Minigolf war gestern

Was machen junge Männer heutzutage in ihrer Freizeit? “Immer nur vorm Computer rumhängen”, wird Oma kritisch anmerken. “In den Tag hinein leben und nix zustande bringen”, wird Onkel Kurt wohl miesepetrig hinzufügen. “Dieses Land schamlos zugrunde richten”, wird Nachbar Kaluppke seinem Pessimismus freien Lauf lassen. Alles falsch! Junge Männer – zumal in Gesellschaft – suchen und stellen sich neuen Herausforderungen, und bringen dabei Beachtliches zustande (wenns auch nicht reicht für eine sorgenfreie Karriere in den Finanzmetropolen oder Anwaltskanzleien dieser Welt – immerhin lungern diese beiden Experten nicht in zwielichtigen Gegenden rum. Und immer vorrausgesetzt, das folgende Video ist kein Fake, Betrug oder sonstwie Schmu (das könnseja, die Jugendlichen, lügen und betrügen, fälschen und hintergehen. Und dann lassnse auch noch leere Flaschen auffe Heizkörper stehen. Kennzeeinnn, kennzealle))

[kml_flashembed movie="http://sevenload.de/pl/dAO9zMI/380x313/swf" width="380px" height="313px" id="VideoPlayback" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="sameDomain" quality="best" bgcolor="#ffffff" scale="noScale" wmode="window" salign="TL" FlashVars="playerMode=embedded" /]

Ja, das ist beeindruckend, nein, ich kann das nicht. Ich würde nur gerne wissen, wie man auf die Idee kommt, mit einem Tischtennisball und einem Pappbecher so lange zu üben…

Aber nun gut, wer weiß schon, wie viele Minuten, Stunden, Tage und Wochen Filmmaterial notwendig waren, um Treffer für dieses 1:29-Filmchen zusammenzukriegen. Hah! Anfänger.

Video-Karaoke

Also, die beiden sind witzig:

[kml_flashembed movie="http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=-1928868678246562263" width="400px" height="326px" id="VideoPlayback" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="sameDomain" quality="best" bgcolor="#ffffff" scale="noScale" wmode="window" salign="TL" FlashVars="playerMode=embedded" /]

“Was, bitte, ist das?” fragt der geneigte Leser mit Recht. Das, meine Damen und Herren, ist Video-Karaoke. Das ist wieder so ein Internettrend: Lippensynchrone Laien-Performences zu bekannten Musiktiteln. Das ganze läuft auf der Internetseite GoogleIdol.com, die nicht zuletzt dazu dienen soll, die neue Videodatenbank von Google bekannter zu machen. Das hat einen sehr unterhaltsamen Nebeneffekt: Selten gab es so viele lustige, sehenswerte Musikvideos auf einem Haufen zu sehen.

Auf GoogleIdol gibt es einen Wettbewerb: Deutschland sucht den Superstar, Eurovision-Song-Contest, das alles war gestern. GoogleIdol ist heute. In diversen Kategorien treten Imitatoren aus der ganzen Welt gegeneinander an, und zwar in zwei Kategorien. Zum einen mit am Stück gedrehten, also ohne einen einzigen Schnitt produzierten Musikfilmchen, zum anderen mit aufwändiger produzierten Musikvideos, darunter unter anderem dieses schöne Stückchen:

[kml_flashembed movie="http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=-1171635060199050241" width="400px" height="326px" id="VideoPlayback" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="sameDomain" quality="best" bgcolor="#ffffff" scale="noScale" wmode="window" salign="TL" FlashVars="playerMode=embedded" /]

Die Besucher der Seite können dann darüber abstimmen und in Wochenschritten über mehrere Abstimmungen schließlich im Finale den besten Beitrag küren. Mehrere professionelle Bands haben inzwischen auf GoogleIdol dazu aufgerufen, dass die Laien-Regisseure und -mimen zu einem neuen Song das Video produzieren.

Und “Gidol”, so die Kurzform, hat auch schon die ersten Kurzzeitstars hervorgebracht: Pomme und Kelly aus den Niederlanden, die mit ihrer optischen Interpretation von “Respect” die ersten GoogleIdols wurden. Der Starruhm mit Titelseitenberichten und Fernsehinterviews hat die jungen Damen inzwischen aber verschreckt: Sie haben sich, wie es in diversen passenden Internetforen “zurückgezogen”. Auf die Dauer war wohl der Trubel zu groß – das erste Gidol-Finale lief immerhin schon im April dieses Jahres.

Aber es gibt genug Bewerber, die sich anschicken, die Mädels zu beerben. Diese beiden Jungs etwa. Wie der Kleine ET nachmacht, ist der Hammer:

[kml_flashembed movie="http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=-5063019328007497727" width="400px" height="326px" id="VideoPlayback" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="sameDomain" quality="best" bgcolor="#ffffff" scale="noScale" wmode="window" salign="TL" FlashVars="playerMode=embedded" /]

Das ist sensationell lustig.