Zettel-Wirtschaft

Die bislang beste und interessanteste Dokumentation über den Tag der Wende vor fast 20 Jahren gabs am Montag im Ersten zu sehen. “Schabowskis Zettel”: Im Mittelpunkt eben die kleine Notiz, die Günter Schabowski am 9. November 1989 um kurz vor 19 Uhr vor der internationalen Presse in Ost-Berlin vorgetragen hat, obwohl diese Mitteilung eigentlich eine Sperrfrist bis zum nächsten Morgen trug. So aber geriet der Zettel außer Kontrolle.

Da kamen Zeitzeugen zu Wort, die sehr mitreißend erzählt haben. Vier Bilder waren teilweise nebeneinander geschnitten, um zu verdeutlichen, was alles gleichzeitig in Berlin passiert ist an jenem Abend. Wie eine Sonderausgabe der Fernsehserie “24”. Den Zettel übrigens kann man sich noch mal ansehen, er ist auf der Homepage des NDR als PDF-Datei zu finden. Beachten Sie auch die zweistellige Archiv-Nummer des Bundesbauftragten für die Stasi-Unterlagen.

Und den Film selbst gibt es (noch) in der Mediathek der ARD zu sehen.

via.

Autor: Christian

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Ein Gedanke zu „Zettel-Wirtschaft“

  1. Das dachte ich mir, dass das ein interessanter Beitrag wird. Ich war leider in Jerusalem mit einer kleinen Laien-Theater-Gruppe. Das war nur halb so spannend, nein, noch nichtmal das, eigentlich fast langweilig.
    Aber danke für den Hinweis mit der Mediathek. Du hast mich wieder daran erinnert, dass ich danach schauen wollte. Ich hoffe, der Beitrag bleibt mindestens vier Wochen drin …
    Gestern abend gabs in Hartaberfair einen interessanten Beitrag “Einigkeit und Recht auf Fremdheit zu 20 Jahre Mauerfall. Danach wusste ich nicht mehr ganz so genau, was ich von Uwe Steimle alias Polizeiruf-Kommissar Jens Hinrichs halten soll. Hat sich ein bisschen hinter seinem Zweitberuf als Kabarattist versteckt, ich fand manches sehr befremdlich.
    Aber sehr interessant die Sendung – wie eigentlich fast alles, was mit der Wiedervereinigung so an Dokumentationen läuft.

    Einigkeit und Recht auf Fremdheit – ARD

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