Google ohne Auftauhauben

Google weiß doch nicht alles. Wenn man mal eine ganz alltägliche Frage stellt, zum Beispiel nach “Auftauhauben”, dann wankt der Gigant. Das ist tatsächlich mal ein Wort, zu dem der Suchmaschine bislang nichts einfällt.

Google gibt sich ahnungslos: von Auftauhauben keine Spur.

Gut, dann eben ich: Bei Auftauhauben handelt es sich um besondere Wannen, die einige Friedhofsverwaltungen einsetzen, um tief gefrorenes Erdreich aufzutauen. Stellen Sie sich eine alte Badewanne vor, die mit der Wölbung nach oben liegt, darunter glimmt über Nacht Holz – und siehe da: Presslufthammer unnötig.

(nun gut, wenn man nur nach “Tauhauben” fragt, gibts immerhin ne Handvoll Links, aber naja ;-)

Welche Wörter kennt Ihr, die bei Google noch keine Treffer haben?

Backup

“Mach ein Backup”, ist fast schon ein Mantra, das ich mir oft selbst vorbete und auch gern beherzige. Manchmal bin ich sogar kurz davor Menschen in der Fußgängerzone anzusprechen: “Haben Sie schon ein Backup von ihren wichten Daten und Computerprojekten gemacht?” Nur mühsam kann ich mich bremsen. Dabei meine ich es doch nur gut – auch mit mir selbst. Wie schnell ist sonst die Arbeit von Monaten im digitalen Nichts verpufft, wenn man mal im entscheidenden Moment gerade keine Sicherheitkopie gemacht hat.

Nun ist es so: Ich habe gerade ein Backup vom Ergebnis monatelanger Arbeit gemacht. Es geht um die Erneuerung der Internetseite der Schweriner Rudergesellschaft. Und just nachdem ich dieses Baackup heruntergeladen und ein Update des CMS hochgeladen hatte, raten Sie, was passiert ist. Ach, ich sags Ihnen: Einfach alles zerschossen. Mir scheint sogar, MySQL hat sich extra für mich noch ein paar neue Fehlermeldungen ausgedacht und lacht sich irgendwo im Backend kaputt.

Aber kein Problem: Ich habe ja ein Backup. Das habe ich soeben hochgeladen und musste nun feststellen, dass der FTP-Client die Dateien nicht wie versprochen ersetzt, sondern einfach jeweils hintendran gehängt hat. Damit kann ja nun niemand etwas anfangen. Alle Dateien sind nun alsso doppelt so groß.

Es ist jetzt 19:39. In wenigen Sekunden wird sich herausstellen, ob es geholfen hat, noch einmal alles zu löschen und das Backup in ein jungfräuliches Verzeichnis hochzu laden… Sie werden es erleben. Ich schreibe dann nur eines dieser beiden Wörter hier rein: Uffff oder Arrrglwarrrgl. Bleiben Sie dran…

19:41: …

19:43: .. .  .   … .

19:43:43: Ufffffff… fffff ….ff. f…ffff

Haben-Wollen

Drucken in 3D – endlich gibt es Replikatoren… fast wie auf der Enterprise.

Hähö! Neulich gings in der c’t um Online-Dienste, die Dinge dreidimensional drucken. Aber warum online bestellen, wenn man sich so ein Ding auch ins Wohnzimmer stellen kann. Wenn ich mal im Lotto gewinnen sollte… dann kaufe ich mir so einen Drucker – und als erstes mache ganz viele Kopien davon…

Cebit-Highlights

Was 1987 Stand der Technik auf der Cebit war.

Jedes Jahr, wenn die Cebit beginnt, hat dieser Film in Blogs und in Video-Portalen Hochkonjunktur:

Die Highlights der Computermesse 1987. Je älter das Video wird, um so besser wird es. In diesem Jahr war es unter anderem einer der fleißigsten Blogger überhaupt, der den Film aus der Versenkung geholt hat: Caschy. Heute beginnt die Cebit in Hannover – ich schneide mal die Berichte im Fernsehen mit, dann können wir uns in 24 Jahren darüber herzlich amüsieren… auf dem Holodeck.

Explosionsartig

Fotos mit allen Details: Todd McLellan nimmt Alltagsgegenstände auseinander, legt alles nebeneinander und fotografiert das dann.

