Für 100 Westmark

West-Jeans , Pendeluhren, ein scheußlicher Rucksack, ein Radiowecker – das sind Wende-Erinnerungen.
Ausschnitt www.100westmark.de

Ausschnitt der Internetseite Meine ersten 100 Westmark.

Das alles sind Dinge, die Menschen aus der DDR ab dem 9. Noevmber 1989 bei ihrem ersten Besuch im Westen unter anderem von ihrem Begrüßungsgeld gekauft haben. Bilder davon und kurze Anekdoten, warum es nun zum Beispiel ausgerechnet ein Buch übers Christentum sein musste, informiert die Seite Meine ersten 100 Westmark.. Die Künstlerin Peggy Meinfelder hat Bilder und Geschichten zusammengetragen.
Sehr interessant!
Schönen Tag der deutschen Einheit! Der 3. Oktober ist ein richtig guter Grund zum Feiern. In Schwerin, bei den zentralen Feierlichkeiten, wird deshalb heute wohl so viel Trubel sein wie schon sehr, sehr lange nicht mehr.

Autor: Christian

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4 Gedanken zu „Für 100 Westmark“

  1. Mit dem Trubel in Schwerin hast du wohl Recht – die Geschäfte sind ja alle ab Nachmittag geöffnet, Reklame war genug dafür und ehrlich gesagt fand ich das nicht gut, als ich das gesehen habe.
    Ich würde mir wünschen, dass besonders die Menschen, die dann dort rumlaufen, auch an den eigentlichen Grund denken, sich erinnern wie das war mit Mielke und Co. und sich einfach nur freuen und nicht nur konsumfreudig sind. Oder??? Oder ist das schon zu selbstverständlich geworden? Ich habe heute Morgen im Rahmen einer Sendung zur deutschen Einheit eine Reportage über das deutsch-deutsche Fußball-Länderspiel gehört, das Tor der DDR. Das hat mich echt genervt, nicht wegen des Tors. Nach der langen Zeit spielt das einfach keine Rolle mehr (der positive Effekt, dass Deutschland Weltmeister wurde, weil durch den Sieg der DDR nur Gruppenzweiter und deswegen gegen Holland und nicht gegen Basilien spielen musste, ist das einzig Vernünftige daran). Aber wie hoch das damals gehandelt wurde, die DDR hat die kapitalistische BRD besiegt, das kam mir immer vor wie Mielke hat mal wieder einen Coup gelandet.
    Und denkt wohl heute auch jemand daran, dass es eigentlich Helmut Kohl zu verdanken ist, dass der Tag heute gefeiert werden kann? Hätte er nicht so schnell gehandelt damals, obwohl die Opposition dagegen war, wer weiß, was geworden wäre nach dem Putsch gegen Gorbatschow. Oder ist da auch nur der Satz von den blühenden Landschaften, die man wirklich nicht abstreiten kann, übrig geblieben? Also ich empfinde das teilweise immer noch als unglaublich, wenn ich gen Osten fahre, wie selbstverständlich das ist und wenn ich dann im Grenzhus (einer Gedenkstätte zur deutsch-deutschen Geschichte) das alles sehe, an den Stasi-Knast in Rostock denke oder sehe wie Genscher auf dem Balkon seine frohe Botschaft verkündet, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut. Dank Gorbi haben sich die Menschen im November 89 wohl endlich getraut aufzumucken und damit Honi, diesen Dachdecker aus dem Saarland (eigentlich unglaublich, dass so ein Arsch das Sagen im anderen Deutschland hatte) nach Chile geschickt haben, wo ihn dann verdienterweise wohl ein Herzkollaps oder was auch immer ereilt hat. Wie dort überhaupt einer aus dem “Ausland” an die Macht kommen konnte, ist mir noch heute schleierhaft, aber das hatten wir ja leider schon mal. Das aktuelle Fernsehspiel “Die Frau vom Checkpoint Charlie” spricht ja wohl auch Bände. Bestimmt gibt es einige, die noch meinen, ihnen ging es früher besser, die gibt es im Westen bestimmt auch, aber man kann doch wohl nicht im Ernst vergessen, was die Knechtschaft bedeutet hat. “Das Leben der Anderen”!
    Ja, heute ist ein toller Tag und mit das Beste daran finde ich, dass wir jetzt eine Kanzlerin haben, aus dem Osten, eine tolle Frau, die manchen Männern zeigt wo es langgeht.
    Und was die Souvenirs angeht, ich denke, das hätte man sich sicherlich auch alles gekauft im umgekehrten Fall.
    Aber wieder ein toller Beitrag von dir mit schönen Bildern.

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