Makawü

Was klingt wie der Name eines rituellen polynesischen Tanzes ist eine warme Speise, die daheim seit Generationen und Jahrzehnten immer wieder aufgestischt wird. Makawü ist eine Mischung aus zerbrochenen Makaroni und Würstchen-Scheiben. Dazu gibts eine cremige Tomatensauce. Hat man mir gerade wieder – auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin – bei einem Besuch im Westen vorgesetzt. Es ist nichts übrig geblieben.

Lübeck-Album

Lübeck mal wieder – das Wochenende bescherte mir einen abwechslungsreichen Besuch in der Heimat,  in diesem Fall als Reiseleiter. Beweisfotos:

luebeck_01
Einblick: Die Tür zum Van-Höveln-Gang ist meistens verschlossen. Am Sonnabend war ein kurzer Blick hinter die Kulissen möglich. Foto: Judith Mielke
luebeck_02
Adventskalender: Die Fensterläden an diesen Backsteingiebeln erinnern doch irgendwie an die Vorweihnachtszeit. Foto: Judith Mielke

„Lübeck-Album“ weiterlesen

Lübeck intensiv

Ein Wochenendbesuch in Lübeck, wie er besser nicht sein kann: Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk bescherte mir die Gelegenheit, nunmehr sämtliche Langspielplatten und Singles im Familienbestand zu digitalisieren… bzw. damit zu beginnen. Was mit dem schlichten Anschließen eines silbernen Kästchens anfing, entpuppt sich nun als die sprichwörtliche Wissenschaft für sich. Musik des Tages in diesem Zusammenhang: Alles von Herb Alpert & the Tijuana Brass im Allgemeinen und im Besonderen “Walk Don’t Run“. „Lübeck intensiv“ weiterlesen

Weihnachts-Rückblick

Hier die wesentlichen Fakten aus drei Tagen unterm Weihnachtsbaum in Lübeck:

Lübeck-Premiere der Buddenbrooks am ersten Weihnachtstag: Filmpalast Stadthalle kurz vor Filmgebinn

Aussterbende Fehlkonstruktion: Zu den Geschenken in diesem Jahr zählt unter anderem ein Plattenspieler, mit dem man die alten Scheiben in MP3-Dateien verwandeln kann. Schöne Idee, leider ist das in diesem Fall verschenkte Produkt eine Fehlkonstruktion: Viele Platten, die auf dem guten, 20 Jahre alten Spieler problemlos durchlaufen, scheitern auf dem modernen LP-MP3-Wandler. Die Nadel…. die Nadel, also, äh. Ja, was macht die Nadel eigentlich, wie war noch mal was Wort, wenn der Schallplattenspieler nicht vorankommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…nkommt und immer wieder dieselbe Ste…SCRATCH… Stelle abspielt? „Weihnachts-Rückblick“ weiterlesen

Rückblick

Zum Wochenausklang ein Rückblick auf den zurückliegenden Oktober aus der Sicht der kleinen Kamera in meinem Mobiltelefon.

In der Dämmerung eines Herbstabends strahlt der Hauptbahnhof hell in den Lübecker Himmel
Vom Schrangen aus gesehen aus bietet die St.-Marien-Kirche in Lübeck eines ihrer vielen Fotomotive.
Verkehrsschild in Großmohrdorf, mitten in Nordvorpommern
Vorm Schwarmfischbecken im Ozeaneum in Stralsund machen auch die Besucher was her
Im Treppenhaus des nun stillgelegten Flughafens Berlin Tempelhof haben sich manche Schilder wohl seit Jahrzehnten nicht verändert

Nandus

Eben auf der Fahrt von Lübeck nach Rostock am Rande der A20 gesehen: Nandus. Kurz vor dem Rastplatz Schönberger Land. Eine Gruppe von bestimmt fünf Tieren stand in einem Kornfeld. Die grau gefiederten Laufvögel sind seit einigen Jahren im Wakenitztal heimisch geworden, nachdem sie wohl von einem Bauernhof ausgebüxt waren. (Für ein Foto von der Überholspur aus war allerdings keine Gelegenheit, ich hoffe auf Verständnis der Leserschaft…)

