Von unten

Ein Besuch in der Heimat brachte wegen Gäste-Betreuung auch den einen oder anderen Kirchenbesuch mit sich. Ich kenne die Gotteshäuser, aber der Anblick ist trotzdem immer faszinierend – ganz besonders bei diesen Blickwinkeln:

Gewölbe des Hauptschiffes der Marienkirche zu Lübeck

Die Marienkirche in Lübeck ist die größte Backsteinbasilika – bei diesem Anblick scheint es überflüssig, das zu erwähnen.

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Wie heißt Ihr Kuscheltier?

Teddy Kohlhof hatte hier ja schon einen akustischen Auftritt (die Aufnahme von damals ist ja sozusagen meine allererste Podcast-Ausgabe). Mein treuer Begleiter, ehemals pelzig, inzwischen seit über zwei Jahrzehnten nahezu  kahl, kommt mir in den Sinn, weil ich am Wochenende während einer Feier unter anderem einer Unterredung beiwohnen durfte, in der es um die Namen für Kuscheltiere ging. Natürlich hatte jemand die tolle Idee, dass man doch auch mal auf kohlhof.de fragen könnte, welche Namen die Leser einst ihren Plüschhasen, Knuddelbären und so weiter gaben.

Also, bitte! Seien Sie ein aufrechter Mensch und gestehen Sie: Wie hieß oder heißt Ihr Kuscheltier, worum handelt es sich und wo ist es jetzt?

Delfin in der Ostsee

Delfin in der Ostsee vor Hiddensee

Ein Delfin in der Ostsee vor Hiddensee. Fotografiert von einem Polizeiboot aus. Foto: Deutsches Meeresmuseum.

In der Ostsee zwischen Darßer Ort und Hiddensee sind unter anderem Dorsch und Scholle zuhause. Sie haben nun offenbar neue Mitbewohner von auswärts. Die Besatzung des Bundespolizeibootes “Bredstedt” hat am vergangenen Sonntag zwei Delfine fotografiert. Dies sei eine äußerst ungewöhnliche Beobachtung, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mit. Es handelt sich bei den beiden Tieren demnach um eine Mutter und ihr Kalb von der Art “Gewöhnlicher Delfin” (Delphinus delphis).

Dies ist schon eine kleine Sensation für die Ostsee. Normalerweise kommt diese Delfinart in wärmeren Gewässern vor. Früher haben sich diese Delfine höchstens bis auf die Höhe des Ärmelkanals getraut. Doch in den letzten Jahren haben Walforscher diese Delfinart auch schon gelegentlich nördlich davon angetroffen. Wahrscheinlich hängt dies mit der globalen Erwärmung der Meere zusammen. Doch das der Gewöhnliche Delphin bis in die Ostsee schwimmt, dass ist schon selten”, sagte Museumsdirektor Harald Behnke.

Zuletzt waren 2001 fünf Delfine in der Ostsee beobachtet worden. Der Gewöhnliche Delfin ist dem Museum zufolge relativ weit verbreitet und kommt in allen gemäßigten und wärmeren Meeren vor. In Europa trifft man ihn vor allem an den Atlantikküsten Portugals und Frankreichs – von wo sich Muttertier und Kalb verirrt haben könnten.

Grafik-Operation ohne Narkose

Gelegenheit macht Relaunch. Das Update von WordPress 2.2.1 auf 2.3 hat für reichlich grafische Verwirrung gesorgt: Datenbankfehler, defekte Verknüpfungen, Artikel nicht zu sehen. Hier herrschte zwischenzeitlich Chaos. Hintergrund war vor allem, dass ich vorher kein Backup des Template-Ordners gemacht habe. Ein Anfängerfehler, das muss ich leider zugeben. Es war eine Operation ohne Narkose und sie ist teilweise schief gegangen. Schlimm, skandalös, abstoßend und entsetzlich. Mit dieser Schande werde ich leben müssen.

