Juchei, es ist wieder Handwerker-Tag! Nachdem in der vergangenen Woche unter großen Mühen Gipsplatten in meinen Dachflächen-Fenster-Höhlen montiert wurden, ist heute nun also der Maler dran, um das alles zu vertuschen. Für 7:30 Uhr war sein Erscheinen angedroht, als er um 8:30 Uhr immer noch nicht da war, habe ich mal bei der Bauleitung nachgefragt. Kurz vor 9 Uhr klopfte es dann (und er ist nicht der einzige Handwerker, der an die Tür klopft. Das haben bisher alle getan. Warum benutzen Handwerker nicht die Klingel?!). Es folgte das übliche Handwerker-Oha-mhmm-mannomann-ob-das-so-geht beim Begutachten der zu erneuernden Decken- und Wandflächen.
Es müssen nunmehr die Tapeten von der Decke heruntergerissen werden, um sie durch neue zu ersetzen. “Und Streichen machen wir dann morgen”, sagte er mir, als sei das selbstverständlich. Warum klopfen Handwerker nicht nur, statt zu klingeln, sondern vor allem: warum denken sie immer, man habe jeden Tag für sie Zeit? Ich habe für den Besuch heute schon eine Pressekonferenz in Berlin sausen lassen, muss mich um andere Themen per Telefon kümmern. Morgen habe ich Termine, und zwar nicht in meiner Wohnung. Und warum sagt einem die Bauleitung, dass die Malerarbeiten an einem Tag zu erledigen wären, wenn der Maler dann gleich zur Begrüßung sagt, dass das nicht geht.
Ich habe Zeit, darüber nachzudenken. Denn während ich dies hier tippe, bin ich wieder allein. Mein Besucher hat genau drei Fetzen Rauhfaser von der Decke gekratzt und ist dann wortlos gegangen. Mal sehen, wann er wiederkommt.
Kategorie: Allgemein
Soziale Lesezeichen
“Social Bookmarking” nennt sich dieser Trend: User speichern Lesezeichen online, haben sie dadurch immer greifbar und können auch sehen, wie viele andere Nutzer ähnliche Links gespeichert haben. Das ist sozial, das ist toll, das ist freakig – trotzdem gibt es das jetzt auf kohlhof.de. Unter jedem Beitrag finden sich kleine quadratische Kästchen, die man anklickt um den jeweiligen Beitrag – einen Account beim Bookmarkdienst vorrausgesetzt – zu speichern.
Was mein Handy alles gesehen hat
Der Speicherchip in meinem Handy ist voll. Um dort Platz zu machen, habe ich alles per Backup auf meinen Rechner verschoben. Und das ist die Gelegenheit, hier mal wieder eine Galerie zu präsentieren mit einigen Fotos aus den vergangenen Monaten (genauer: aus dem vergangenen Jahr – ja, so aktuell ist das hier), die es aus diversen Gründen (keine Zeit, keine Lust, miese Qualität) nicht geschafft haben, Teil dieses wundervollen Blogs zu werden. So, hier ist nun also deren zweite Chance:
[mygal=hochladen]
Feierabend
Die Bauarbeiten sind beendet!!! … für heute. Tatsächlich haben die Trockenbauer die drei Fensterhöhlen verkleidet. Es soll sehr schwierig gewesen sein, weil hier unter Dach im Laufe der Jahrzehnte nichts mehr so gerade ist, wie es dem Laien erscheint. Da musste um Balken herumgearbeitet werden, gesägt hat auch jemand und gehämmert. Die gute Nachricht ist: Trockenbau erledigt. Jetzt muss nur noch der Maler kommen. Ist es nicht herrlich, ich könnte vor lauter Freude meine ganze Wohnung sauber machen.
Wie passend! Denn wie es der Zufall will, hinterlässt die Arbeit mit Gipsplatten eine puderzucker-feine Staubschicht in nahezu jedem Winkel der Wohnung. Na denn. Heißa! Juchei! Frisch ans Werk! Auf gehts! Das wäre doch gelacht! Haha! Jaha!
Oh mann….
www.kohlhof.museum
Vor ein paar Tagen kam in geselliger Runde am Kneipentisch das Gespräch auf Toplevel-Domains und welche es da so gibt. Es ging also um die Endungen von Internetadressen wie “.de” oder “.com”. Zu fortgeschrittener Stunde wurde angezweifelt, dass es Sonderformen gibt, die für spezielle Wirtschaftszweige oder kulturelle Einrichtungen gelten. Um diese Zweifel auszuräumen: Auch Internetseiten-Namen wie www.kohlhof.museum, www.kohlhof.travel oder www.kohlhof.mobi sind möglich (dazu: Internic und Wikipedia). Theoretisch – und wirklich nur theoretisch (!) – wäre auch www.kohlhof.dd möglich. Diese Toplevel-Domain war ursprünglich der DDR zugeordnet worden, sie wurde aber nie verwendet.