Geschichtsexkursion

Flugblatt: Werbung für Ausflüge nach Warnemünde 1985

Ein Ausflug nach Warnemünde – etwas Selbstverständliches, egal aus welchem Landesteil man kommt. Eben habe ich beim Stöbern in alten Unterlagen diese Kopie eines Flugblatts gefunden, das mir mein Onkel Jens mal geschickt hat, als ich vor neun Jahren in den Osten zog. Werbung für Tagesausflüge nach Rostock per Schiff aus dem Jahr 1985. “Ohne zusätzliche Visakosten, kein Mindesumtausch” verspricht „Geschichtsexkursion“ weiterlesen

Elitäre Adresse

In der Lübeck-Ausgabe des Brettspielklassikers “Monopoly” ist die Top-Adresse natürlich nicht die weltbekannte Schlossallee, sondern die Königstraße. Und das alles ist auf dem Spielbrett mit einem Foto illustriert, welches – folgerichtig und konsequent, angemessen und selbstverständlich absolut berechtigt – das Katharineum zu Lübeck zeigt.Spielplan der Lübecker Monopoly-Ausgabe. Die teuerste Adresse ist die Königstraße, dargestellt mit einem Foto des Katharineums.

Spielplan der Lübecker Monopoly-Ausgabe. Die teuerste Adresse ist die Königstraße, dargestellt mit einem Foto des Katharineums, ist ja klar.

Nicht schlecht. Die Freude über “meine” Schule in derart exponierter Lage dauerte aber nur genau so lang, bis ich bei einem ersten Testspiel zweimal hintereinander mit meiner Spielfigur an der bereits mit einem Hotel bebauten Top-Adresse landete und ich deshalb aufgrund von Zahlungsunfähigkeit meine Teilnahme an “Die Familie sucht den Super-Kapitalisten (DFSDSK)” viel zu früh beenden musste…

Osterhasen und Panzerbücher

Kurze, nicht repräsentative Notizen nach meiner Rückkehr aus dem Westen über den Besuch des dortigen Weihnachtsmarktes:

1.) Einen Weihnachtsmarkt auch noch nach den Feiertagen zu öffnen, zum Beispiel bis zum 30. Dezember, halte ich für eine gute Idee. Schließlich ist es ja ein Weihnachtsmarkt – und kein Adventsmarkt. Jedenfalls kannte ich das bisher nur aus irgendwelchen Weihnachtsgeschichten, die bei uns traditionell vorgelesen werden. Vor allem der Lübecker Weihnachtsmarkt ist mit seinen engen, gemütlichen Gassen sehr angenehm.

2.) Bereits zwei Tage nach Weihnachten die Auslagen im Weihnachtsschmuckstand umzudekorieren, ist nur bedingt eine gute Idee. Es ist definitiv keine gute Idee, wenn man erzgebirgische Engel, Tannenbäume und Pyramiden bereits am 28.Dezember durch Osterhasen, -glocken und -lämmer ersetzt. Bislang boten einem ja nur Supermärkte gute Gründe, sich darüber aufzuregen, dass der Kommerz inzwischen alles diktiert, auch, wann christliche Feste oder überhaupt jahreszeitlich bedingte Ereignisse zu beginnen haben. Im September, dreieinhalb Monate vor Heiligabend können einen inzwischen ja auch Schokoweihnachtsmänner nicht mehr wirklich aufregen, man stumpft ja ab.

Jetzt legt die Schnickschnackindustrie also nach und bietet bereits zwei Tage nach den Weihnachtsfeiertagen Osterschmuck an. Selbsterverständlich gibt es irgendwelche Deppen, die das Zeug auch schon kaufen.

3.) Der dicke junge Mann im Kassenhäuschen am Kinderkarrussel hat sich die Wartezeit mit einem Buch über die Geschichte des Panzerbaus vertrieben. Während er also die grünen Plastikchips für eine neue Wahnsinnsfahrt im Feuerwehrauto, Abschleppwagen oder auf dem Plastikmotorrad verkaufte, studierte er selbst Detailzeichnungen von bewaffneten Kettenfahrzeugen diverser Epochen. Vielleicht denkt man ja beim Kinderkarrussel über neue Attraktionen nach, weil die junge Kundschaft, vom dauernden Werbebeschuss auch schon ganz aufgepeitscht, nach neuen Herausforderungen giert: “Neee, Papi. Aufs Polizeiauto will ich nicht. Ich will aufn Leo!”