Ypsolut großartig

Was für ein toller Tag! Die wieder aufgelegte “Yps” zufällig im Zeitschriftenregal entdeckt. Mal sehen, was ich zuerst lesen werde, “12 Zaubertricks für die nächste langweilige Party” oder “Neue Chance für Yps-Agenten a. D.” – die Urzeitkrebse spare ich mir für später auf.
Im Buchladen hier im Osten musste ich allerdings erst mal erklären, was “Yps” ist und auch, wie man das denn bitte ausspricht.
Yps war nach Auffassung vieler West-Jungs die Eintrittskarte zu einem Agentenleben besonderer Qualität – dank der vielen coolen Gimmicks in jedem Heft: Armbanduhr mit Raketenwerfer oder Faltfernglas. Allein aus finanziellen Gründen habe ich mich dann doch für eine andere Laufbahn entschieden…. Inwiefern selbst gezüchtete Urzeitkrebse allerdings das Spiondasein erleichtern könnten, will mir nicht mehr einfallen.

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Das Stadt

Heißt es der, die oder das Rostock, wenn man Städtenamen als Synonym für etwas anderes benutzt. Aus unserer Reihe “Fragen, die man sicht nur stellen sollte, wenn man ganz viel Zeit hat.”

Und plötzlich stand die Frage im Raum: “Warum heißt es eigentlich das Heidenheim?” Es ging um das jüngste Spiel von Hansa Rostock beim 1. FC Heidenheim. In einem Nachbericht hatte ein Reporter in etwa so formuliert: “… überraschende Niederlage für Heidenheim, das damit auf den vierten Tabellenplatz rutscht.” Dabei ist dieses Beispiel noch gar nicht das aussagekräftigste, es geht um die Frage, warum bei der Verwendung eines Städtenamens als Synonym für eine Sportmannschaft bzw. einen Sportverein stets Neutrum verwendet wird. Also: “… überraschender Sieg für Flensburg, das damit den Klassenerhalt sichert.” Oder: “… erstaunliche Nachricht für Heidelberg, das damit um die Sportförderung bangen muss.” Egal, ob das …heim, die …burg oder der …berg. In diesem besonderen Fall ist im nachgestellten Hauptsatz immer das Pronomen “das” zu finden.

Die erste Herausforderung, die sich stellt, ist, überhaupt zu wissen, wonach man fragen soll. Ein Blick ins Regelwerk im aktuellen Duden bringt jedenfalls keine erhellenden Erkenntnisse. Zu geographischen Namen in diesem besonderen Fall gibt es keine Angaben. Dann also Google. Die Suche war lang und enervierend, welche Suchbegriffe auch immer zum Erfolg führten, verliert sich im Dunkel der Geschichte.

Jedenfalls landete ich irgendwann bei Beratungsdienst “grammis” des Instituts für Deutsche Sprache. Dort gibt es tatsächlich ein Kapitel über das Genus von Städte-, Fluss- und Ländernamen. Zusammengefasst:

1.) Man kann auch ein erfülltes Leben führen und alle möglichen Städtenamen verwenden, ohne sich jemals mit dieser Frage beschäftigen zu müssen.

2.) “Bei Städtenamen ist, wie man sieht, eine Regel außer Kraft gesetzt, die bei zusammengesetzten Nomina (Substantiven, Hauptwörtern), die keine Eigennamen sind, sonst ausnahmslos gilt, nämlich, dass das Grundwort das grammatische Geschlecht bestimmt, also etwa das Abendrot, der Kartoffelkäfer, die Hausverwaltung“.

3.) Das gilt sowieso nur für größere Verwaltungseinheiten wie ganze Städte, nicht aber für Stadtteile. Da heißt es dann gern wieder “der Wedding”.

Bleibt die Frage, ob das auch für Städtenamen gilt, die nicht aus Wörtern zusammengesetzt sind, sondern eben Eigennamen sind wie Lübeck, Kiel und Schwerin.

Schnell noch ein Blick in Band 9 vom Duden (“Richtiges und gutes Deutsch”). Dort heißt es zur Deklination von geographischen Namen: “Die ohne Artikel gebrauchten Länder- und Ortsnamen sind Neutra […].” Das erklärt dann auch, warum bei einem nachfolgenden Pronomen ebenfalls die Neutrum-Variante verwendet wird.