Akkord
Mal wieder bloß fürs Protokoll: Heute war echt viel zu tun, abzulesen oben bei den Einschalthinweisen. Hintergrund war eine Pressekonferenz der norddeutschen Innenminister und -senatoren in Heiligendamm. Und morgen gehts munter weiter. Ich leg mich mal kurz hin, bloß für ein Viertelstündchen. Nur noch schnell dieses Posting hier zuen… chchrrr,….chchrrrr,….. ch..ch…chrrrr.
Botschaft von Piefke
Oster-Souvenir aus Lübeck: “Wie ein Steuerberater sehen Sie NICHT aus. Gruß!” Diese Brocken klemmten, hastig hingekritzelt, auf einem lieblos zerfransten Schnipsel Papier an meinem Scheibenwischer. Ich vermute, die Botschaft ist das Produkt eines Feiertags-Wochenendes, das für den unbekannten Verfasser ungewöhnlich arm an sonstigen Höhepunkten war. Aber dann passierte doch noch etwas, was in der kleinen Welt hinter hastig zugezogenen Häkelgardinen nicht sein darf und deshalb für hektische Flecken im Gesicht sorgt: Mein Auto stand auf dem Parkplatz eines Steuerberater-Büros.
Tatsächlich weist ein ordentliches Schild am Stellplatz vorm Haus darauf hin, wessen Wagen hier parken darf: Das Auto einer Mitarbeiterin im Steuerberater-Büro im selben Block. In der Woche jedenfalls. Aber auch ich parke dort immer, wenn ich am Wochenende dem Westen einen Besuch abstatte. Die gute Frau, die zu dem Steuerberater-Schild gehört und den Platz gemietet hat, weiß das. Sie hats erlaubt. Seit bestimmt sieben Jahren schon. Sie benötigt den Stellplatz am Wochenennde nämlich nicht.
Nun gut, dass kann der Langweiler-Piefke mit den kleinen Zetteln natürlich nicht wissen. Wenn Rostocker Autos auf Lübecker Privatplätzen rumoxidieren, da muss man doch einschreiten. Oder soll das immer so weiter gehen? Wo kämen wir denn da hin, wenn sich keiner mehr um die ordnungsgemäße Zuteilung von Parkplätzen kümmern würde? Erst stellen sie unsere Parkplätze voll, ‘ne Woche später zieht einer von denen bei uns ein – und eröffnet unter falschen Angaben ein Steuerberater-Büro.
Womit wir beim zweiten wesentlichen Punkt wären. Woran genau lässt sich an meinem Äußeren ablesen, dass ich definitiv nicht Steuerberater bin? Ich habe zwei Beine, gehe aufrecht, wasche und kämme mich täglich, ich trage sogar eine Brille, halte meine Kleidung in Ordnung und spucke nicht auf die Straße. Ich erfülle also die Grundvorraussetzungen, auch für einen Steuerberater gehalten zu werden.
Nur zu gern hätte ich mit dem Absender darüber diskutiert. Ich hätte ihm auch ein gutes Buch empfohlen oder aus einer TV-Zeitschrit ein paar spannende Sendungen herausgesucht. Damit kann man sich stundenlang beschäftigen ohne in gebückter Haltung durch die Miefvorhänge des eigenen Wohnzimmers auf betonierte Freiflächen blinzeln zu müssen.
Leider zog es der Verfasser vor, anonym zu bleiben. Wir werden also weiter vermittels kleiner Kassiber kommunizieren müssen. Ich habe meinen Zettel schon vorbereitet, den ich demnächst in Lübeck auf meinem Armaturenbrett auslegen werde. Meine Antwort an den Piefke wird in etwa lauten: “… und Sie sehen aus, als hätten Sie keine Ahnung! Gehen Sie weg! Gruß!”
Ostern 2007
Ostern war ich im Westen. Ein erholsames Wochenende. Ich lasse Bilder sprechen (auch wenn ich dieses Galerie-Plugin noch nicht vollständig beherrsche).
[mygal=ostern07]
Permalinks
Im Hintergrund wurden hier einige Einstellungen geändert. Die Links für jeden Beitrag sind jetzt nach einer anderen Systematik aufgebaut. Auch trotz dieser neuen so genannten Permalink-Struktur sollten auch alle alten Links wieder funktionieren. Fehlermeldungen und Fragen bitte hier anfügen.