Nach einem kurzen Aufschrei habe ich dann beschlossen, gleich das neue Layout für dieses wundervolle Blog einzurichten. Es ist noch nicht ganz fertig, sollte aber zunächst alle wesentlichen Dinge darstellen. Wer beim Aufrufen wirren Layout-Salat auf dem Monitor sieht, den möchte ich freundlichst bitten, einmal die Seite vollkommen neu zu laden (Firefox: rechter Mausklick > Aktualisieren).

In den nächsten Tagen werde ich hier weiter rumschrauben. Ein Aspekt der Umstellung ist auch, hier mal gründlich aufzuräumen. Viele Funktionen, die sich im Laufe der Zeit hier angesammelt hatten, benötigte offenkundig doch kein Mensch. So sah zumBeispiel die Tag-Wolke oben rechts zwar ganz toll aus, nur draufgeklickt hat kaum jemand. Ähnliches gilt für die vielen Links in der mittleren Spalte zu anderen Blogs. Ich habe auch dort aufgeräumt und neu sortiert. Auch die dritte Spalte ist wieder verschwunden: Es gab einfach zu wenig Themen, die dort hingepasst hätten.

Also: ab sofort nur noch zwei Spalten bei kohlhof.de und nicht mehr so viel Schnickschnack. Zu tun bleibt nun noch unter anderem, die Hinweise auf meine Sendetermine wieder einzubauen und jeder Kategorie ein eigenes Farbsystem zu verpassen (beim Rot allein soll es nicht bleiben).

Ich freue mich auf Anmerkungen der Leser zur neuen Optik.

Geständnis unter Tränen

Die Meldung über einen Blumenkübel, den böse Buben im Schweriner Pfaffenteich versenkt haben, brachte in der Morgenkonferenz eine ganze Reihe von Geständnissen in Gang. Nach wild durchfeierter Nacht dummes Zeug zu veranstalten, scheint unabhängig von Biographien, sozialer Herkunft und Prägung, Einkommen, sexuellen Präferenzen, Wahlverhalten und Musikgeschmack gesellschaftlicher Konsens zu sein.

Auf dem Weg nach Hause früh morgens Mülltonnen umkippen – mit dieser “Beichte” begann das Massengeständnis. Viele der Anwesenden nickten wissend, mancher mit verklärtem Blick, als schwelge er in seligen Erinnerungen.

Und wer hat nicht schon mal ne Laterne ausgetreten? Also, bitte! Interessant wurde es, nachdem diese Bagatellfälle am Konferenztisch abgearbeitet waren. “Wir haben schon mal ne Boje geklaut”, gab mein Gegenüber nicht ohne Stolz zu. Ein bemerkenswerter Eingriff in den Schiffsverkehr, der wohl nur finanzielle Folgen für das zuständige Wasser- und Schiffahrtsamt hatte. Von Havarien auf Tümpeln, Bächen und Weihern in diesem Zusammenhang ist jedenfalls angeblich nichts bekannt geworden.

“Was ich mal gemacht habe”, fing dann die Kollegin am Kopfende an, “und das natürlich nicht alleine…” Sie machte eine Pause, rieb sich mit ihrem rechten Zeigefinger verlegen über die Nase und schaute sich um, als dürfe nach all den Jahren, die inzwischen vergangen sind, eigentlich immer noch niemand erfahren, was damals passiert ist in der Östlichen Altstadt – eines Morgens. Sie schlug die Augen nieder, sah dann wieder auf und gefasst in die Runde, grinste und gestand: “Wir haben… ich habe mal ein Kopfkissen geklaut, das aus einem Fenster hing.”

Erst sprachloses Entsetzen, vermischt mit einer gehörigen Portion Erstaunen über die Brutalität, Entschlossenheit und Unbarmherzigkeit des Verbrechens – und dann diese Blicke: “Also, das hätten wir ausgerechnet dir nun so gar nicht zugetraut”.

Ihre Erklärungsversuche zu Gelegenheit, Motiv, Opfer und Mitwisser gingen danach im allgemeinen Gejuchze unter. Was für ein Spaß – wir haben Tränen gelacht und natürlich fürs Protokoll festgehalten, dass derart schändliches Verhalten im höchsten Maße zu verurteilen ist.