Im Falle der Sportmeldung wird ja sozusagen eine ganze Stadt mit einem Fußballverein gleichgesetzt, ein Toto pro Pars sozusagen. Aber das ist jedenfalls nicht der Anlass für die Verwendung von “das” – vielmehr liegt dies darin begründet, dass Ortsnamen sowieso schon Neutra sind, auch wenn man sie in der Regel ohne Artikel verwendet.

Ob es der Verein oder die Spielvereinigung ist, die da mit einem Ort gleichgesetzt werden, ist ohnehin unerheblich.

Ergänzungen, Korrekturen, Hinweise? Gern! ;-)

Ohne Worte

Was man tun und lassen soll, wo man hin darf und wohin nicht – und was man dann da tun muss oder lassen sollte. Eigentlich bleiben in Regionalbahnen keine Fragen offen. Nur einige Piktogramme werden dann noch durch zusätzliche Aufkleber mit erläuternden Texten ergänzt.

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Im Verteidigungsfall …

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Was man als Mieter früher mal so alles bedenken musste, also echt. Inzwischen werden Aufkleber wie diese wohl nicht mehr gedruckt. Aber man weiß ja nie, ob man die Instruktionen nicht doch noch mal benötigt. Deshalb den Aufkleber lieber so lange hängen lassen, bis er abfällt.
Gesehen in einem Hamburger Hausflur.

Ruderfotos

Gestern war Firmencup in der Schlossbucht in Schwerin – eine Ruder-Regatta für Kollegenteams aus Büros, Kanzleien, Werkstätten und so weiter. Viele sind absolute Ruderanfänger, bekommen aber vier Übungsstunden. Die Rennstrecke gestern war 500 Meter lang. Gewonnen hat ein Sparkassenteam. Das war die Gelegenheit, mal vom Schiedsrichterboot ein paar Ruderfotos zu machen.

Den Gegner im Blick.
Kommandosache: Steuerleute können eine Mannschaft richtig pushen.
Kräftige Startphase: Bitte beachten Sie, wie sich das Skull des Schlagmanns biegt.
Regattazuschauer hatten das Renngeschehen weit draußen auf dem Wasser gut im Blick.
Kurz vor dem Start: Das Team, das wenig später als erstes über die Ziellinie fuhr. Alle Fotos: Christian Kohlhof

Beim Fotografieren kann es ja sein, dass man in eine Art Rausch verfällt – jede Menge weitere Bilder vom Firmencup der Schweriner Rudergesellschaft 2012 und eine Zusammenfassung gibts auf der Internetseite des Rudervereins.

Mütze

Wem gehört wohl diese Mütze? Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Tasche, an deren Seite die Kopfbedeckung steckt, meine Fototasche ist. Aber wem der Sonnenhut gehört – keine Ahnung.

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Mir ist das dunkelblaue Ding erst heute aufgefallen. Ich weiß also nicht einmal, wann es jemand im Seitenfach deponiert hat.
Das kann man über die Mütze sagen: Sie ist eher ein Mützchen, Größe 86/98. Sie wird wohl Dreijährigen ganz gut passen, die Farbe lässt darauf schließen, dass es ein Dreijähriger ist, der auf den Hut verzichten muss. Möglicherweise ist der Unbedeckte inzwischen auch schon dabei, den Mofaführerschein zu machen. Wie gesagt, ich weiß ja nicht, seit wann… Sie verstehen.
Dabei gibt es doch auf der Innenseite extra einen Stofffetzen, auf dem Muttis und Vatis den Namen des Besitzers vermerken können – zum Beispiel um Zoff im Kindergarten zu verhindern, Streit mit anderen Eltern um Hut-Eigentumsverhältnisse oder eben Situationen wie meine jetzige.
Ich kenne ein paar dufte Dreijährige, allesamt super Typen. Aber soll ich die jetzt alle abtelefonieren? Die sind ja auch dauernd unterwegs.
Falls also aus dem näheren Umfeld jemand jemanden kennt, der eine dunkelblaue Mütze vermisst, bin ich für einen entsprechenden Hinweis dankbar.

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