Haben-Wollen

Drucken in 3D – endlich gibt es Replikatoren… fast wie auf der Enterprise.

Hähö! Neulich gings in der c’t um Online-Dienste, die Dinge dreidimensional drucken. Aber warum online bestellen, wenn man sich so ein Ding auch ins Wohnzimmer stellen kann. Wenn ich mal im Lotto gewinnen sollte… dann kaufe ich mir so einen Drucker – und als erstes mache ganz viele Kopien davon…

Cebit-Highlights

Was 1987 Stand der Technik auf der Cebit war.

Jedes Jahr, wenn die Cebit beginnt, hat dieser Film in Blogs und in Video-Portalen Hochkonjunktur:

Die Highlights der Computermesse 1987. Je älter das Video wird, um so besser wird es. In diesem Jahr war es unter anderem einer der fleißigsten Blogger überhaupt, der den Film aus der Versenkung geholt hat: Caschy. Heute beginnt die Cebit in Hannover – ich schneide mal die Berichte im Fernsehen mit, dann können wir uns in 24 Jahren darüber herzlich amüsieren… auf dem Holodeck.

Explosionsartig

Fotos mit allen Details: Todd McLellan nimmt Alltagsgegenstände auseinander, legt alles nebeneinander und fotografiert das dann.

Aus wievielen Einzelteilen besteht eigentlich so ein alter Radiowecker mit umklappenden Stunden- und Minutenplättchen? Wenn Sie zur Beantwortung dieser Frage bitte selbst nachzählen wollen…:

Bestandteile eines Radioweckers
Packungsinhalt: ein Radiowecker. Fotograf Todd McLellan hat Alltagsgegenstände tagelang auseinandergenommen - und dann abgelichtet. Foto: Todd McLellan

Ja, sie haben Recht: Auch wenn alles ordentlich nebeneinander liegt, wird diesen Radiowecker so schnell niemand wieder zusammenbauen. Warum auch… Das Ding ist jetzt Teil einer beachtenswerten Fotoserie. Der Fotograf Todd McLellan hat sich die Mühe gemacht, das Radio in seine Bestandteile zu zerlegen. Er hat nicht nur bloß alle Einzelteile fotografiert, sondern sie außerdem auch noch für weitere Bilder in mehreren Ebenen arrangiert, so dass es aussieht, als würden die Gegenstände gerade in diesem Moment explosionsartig auseinanderfliegen.

Das macht man nicht an einem Nachmittag. Todd McLellan schrieb mir, dass das Auseinandernehmen, Arrangieren und Fotografieren gut und gern 3 Tage dauert. Diese Mühe lohnt sich. Auf seiner Homepage zeigt Todd McLellan außerdem ein Zeitraffervideo, wie der Radiowecker in seine Bestandteile zerlegt wird.

Skizze eines Motors
Einfach zusammenstecken. Skizze eines Oldtimer-Motors

Ingenieure und Konstrukteure fertigen ja gern von vielen Produkten Explosionszeichnungen an. Das sind oft großformatige Skizzen, auf denen jedes Bauteil zu sehen ist und wo es hingehört. An diese Explosionszeichnungen erinnert Tod McLellans Fotoserie. Weitere sehenswerte Bilder zeigen unter anderem eine zerpflückte Schreibmaschine, eine Uhr und einen Rasenmäher.

Tuning-Messe

Es ist ein bisschen wie Lego, aber nur ein bisschen. Vielleicht doch eher wie ein Metallbaukasten: An allen Ecken und Enden kann man was Zusätzliches anschrauben oder einfach nur dazustecken: So entsteht aus einem simplen Auto  mit zwei Achsen ein ferngesteuertes, motorisiertes Multitool mit Anhänger, Schaufeln, aufklappbarem Verdeck, Seilwinde, Servolenkung und Beleuchtung – in der digitalen Welt ist so ewtas dann ein Weblog mit Plugins.

Denn wie in der Welt der Baukästen ist es in etwa auch mit WordPress und anderen Blog- oder Content-Management-Systemen: Das Installationspaket besteht aus Chassis und zwei Achsen – und das darf man selbst ausbauen, je nachdem, auf welche Zusatzfunktionen man Wert legt. “Tunen” sozusagen, um ein weiteres, griffiges Bild zur Erläuterung zu benutzen. Dieses WordPress-Tunen geschieht mit Plugins, kleinen zusätzlichen Skripten, die sich in das System integrieren lassen.

Was im Fall von Neuwagen Sportpaket und Tempomat sind und bei klapprigen Modellen jugendlicher Autofahrer breite Puschen und verchromter Auspuff, heißt im Fall von WordPress zum Beispiel “Flexi Pages Widget” oder “Limit Login Attempts”. An der Nordsee hat man gerade eine aktuelle Liste der dort aktiven Plugins veröffentlicht – da veranstalte ich hier auch mal eine kleine Tuning-Messe – spärlich bekleidete Damen, die sich illustrierend auf hochglänzend polierten Links räkeln kommen leider nicht zum Einsatz. In krisengeschwängerten Zeiten wie diesen wäre das auch gar nicht möglich, nicht wahr… Ich schweife ab. „Tuning-Messe“ weiterlesen

Weihnachts-Rückblick

Hier die wesentlichen Fakten aus drei Tagen unterm Weihnachtsbaum in Lübeck:

Lübeck-Premiere der Buddenbrooks am ersten Weihnachtstag: Filmpalast Stadthalle kurz vor Filmgebinn

