iPhone: Stromsparmodus forever (nicht)

Den Stromsparmodus am iPhone für immer einschalten – so hilft iOS beim dauerhaften Akku-Schonen.

EDIT (27.01.2020): Nach etwa einer Woche funktioniert dieses Automationsfeature nicht mehr. Damit reiht es sich ein in die vielen, vielen Berichten und Beiträge zum Thema: Wie fürchterlich sind eigentlich die iOS-Kurzbefehle und alles, was damit zusammenhängt. Ich kann das hier nun folgende How-To also nur als theoretische Anleitung empfehlen. Mehr nicht.

Forever-ever? Das geht! Folgendes: An und für sich spare ich gern Strom. Ein iPhone auch, extra dafür gibt‘s ja den Stromsparmodus. Das Problem nur: iOS verhält sich verschwenderisch, sobald der Akku wieder einigermaßen voll ist. Zwar fragt das iPhone, ob es den Stromverbrauch senken soll, sobald der Akku nur noch höchstens 20 Prozent hat, aber es schaltet von Zurückhaltung auf Hoch-die-Tassen, sobald die Batterie wieder zu 80 Prozent voll ist. Das: muss nicht sein. Man kann das System mit seinen eigenen Waffen schlagen. Das Zauberwort heißt „Kurzbefehle“. Man kann das Telefon so triggern, dass es immer dann den Stromsparmodus einschaltet, wenn dieser ausgeschaltet wird. Tja, eat this, Cupertino! Und so gehts:

Die iOS-System-App zum Glück heißt „Kurzbefehle“. Hier kann man allerlei Zeugs einstellen, was das Telefon oder eine App tun oder lassen soll, wenn dieser oder jene Bedingungen erfüllt sind. Unser Ansinnen ist in Sachen Akku-Schonen ganz einfach: Wenn der Stromsparmodus ausgeschaltet wird, schalte ihn einfach wieder an. Sozusagen Klimaschutz im Mikroformat.

Kurzbefehl-App-Icon aus iOS: Ein dunkelblaues Quadrat mit rosa-hellblauen Rauten
1. Das Appicon für Kurzbefehle auf iPhones. Mit einem Tipp darauf fängt alles an.
2. Die Kurzbefehle präsentieren sich mit einer Übersicht, was schon alles angelegt wurde. Nett, aber für unsere Zwecke nicht notwendig. Wir wollen eine Automation anlegen, darum tippe der geneigte User auf „Automation“.
3. Wir wollen eine „Persönliche Automation“ erstellen.
4. Eine lange Liste erscheint. Recht weit unten, im Kapitel „Einstellungen“, gibt es dann den Punkt „Stromsparmodus“. Klar, dass man da drauftippen sollte….
5. Hier kann man nun festlegen, was die grundlegende Bedingung sein soll, damit unsere Automatik später funktioniert. In diesem Fall: „Wenn der Stromsparmodus ausgeschaltet ist“, darum dort den Haken setzen und auf „weiter“ klicken.
6. Ja, was denn dann, hä? Na? Also: im diesem Schritt klicken wir auf „Aktion hinzufügen“.
7. Es öffnet sich ein Gemischtwarenladen an Features. Zum Glück gibts oben ein Suchfeld, in das wir…
8. … „Stromspar…“ reinhacken, um dann in der Trefferliste huldvoll „Stromsparmodus konfigurieren“ auszuwählen.
9. Es erscheint sozusagen die Befehlskette, das Skript, was nun also im Ernstfall geschehen soll. Wir tippen so lange auf das blau unterlegte Wort, bis dort, na, was wohl? Genau, bis dort „Ein“ steht. Nach alter Väter Sitte klicken wir dann auf „weiter“.
10. Fast fertig. Das Telefon gibt sich wohlerzogen und bietet an, jedes Mal höflich anzufragen, ob das Aktivieren des Stromsparmodus‘ denn gerade genehm sei. Wer also jedes Mal entscheiden will, lässt diese Option eingeschaltet – oder knippst sie aus, wenn alles magisch im Hintergrund ablaufen soll. Ein Tipp auf „Fertig“ beendet alles.