Der Hupen-Blinker

Nach einem arbeitsreichen Tag wurde ich auf dem Weg nach Hause noch beinahe in eine dieser leidigen Autofahrer-Streitereien auf offener Straße verwickelt. Ich finde aber, dass ich die Situation äußerst souverän gemeistert habe. Normalerweise fällt einem ja erst mitten in der Nacht die passende Antwort ein, die man ein paar Stunden vorher so gut hätte anbringen können, um der Triefnase gegenüber mal so ordentlich subtil die Meinung zu sagen. Nun, heute war das also anders. Hier ist mein Bericht.

Ich biege mit meinem Auto in eine Seitenstraße ein. 20 Meter vor mit ein Krankenwagen mit Blaulicht, der mir entgegen kommt. Die Ambulanz zwängt sich gerade an parkenden Autos vorbei. Besonders schwierig: Ein VW-Transporter steht halbherzig mit höchstens drei Rädern auf dem gegenüberliegenden Fußweg. Mehr Platz wollte der Fahrer dem Krankenwagen wohl nicht zugestehen. Vor dem schwarzen VW steht ein Wohnwagen mit Volvo-Kombi vorne dran. Ich bin ganz weit nach rechts auf den Gehweg gefahren.

Der Krankenwagenfahrer hat endlich die schmale Gasse durchkreuzt. Die Fahrbahn ist frei. Ich warte kurz, während die Ambulanz schon an mir vorbeirollt. Der schwarze Transporter rührt sich nicht und macht auch keine Anzeichen, dies sobald zu tun. Der Volvo steht so weit weg, den kann ich gar nicht genau sehen.

Ich setze den Blinker, rolle auf die Straße, fahre gemächlich an dem VW und dem Wohnwagen-Gespann vorbei. Auf einmal energisches Gehupe. Ich sehe schon, wie der Volvo-Fahrer seine Fensterscheibe herunterkurbelt und sich selbst laut keifend auf Wettkampf-Temperatur bringt. Durch meine Windschutzscheibe sehe ich ihn zetern, sein Mund verzerrt sich, als wolle er gleich seine gelben Zähne in rohes Fleisch hauen.

Noch bevor er seine Fahrertür öffnen kann, rolle ich ganz geschmeidig neben ihm aus und lasse noch im Bremsen die Fensterscheibe meiner Beifahrertür sinken.

Ich (mitfühlend): “Sie wirken ja  so aufgebracht. Ist irgendwas nicht in Ordnung?”

Typ (stutzt): “Ja aber. Wir wollen hier schließlich auch noch mal weiter fahren. Wir stehen hier doch nicht einfach so rum. Und dannn kommen sie von hinten.”

Ich: “Und deswegen hupen sie also?”

Typ: “Natürlich.”

Ich: “Wie wärs denn, wenn sie blinken statt zu hupen. Dann können Unbeteiligte auch eindeutig erkennen, was sie vorhaben. Ist das vielleicht ne Idee fürs nächste Mal?”

Typ (kleinlaut): “Ja.”

Also, ich fand mich gut.

hsilgnihC

China, die aufstrebende Wirtschafts-Weltmacht. Es boomt an allen Ecken und Enden. Und der Aufstieg des Riesenreichs fängt gerade erst an. Da zittern manche natürlich schon vor der erdrückenden Wirtschaftskraft aus Asien. Aber ganz so schlimm ist es wohl nicht:

Toilettenschild in China

Abort für echte nemeltneG. Quelle: www.chinglish.de

Auf der Internetseite www.chinglish.de sammelt Herr olr Fotos von Schildern, Tafeln und Plakaten aus dem Reich der Mitte. Darauf zu sehen: Botschaften in chinesischen Schriftzeichen, die die Verfasser auch noch liebevoll ins Englische übersetzt haben. Dass es dabei immer auch wieder zu Verwirrungen kommt, weil auch gern mal von Rechts nach Links gesetzt wird, ist nur ein Aspekt. Viel häufiger sind einfach die lustigen Missverständnisse, wenn chinesische Grammatik und Englisch-Wörterbücher eine launige Kombination eingehen.