Neulich auf der Autobahn

Rückfahrt mitten in der Nacht von Berlin: Man sollte dann mit derartigen Dingen rechnen, kuckt aber wohl doch ein wenig dämlich, wenns dann passiert. Ich habe jedenfalls irgendwo auf der Autobahn ziwschen Berlin und Rostock eine Straßenbahn überholt. Jawohl. Einen ganzen Zug. Laut Logo war das ein Fahrzeug, das zur Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn-AG “Bogestra” gehört. Es stand auf einem von orange zuckenden Blinklichtern umgebenen Schwerlasttransporter und rollte so gen Norden.

Vielleicht war das ja die Kulisse für eine Szene aus “Ein Mann, ein Fjord“. Der Fernsehfilm nach dem Hörbuch von Hape Kerkeling war gestern Abend im ZDF zu sehen. Und mein Blickauf den Monitor wird ähnlich von Überraschung geprägt gewesen sein wie vorgestern auf der Autobahn: Denn eine Szene des Films wurde in einer Bogestra-Bahn gedreht.

Der Film an sich war, wie soll ich sagen, ganz in Ordnung – aber nun nicht so überragend was Witz, schauspielerische Leistung, Drehbuch und Umsetzung angeht. Mich hat er jedenfalls nicht überzeugt, zumal ich die neuen Figuren von Hape Kerkeling nicht so toll finde. Hort Schlämmer war gut in der VW-Werbeaktion als Fahrschüler, aber bei Schlagersängerin Uschi Blum (“Sklavin der Liebe”) fehlen mir die Highlights. Oder ich habe den hintergründigen schelmischen Witz in dieser Milva-Auferstehung noch nicht entdeckt…

Wenn Sie gestern auch “Ein Mann, ein Fjord” gesehen haben, waren Sie jedenfalls nicht allein. 7,17 Millionen Zuschauer haben den ZDF-Film gesehen, das sind gut 21 Prozent aller Zuschauer in der gestirgen Primetime gewesen (Quelle: Quotenmeter-Zusammenfassung).

PS: In der ZDF-Mediathek kann man sich den Film weiterhin ansehen.

Autor: Christian

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