Das iPhone ist danach ein Sklave seiner selbst. Probieren wir es doch gleich mal aus, zum Beispiel in den Einstellungen oder auch im Kontrollzentrum lässt sich der Stromsparmodus von Hand ein- und ausschalten. Schalten wir den Akku-Schoner aus, dauert es nur einen Wimpernschlag, und das Batterie-Icon oben rechts färbt sich wieder gelb: Der Stromsparmodus ist wieder an.

Im Stromsparmodus schont das iPhone die eigenen Energiereserven, aber das funktioniert natürlich nur, wenn es weniger eifrig ist. Laut Apple-Support hält sich das System in folgenden Dingen zurück:

Der Stromsparmodus wirkt sich auf folgende Funktionen aus bzw. schränkt sie ein:

  • Abrufen von E-Mails
  • “Hey Siri”
  • Hintergrundaktualisierung für Apps
  • Automatische Downloads
  • Einige visuelle Effekte
  • Automatische Sperre (wird standardmäßig auf 30 Sekunden eingestellt)
  • iCloud-Fotos (vorübergehend angehalten)

Und auch das gehört dazu: Airdrop gibt sich im Stromsparmodus recht divenhaft, jedenfalls scheitert die Dateiübertragung oft. Der Stromsparmodus ist dann offenbar im Weg. Wenn mans weiß, is ja alles gut… hüstel

Alle Probleme von Apple in einem einzigen Screenshot

Eine iTunes-Fehlermeldung und ein Gedenkwallpaper mit Steve Jobs. Möglicherweise gibt es zwischen beiden Fakten einen Zusammenhang.

Kontakt-Probleme

Gesucht: Apps, mit denen man iPhone-Kontakte komfortabel verwalten kann.

Das ist ja alles ganz nett mit diesem iPhone. Es führt Fahrtenbuch, zeigt mir Sternbilder, lässt mich durch Comicstädte rasen, ich kann Filme drehen, Fotos bearbeiten, twittern, bloggen und noch jede Menge andere dolle Dinge. Aber mit dem Adressbuch komme ich nicht klar. Haben Sie schon mal versucht, jede Menge Kontakte zu bearbeiten, anzupassen, zu vereinheitlichen, zu gruppieren? Die eingebaute App macht es einem nicht gerade leicht, finde ich. „Kontakt-Probleme“ weiterlesen

Weitere Apfel-Erfahrungen

Erfahrungsbericht mit iTunes und iPod: Beim Playlisten-Management fehlen praktische Funktionen – und iTunes verschluckt den Maus-Pfeil. Von diesen Problemen kann man sich aber wunderbar mit einer Flipper-App ablenken.

Vor gut einem Monat habe ich öffentlich zugegeben, dass ich jetzt auch ein Produkt aus dem Hause Apple besitze. Meine ersten euphorischen Einschätzungen des iPod-Touch kann ich nun etwas relativieren. Apple kocht auch nur mit Wasser. Aber es ist doch sehr edles Wasser. Beim Playlisten-Management fehlen meiner Meinung nach praktische Funktionen – und iTunes verschluckt den Maus-Pfeil. Von diesen Problemen kann man sich aber wunderbar mit einer Flipper-App ablenken. „Weitere Apfel-Erfahrungen“ weiterlesen