Aussterbende Fehlkonstruktion: Zu den Geschenken in diesem Jahr zählt unter anderem ein Plattenspieler, mit dem man die alten Scheiben in MP3-Dateien verwandeln kann. Schöne Idee, leider ist das in diesem Fall verschenkte Produkt eine Fehlkonstruktion: Viele Platten, die auf dem guten, 20 Jahre alten Spieler problemlos durchlaufen, scheitern auf dem modernen LP-MP3-Wandler. Die Nadel…. die Nadel, also, äh. Ja, was macht die Nadel eigentlich, wie war noch mal was Wort, wenn der Schallplattenspieler nicht vorankommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…SCRATCH… Stelle abspielt? „Weihnachts-Rückblick“ weiterlesen

Ich dreh am Rad

Vor ein paar Wochen habe ich hier schon über meinen Notebook-Konfigurations-Einsatz berichtet. Heute war ich wieder am Ort des Geschehens, um nachzusehen, ob denn alles in Ordnung ist. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mit Computern grundsätzlich eigentlich immer irgendwas schiefläuft. Geahnt habe ich es schon seit 1989, aber nun bin ich geneigt, tatsächlich daran zu glauben. Mal eben schnell was ändern, hier kurz klicken, da nebenbei fummeln, schon läuft alles wieder… das ist in der Theorie milliardenschwerer Hard- und Soft- und sonstwelcher-Ware-Konzerne vielleicht möglich. Die jahrelange Praxis ergibt ein anderes Bild. Das möchte ich mit dieser Situationsschilderung untermauern. Die Geschichte gehört in die Reihe “Jahrelang haben die Konzerne allen überflüssigen Tand an einem technischen Gerät wegrationalisiert um in der globalisierten Welt wenigstens mit ein paar Cent Gewinn überleben zu können – und plötzlich gilt das alles nicht mehr”.

Zum Laptop. Grundsätzlich zeigte sich dessen Besitzer mit der Leistung seines Computers zufrieden. Alles lief glatt und rund. “Nur der Klang, also,  die Lautsprecher. Mit denen stimmt irgendwas nicht”, teilte man mir mit. Und tatsächlich, um überhaupt rgendwas zu hören, musste man das Ohr schon auf den Lautsprecher drücken. Und selbst dann hatten selbst geübte Gehörgänge noch Mühe, Musik aus dem Rauschen von Lüfter, Festplatte und/oder CD-Laufwerk herauszufiltern. Ganz leise wimmerte im Hintergrund Internetradio.

Ein Klacks, dachte ich bei mir und sagte siegesgewiss, den Triumph vor Augen und schon nach Lob und Anerkennung heischend: “Das haben wir gleich.” Hatten wir dann aber nicht. Die Sonderfunktionstaste in Kombination mit der F11-Taste brachte jedenfalls keinen höheren Pegel,obwohl genau das auf dem Knopf Weiß auf Schwarz angedeutet war. Ein Rechtsklick aufs Lautsprechersymbol offenbarte: Die Audiosoftware ist bis zum Anschlag aufgedreht. Ein Blick in die Systemsteuerung machte deutlich: Die Hardware funktioniert, die Treiber sind aktuell und die Komponenten sind auch nicht stummgeschaltet oder sonstwie vergriesgnaddelt. Der Start der speziellen Soundkarten-Konfigurationssoftware offebarte eine schier unerschöpfliche Fülle an Sound- und Equalizer-Varianten, aber leider kein Häkchen, mit dem man zum Beispiel eine Stummschaltung des Systems hätte aufheben können.

Es war inzwischen dunkel geworden und ich fasste den Entschluss, mal einen Blick ins Bios zu werfen, auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, dass man im Rückenmark des Rechners irgendwas mit den Lautsprechern einstellen kann. Konnte man auch nicht. Also, neu gestartet, Kopfhörer angestöpselt. Aber auch unter den Hörmuscheln war die Musik nicht zu vernehmen.

In solchen Fällen fragt man dann Onkel Google. “Lautsprecher Notebook Vista stumm” brachte die übliche Menge an Treffern, aber nur Blabla aus irgendwelchen Foren. Nachdem ich mich halb hindurchgekämpft hatte, stolperte ich über die Formulierung “Rädchen neben den Buchsen”. Und tatsächlich. Ein Blick neben die grüne Klinken-Buchse vorn am Rechner brachte es an den Tag: Dieses Laptop hat nicht nur Sondertasten zur Lautstärkeregulierung, eine Fernbedieung zur Lautstärkeregulierung und zwei Software-Anwendungen zur Lautstärke-Regulierung, nein, es gibt auch noch ein Rädchen (von der Größe her auf die Anatomie von Sechsjährigen ausgelegt), mit dem man die Lautstärke einstellen kann. Ich habe es bis zum Anschlag nach rechts aufgedreht, seitdem schallt Jürgen Markus durchs ganze Haus.

Das hat mich echt überrascht. Ich bin mit Computern groß geworden, bei denen die Knöpfe am Gehäuse mit dem Laufe der Jahre immer weniger wurden. Und plötzlich haben diese Computerfirmen wieder Geld, um kleine Rädchen einzubauen… das muss einem doch gesagt werden! Ich dreh am Rad, ehrlich.

Nachts im Funkhaus

Wenn man morgens, sehr früh morgens ins Studio kommt, dann macht man natürlich gleich das Licht an – is ja klar. Neulich fiel mir das Lichtermeer der Leuchten und Dioden auf, die da im Dunklen vor sich hin funkeln. Und das habe ich dann nachts im Funkhaus fotografiert.

Bitte Ruhe vorm Sprecherraum

Notausgang

Notausgang

Ganz wichtig (vermute ich)

No disc… no fun

Mikro an

Mikro ist an

Keine Ahnung, was das ist (aber es is so schön blau)

grüne Kreuzasten

Für den guten Klang… oder das gute Bild

Gelbe Tasten

Ja, es gibt auch gelbe Knöpfe

Und dann habe ich das Licht angemacht…