Allein, allein

Polarkreis 18 im Mau
Lasershow am Polarkreis: Über 300 Zuhörer kamen zum Konzert von "Polarkreis 18" ins Rostocker Mau. Foto: Christian Kohlhof

“Allein, allein”, der Song mit dem charakteristischen Laien-Chor-Gesang im Hintergrund, hat der Band zum Durchbruch verholfen. Das Lied läuft auf wirklich nahezu allen Radio-Stationen. Weil die Band “Polarkreis 18” so viele Platten von ihrem Album “The color of snow” verkauft hat, ist sie auch für den Echo, also den deutschen Musikpreis, nominiert – und zwar in der Kategorie “Bestes Video national”.

Die Band aus Dresden hat gerade ihre Deutschland-Tournee begonnen. Rostock war die zweite Station. In weißen Anzügen, mit vorwiegend weißen Instrumenten kamen die Jungs auf die Bühne. Der hohe Gesang von Felix Räuber ist trotz der ungewöhnlichen Stimmlage aber durchaus etwas, woran man sich gewöhnen kann, wenigstens für die Dauer eines Konzerts.

Das liegt auch daran, dass der Gesang in flotten Drums, vielen Effekten und einprägsamen und doch ungewöhnlich wirkenden Melodien badet. Dazu sorgen dann auch noch betont kräftige Licht-Einstellungen für abwechslungreiche Kontraste zur blütenweißen Arbeitskleidung der Musiker. Das war ein schönes Konzert, selbstverständlich hat die Band das Rostocker Publikum zwei Minuten lang “Allein, allein” singen lassen, wusste aber auch mit anderen Liedern wie zum Beispiel “Tourist” zu gefallen.

Weil “Polarkreis 18” ohne Vorband unterwegs ist – allein, allein, also – gabs als zweite und letzte Zugabe dann noch eine Chillout-Version von “Allein, allein” mit ein bisschen Klavier, Keyboard und Gitarre zum Abschied für die Rostocker Zuhörer.

Einige machten sich danach aber auch Sorgen, wie lange der arme junge Mann am Mikrofon seine Stimme noch in derartige Höhen treiben kann, ohne bleibende Schäden davonzutragen. Oder anders formuliert: Ein Song in normaler Stimmlage wäre mittendrin auch nicht verkehrt gewesen.

Internetseite von Polarkreis 18

Myspace-Profil von Polarkreis 18 mit Songs und Videos

Die nächsten Tour-Termine:

19.Feb. Faust, Hannover
20.Feb. Factory, Magdeburg
22.Feb. Hirsch, Nürnberg
24.Feb. Batschkapp, Frankfurt
25.Feb. Kamp, Bielefeld
26.Feb. Zeche, Bochum

am 29. Mai werden Polarkreis 18 laut ihrer Internetseite wieder in Mecklenburg-Vorpommern auftreten: Beim Immergutfestival in Neustrelitz.

Autor: Christian

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Ein Gedanke zu „Allein, allein“

  1. Ja und dann kam Rosenstolz und hat den Echo weggeschnappt, die Sängerin musste wegen Erkrankung ihres Kollegen gleich zwei schwere Dinger – ganz allein – schleppen. Alles in allem eigentlich eine unterhaltsame Sendung, doch, doch, wäre da nicht ab und zu ein gewisser Dummschwätzer namens Pocher gewesen (der, wenn ich das richtig verstanden habe seinen Abschied aus der Show mit Harald Schmidt verkündete – hurra, hurra) und eine Barbara Schöneberger, die zwar die Kleider gewechselt hat wie ein Chamäleon die Farbe, aber sonst zu wenig Farbe ins Programm gebracht hat, üppig und weiblich sein reicht eben nicht immer – zumindest sehe ich das so. Zum Glück hatten die beiden aber gar nicht so viel zu sagen, weil mehr die Laudatoren im Vordergrund standen. Und man sehe und staune, auch die sogenannte Volksmusik war vertreten mit Helene Fischer, die gleich zwei der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen konnte und dafür von ihrem Laudator Bruce Darnell die Füße geküsst bekam! Und gar nicht so schlecht, was diese junge Dame da zum Besten gibt, auch wenn man kein Fan der sog. Volksmusik ist. Und dann die Kastelruther Spatzen, die ihren 12.! Echo entgegennehmen konnten. Ein sehr bunt gemischtes Programm also, das uns die ARD als Alternative zum Humbatäterä da geboten hat. So mancher der Nominierten, die da tapfer gelächelt haben, hat bestimmt insgeheim ein Tränchen verdrückt. Ja, und gefreut hat mich, dass Ich + Ich ebenfalls dabei waren, eine starke Band mit schönen Liedern, wovon eines davon der Newcomer des Jahres Thomas Godoj, RTL sein letzter Superstar (der wirklich was kann) ganz STARK interpretiert hat, bevor er zum Superstar wurde. Also alles in allem eine gute Wahl der Juroren, denke ich und gute Fernsehunterhaltung. Und so ziemlich zum Schluss kam dann auch, worauf ich gewartet habe: Lionel Richie durfte stellvertretend den Echo für das Motown-Label entgegennehmen. Die haben die “schwarze” Musik so richtig bekannt gemacht und da sind einige Perlen dabei … Und das alles jetzt nur wegen Polarkreis 18, die für den Echo nominiert waren.

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