Leuchtkasten-Kalender

Schönes neues Jahr wünsche ich. Einer meiner Kollegen spricht gern von “Leuchtkästen” wenn er diese modernen Mobiltelefone meint, auf denen deren Jünger gern betont lässig mit ihren Wurstfingern herumwischen. Ist ja auch total toll, vor einiger Zeit habe ich hier ja schon vom IPod geschwärmt, der fast ein Handy ist, vor allem aber ein handlicher Organizer mit Musik- und Videofunktion, Einkaufszettel, Wasserwaage und so weiter. Gerde eben habe ich mal versucht, meine diversen Google-Kalender in meinen Musik-Leuchtkasten zu importieren – tadaa, es ist wirklich einfach. Mein Erkenntnis-Gewinn lässt sich mit diesem Link zusammenfassen: https://www.google.com/calendar/iphoneselect. Diese Adresse ruft man mit dem IPod (oder IPhone) in dessen Browser auf und meldet sich in seinem Google-Account an. Auf der dann folgenden Seite kann man dann aus allen persönlichen Kalendern diejenigen auswählen, welche auch in die Kalenderfunktion des Leuchtkastens übernommen werden sollen. Zackbumm, tauchen im IPod-Kalender die bunten Einträge der verschiedenen eigenen Google-Kalender auf. Diese kann man auch bearbeiten – andere externe Terminlisten, wie zum Beispiel die Schulferien-Kalender von schulferien.org im iCal-Format, kann man im Nur-Lesen-Modus einbinden. Andere externe Kalender, wie zum Beispiel die “Interessanten Kalender”, die google zum Übernehmen anbietet, lassen sich nicht vom Web-Kalender in den Leuchtkasten übernehmen. Scheint auch nicht so wichtig zu sein.

Erste Apfel-Erfahrungen

Seit zwei, drei Wochen habe ich nun also so eine leuchtendes Apple-Dingens, von dem so viele reden und manchmal auch in übertrieben wirkendem Maße schwärmen. Ich habe also so einen iPod, auf dem man mit den Fingern so rumwedeln kann und dann macht der die tollsten Sachen. Ein Touch also.

Und ja: Dieser aufgebohrte MP3-Player ist schon ne dolle Sache. Hervorstechendste Eigenschaft: Er funktioniert einfach. Selbst mit den Apple-Regeln, dass man das Gerät erst an den eigenen Rechner anschließen und vorzugsweise mit iTunes aktivieren muss, nimmt man einfach so hin. Danach macht es dann, was es soll – nicht alles ist toll, aber vieles schon. Ein erster Erfahrungsbericht:

Mit ein paar Fingerbewegungen lässt sich das Ding einfach so bedienen. Der Aufbau der Menüs wirkt logisch, die Steuerung der Musikplayer-Funktion läuft einfach ab und ist intuitiv zu bedienen. Zuvor hatte ich einen Philips-Player, mit dem kam ich nicht so problemlos klar. Die Synchronisation des eigenen Schallarchivs auf der Festplatte mit dem iPod übernimmt iTunes – und macht das vollkommen automatisch. iTunes selbst halte ich für gewöhnungsbedürftig. Dazu später mehr.

Das Gerät an sich hat ja so eine glänzende Rückseite, die zwar schick aussieht, die aber überhaupt nicht gut in der Hand liegt, so dass man ständig die Befürchtung hat, dass einem das digitale Helferlein aus den Fingern rutscht. Zum Glück gehörte eine entsprechende Gummi-Schutz-Hülle gleich zum Angebot. Schon liegt der iPod ganz gut in der Hand. Der Touch-Bildschirm stellt Cover, Fotos und Texte sehr gut lesbar dar, er wechselt ja automatisch von der vertikalen zur horizontalen Darstellung, je nachdem, wie man das Gerät hält. Selbst in der schmaleren Darstellung trifft man auch mit Wurstfingern zielsicher die passenden Buchstaben auf der eingeblendeten Tastatur. Es gab für meine Begriffe erstaunlich wenige Tippfehler.

