Papiereinsatz

Was mag da wohl draufstehen auf dem kleinen Zettelchen. Hach, ist das spannend! Gleich mal aufschrauben und nachsehen… Wir sind mitten drin in einer Szene, wie sie sich in jedem Durchschnittshaushalt zutragen kann. Die bessere Hälfte hat soeben ein ebenso dekoratives wie praktisches Set aus Salzstreuer und Pfeffermühle erstanden und die Beute stolz auf dem Wohnzimmertisch drapiert.
Salz- und Pfefferstreuer werden für gewöhnlich ohne Inhalt veräußert – das war auch in diesem Fall nicht anders. Damit aber potentielle Käufer schon mal feststellen können, wie gut Pfefferkörner und Salzkristalle in den beiden Behältnissen aus durchsichtigem Acryl aussehen, hat der Hersteller eine Art Miniatur-Fototapete drucken lassen. Ein kleiner Zettel mit changierend weißen Salzkristallen für den Streuer und ein bunt bedruckter Zettel mit roten, braunen, weißen und schwarzen Pfefferkörnern dicht an dicht für die kleine Mühle nebenan. Und was soll man sagen: Das sieht schon schick aus, die optische Illusion ist fast perfekt. Trotzdem packt einen selbstverständlich der Ehrgeiz – schließlich will man als neuer Besitzer eines optisch derart gefälligen Küchenutensils sich nicht mit Zettelchen abspeisen lassen, sondern schon bald mal kräftig nachwürzen.
Nur noch schnell den Zettel aus dem Gefäß fischen… Aber halt… da steht ja auch auf der Rückseite der Fototapeten etwas! Schwarze Schrift! Die Hektik und die Neugier auf entscheidende Botschaften scheinen fast greifbar. Was wird draufstehen auf der Rückseite, die man von außen nicht lesen kann: “Nicht für Streusalz geeignet?” oder “Nicht in die Augen streuen” oder “Herzlichen Glückwunsch zum Kauf dieses Qualitätsprodukts”?
Viel besser: Auf den kleinen Zetteln, die die überaus fleißigen Arbeiter in der Salzstreuerfabrik am anderen Ende der Welt tagein tagaus in tausende Salzstreuer stecken – und den die Kunden in der westlichen Welt dann wieder aus dem Behältnis herausfriemeln, um endlich Salz hineinfüllen zu können, steht geschrieben, Schwarz auf Weiß und in acht Sprachen: “Vor Gebrauch Papiereinsatz entfernen”. Da ist man dann erst mal baff.
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Autor: Christian

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4 Gedanken zu „Papiereinsatz“

  1. Huhu, Nachstehendes bekommt man übersetzt, wenn man dem Link deines neuesten Beitrags wegen der Zeitumstellung folgt. Ich fand das so schön, dass ich das hier einfach reinkopieren musste und jetzt müsste ich eigentlich unter deinem neuen Beitrag schreiben, dass ich dann doch lieber meine Uhren ganz schnell von Hand umstelle, denn bis ich diese Anleitung gelesen und verstanden hätte, wäre vielleicht schon wieder Sommerzeit.

    A Lovely Little Uhr mit einer gemeinsamen fuction

    Oder ist es zwei Funktionen? Es erzählt Zeit, ja, die Zeit sehr gut. Aber es beseitigt das Problem, dass ich eben gesehen haben, nicht vor 2 Minuten, sah die TV-Charakter “Monk” mit. In der Sommerzeit speichern, muss die Person auf ihre Uhr zurück gesetzt oder weiter genau eine Stunde. Für einige Uhren, das ist im Grunde unmöglich, weil die spinner alle die Räder auf der gleichen Spin dreht. Mit diesem “Ora illegale” clock, wie Sie sehen können, ist es ein Kinderspiel!
    Für Sie Monks da draußen, die mußt über Ihre Sommerzeit-Änderungen genau zu sein. Einige Zahlen dieser minimalistischen Tic-Toc Wunder sind wie folgt:

    Material: Holz und Uhren-Komponenten
    Farbe: weiß oder schwarz
    Maße: Durchmesser 18 cm x 6 cm
    Quarzwerk

    Ist es ein vollständiges Paket?

    Sie wird letzten Endes hergestellt werden durch NAVAUnd wird auf der kommenden Milano Design Week angezeigt werden. Der Designer, Denis Guidone, hat ein anderer Begriff hatte Gesendet Yanko, eine Uhr auch, wie about that!

  2. Pingback: Rostock-Blogs.de

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