halbrunden Drachen der Surfer sieht man schon hoch am blauen Himmel, noch bevor man es über die Dünen geschafft hat. Auf dem Wasser herrscht regelrecht Gedränge. Surfer lassen sich vom Wind quer zum Strand ziehen, links, rechts, raus auf die See, zurück gen Strand, werfen mit ihren Boards gischtende Fontänen auf, während ein paar Meter weiter der nächste zum Höhenflug abhebt.

Die Ostsee hatte leichten Schaum von Seepflanzen angespült. Wie Milchschaum lag der dicke Flaum im Sand – und immer, wenn Sturmtief Nadia Lust hatte, pustete es so kräftig in den weißen Flausch, dass dicke Flocken landeinwärts purzelten, zwischen den Beinen und Füßen der hunderten Spaziergänger hindurch Richtung Dünen.

Weiße Schaumflocken am Strand von Warnemünde
Der Sturm hat auch ein wenig Algenschaum an den Strand gespült.

Dort bot sich ein ganz anderes Schauspiel. Das Winterwetter und vor allem der Sturm des Wochenendes hat mit dem feinen Sand gespielt und ihn zu hohen Wällen aufgetürmt, Berge fast schon, und hat glattgepustete Plateaus daneben geschüttet. Manche Strandzugänge sind fast unpassierbar.

Panoramaaufnahme eines Strandaufgangs von Warnemünde, links geht die Sonne hinter Dünen unter, auf dem Wasser sind viele bunte Kitesurfer-Drachen zu sehen, rechts steht das Hotel Neptun im Sonnenlicht.
Sturmtag in Warnemünde – irgendwie idyllisch

Ein paar Meter weiter sieht es aus, als kauerten die tapfersten Sandkörner hinter Muschelhälften, die im Sand stecken oder kleinen Steinchen. Wie die kleinsten Dünen der Welt scheinen sie Schutz vor dem grimmigen Wind zu suchen, um nicht auch noch Richtung Hotel Neptun mitgerissen zu werden. Ganz ähnliche Szenen werden sich in der Hochsaison hier auch wieder abspielen, dann aber in einem anderen Maßstab, wenn sich Touristen hinter ihren viel zu bunten Windfang-Zelten ducken.

Jedes Sandkorn, das kein Halten mehr kennt, fegt mit abermillionen weiterer Körnchen wie ein ferngesteuerter Nebel über Strand und Dünen. So stellt man sich einen ganz normalen Nachmittag auf einem Wüstenplaneten vor… ohne das ganze Wasser natürlich. Sie wissen, was ich meine.

Kite-Drachen über dem Strand von Warnemünde
Kite-Drachen über der Brandung von Warnemünde

Raum für Möglichkeiten

Im Podcast Dorf Stadt Kreis gehts in Folge 39 um Rostocks Bundesgartenschau-Pläne.

Fürs Buga-Expose: Gestalten Sie Ihre neue Bleibe ganz nach Ihren Wünschen

Im Makler-Expose würden Immobilienkaufleute vermutlich Formulierungen wählen wie “ein Raum wie für Ihre Wünsche gemacht” – oder “gestalten Sie das Areal ganz nach Ihren Vorstellungen”. Oh, und “Ein Raum, unendliche Möglichkeiten”. Oder anders: Da muss echt noch viel gemacht werden.

Na jedenfalls soll da bald ein Teil der Bundesgartenschau 2025 in Rostock entstehen. Darüber habe ich im NDR Podcast Dorf Stadt Kreis mit meinem Reporter-Kollegen Bernd Kalauch geplaudert. Ich bin da die Urlaubsvertretung für den Host, Thomas Naedler ist sein Name. Ich sags, wie es ist: Podcast moppt! Ich meine damit, dass mir das gefällt.

In Folge 39 von DSK gehts um Rostocks Buga-Pläne, um 142 Millioen Euro, die das alles mal kosten könnte, um viele offene Fragen und auch recht viele offene Stellen – und um die Frage, wie denn eigentlich die Rostockerinnen und Rostocker die Buga-Pläne finden. Oberbürgermeister Madsen begreift die Bundesgartenschau als gigantischen Turbo für die Entwicklung der Hansestadt: Er hatte bis zum Herbst schon gut 100 Millionen Euro Fördermittel eingeworben.

Nun ist Großes geplant. Eine Brücke über die Warnow, natürlich jede Menge Prachtblüten und ganz ganz viele Bugabesucher in der Stadt. Bestimmt auch ein bisschen Buga Buga Party. Aber ist das alles in etwa dreieinhalb Jahren noch zu schaffen? Ich meine: Gucken Sie sich den Stadthafen doch mal an! Aber vorher bitte den Podcast anhören: Es geht um gute Ideen, Zuversicht, Zweifel und eine echt lange Todo-Liste. Podcast mit Hintergrundartikel aus dem NDR Ostseestudio Rostock gibts auf ndr.de/mv.