Der iPod Touch ist mit zwei Kameras ausgestattet, die auf diese Weise auch Videotelefonie ermöglichen sollen, sofern man mit der Software Facetime und übers Internet mit anderen Facetime-Usern in Verbindung treten will. Ich kenne niemanden – und ein W-Lan ist ja nun auch nicht überall in der Nähe. Ich habs also nicht getestet, aber ich hätte wohl auch kaum Spaß daran, denn die Kamera ist nicht so gut. Fotos sind oft sichtbar verrauscht, Videos hingegen sehen auf dem Display ganz gut aus (siehe Video oben).

Enttäuscht haben die beiliegenden Apple-weißen Ohrhörer. Blecherner, flacher Klang – egal, mit welcher Equalizer-Einstellung. Mit einem Paar Philips-Ohrhörern wird Musik vom iPod dann aber doch noch zum Musikerlebnis. Durch die Cover und Playlisten blättern, indem man einfach über den Bildschirm wischt, das ist schon toll. Die Synchronisation mit iTunes bringt ja auch verschiedene Playlisten auf einen gemeinsamen Stand.

iTunes, tja…, der Import von MP3-Dateien, auch wenns zig Ordner sind, läuft recht schnell ab. Bei zahlreichen Alben findet iTunes icht automatisch das passende Cover-Bild. Wer selbst nach Bildern googelt, kann das korrekte Titelbild einfach mit der Maus in iTunes hineinziehen, schon versieht die Software alle zugörigen Tracks damit. Ohne diese Bilder würde man in der Cover-Flow-Ansicht (also beim Wischen)

Coverflow wirkt doch recht schick.
Cover-Flow wirkt doch recht schick.

nach zwei Sekunden die Übersicht verlieren. Das Bearbeiten von Songs geht leicht, der Kontakt zum iTunes-Store ist hingegen in der Regel recht lahm. Einloggen, Suchanfragen, Wechsel zwischen verschiedenen Produktkategorien, all das erinnert an gute alte Modem-Verbindungen. Gleichzeitig sind die Schaltflächen zum Vor- und Zurückblättern im Gegensatz zu wohl allen gängigen Browsern minimalistisch klein – und somit gewöhnungsbedürftig.

Der Store an sich ist dann allerdings ja eine schier unerschöpfliche Fun(d)grube, die das Kaufen leicht macht. Aber: Nicht jedes Album in Datei-Form ist auch das billigste, wie ein erster vergleichender Blick auf die Amazon-Seite offenbarte. Ob es entscheidende Qualitätsunterschiede in den Songs gibt und ob es unterschiedliche Nutzungsrechte bei den verschiedenen Anbietern gibt, habe ich noch nicht zu erforschen versucht.

Der iTunes-Store ist natürlich auch eine zentrale Anlaufstelle für Apps, also Erweiterungen für den iPod. Ein digitaler Einkaufszettel, ein Audio-Rekorder und -Editor, eine Stimmgerät-Funktion, ein Spiel mit ärgerlichen Vögeln, ein Shaun-das-Schaf-Comic, eine Fahrtenbuchfunktion – und das alles kostenlos. Fantastisch. Das ist der große Pluspunkt. Speziell der Audio-Rekorder liefert erstaunlich gute Aufnahmen, die im Ernstfall sogar radiotauglich wären.

Diese iPod-Generation kann sogar mehrere Funktionen gleichzeitig ausführen, aktualisiert bei Internetzugang auf Wunsch, Mails, Kalender, Wetterdaten, Podcasts, Aktienkurse und was sonst noch gewünscht wird. Der Akku hält dabei gefühlt einen Tag durch. Ohne den Netzwerk-Schnickschnack macht der iPod als MP3-Player viele Tage Freude.

Fazit nach drei Wochen als Apple-Nutzer: Es stimmt schon, was die Apple-Fan-Boys sagen – Hard- und Software funktionieren einfach und sind schnell eingerichtet. Ohne Fehl und Tadel ist aber auch so ein Glitzerdingens nicht. Trotzdem bin ich beruhigt, dass nach monatelangem Gehadere und Abgewäge die Entscheidung zum Kauf dann doch richtig war.