Aus wievielen Einzelteilen besteht eigentlich so ein alter Radiowecker mit umklappenden Stunden- und Minutenplättchen? Wenn Sie zur Beantwortung dieser Frage bitte selbst nachzählen wollen…:

Bestandteile eines Radioweckers
Packungsinhalt: ein Radiowecker. Fotograf Todd McLellan hat Alltagsgegenstände tagelang auseinandergenommen - und dann abgelichtet. Foto: Todd McLellan

Ja, sie haben Recht: Auch wenn alles ordentlich nebeneinander liegt, wird diesen Radiowecker so schnell niemand wieder zusammenbauen. Warum auch… Das Ding ist jetzt Teil einer beachtenswerten Fotoserie. Der Fotograf Todd McLellan hat sich die Mühe gemacht, das Radio in seine Bestandteile zu zerlegen. Er hat nicht nur bloß alle Einzelteile fotografiert, sondern sie außerdem auch noch für weitere Bilder in mehreren Ebenen arrangiert, so dass es aussieht, als würden die Gegenstände gerade in diesem Moment explosionsartig auseinanderfliegen.

Das macht man nicht an einem Nachmittag. Todd McLellan schrieb mir, dass das Auseinandernehmen, Arrangieren und Fotografieren gut und gern 3 Tage dauert. Diese Mühe lohnt sich. Auf seiner Homepage zeigt Todd McLellan außerdem ein Zeitraffervideo, wie der Radiowecker in seine Bestandteile zerlegt wird.

Skizze eines Motors
Einfach zusammenstecken. Skizze eines Oldtimer-Motors

Ingenieure und Konstrukteure fertigen ja gern von vielen Produkten Explosionszeichnungen an. Das sind oft großformatige Skizzen, auf denen jedes Bauteil zu sehen ist und wo es hingehört. An diese Explosionszeichnungen erinnert Tod McLellans Fotoserie. Weitere sehenswerte Bilder zeigen unter anderem eine zerpflückte Schreibmaschine, eine Uhr und einen Rasenmäher.

Tuning-Messe

Es ist ein bisschen wie Lego, aber nur ein bisschen. Vielleicht doch eher wie ein Metallbaukasten: An allen Ecken und Enden kann man was Zusätzliches anschrauben oder einfach nur dazustecken: So entsteht aus einem simplen Auto  mit zwei Achsen ein ferngesteuertes, motorisiertes Multitool mit Anhänger, Schaufeln, aufklappbarem Verdeck, Seilwinde, Servolenkung und Beleuchtung – in der digitalen Welt ist so ewtas dann ein Weblog mit Plugins.

Denn wie in der Welt der Baukästen ist es in etwa auch mit WordPress und anderen Blog- oder Content-Management-Systemen: Das Installationspaket besteht aus Chassis und zwei Achsen – und das darf man selbst ausbauen, je nachdem, auf welche Zusatzfunktionen man Wert legt. “Tunen” sozusagen, um ein weiteres, griffiges Bild zur Erläuterung zu benutzen. Dieses WordPress-Tunen geschieht mit Plugins, kleinen zusätzlichen Skripten, die sich in das System integrieren lassen.

Was im Fall von Neuwagen Sportpaket und Tempomat sind und bei klapprigen Modellen jugendlicher Autofahrer breite Puschen und verchromter Auspuff, heißt im Fall von WordPress zum Beispiel “Flexi Pages Widget” oder “Limit Login Attempts”. An der Nordsee hat man gerade eine aktuelle Liste der dort aktiven Plugins veröffentlicht – da veranstalte ich hier auch mal eine kleine Tuning-Messe – spärlich bekleidete Damen, die sich illustrierend auf hochglänzend polierten Links räkeln kommen leider nicht zum Einsatz. In krisengeschwängerten Zeiten wie diesen wäre das auch gar nicht möglich, nicht wahr… Ich schweife ab. „Tuning-Messe“ weiterlesen

Weihnachts-Rückblick

Hier die wesentlichen Fakten aus drei Tagen unterm Weihnachtsbaum in Lübeck:

Lübeck-Premiere der Buddenbrooks am ersten Weihnachtstag: Filmpalast Stadthalle kurz vor Filmgebinn

Aussterbende Fehlkonstruktion: Zu den Geschenken in diesem Jahr zählt unter anderem ein Plattenspieler, mit dem man die alten Scheiben in MP3-Dateien verwandeln kann. Schöne Idee, leider ist das in diesem Fall verschenkte Produkt eine Fehlkonstruktion: Viele Platten, die auf dem guten, 20 Jahre alten Spieler problemlos durchlaufen, scheitern auf dem modernen LP-MP3-Wandler. Die Nadel…. die Nadel, also, äh. Ja, was macht die Nadel eigentlich, wie war noch mal was Wort, wenn der Schallplattenspieler nicht vorankommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…SCRATCH… Stelle abspielt? „Weihnachts-Rückblick“ weiterlesen