Final-Hotdogs

Und hier ein Beitrag aus der Reihe “Nein danke, ich bin plötzlich schon satt. Ja, wirklich”. Die Brasilianische Hotdog-Schmiede WDOG hat versucht, das Beste aus zwei Welten zu kombinieren: die besten Hotdogs und die besten Fußballteams der Welt. Das Ergebnis, unter Zuhilfenahme von jeder Menge Lebensmittelfarbe und tonnenweise Pamps und Tunke: Hotdogs mit landestypischen Zutaten und in Nationalfarben.

Hotdog in blau-weißem Brot
Hotdog, landestypisch argentinisch.

Tja nun. Also, ob man da gern zugreift. Die Argentinienvariante wartet mit Knoblauchsauce und anderen Tunken auf. Erinnert aber auch irgendwie an Schlümpfe. Optisch auf jeden Fall Platz 2 (Zutatenliste).

Da ist das Ding. Deutschland-Hotdog.
Da ist das Ding. Deutschland-Hotdog.

Und hier der Snack in den Farben des Weltmeisters 2014: Der Schwarz-Rot-Goldene Klopper wirkt nebenbei auch noch aufgeräumter, ist aber sonst auch eher was für den großen Hunger zwischendurch – mit Kartoffelpürree, Gurken und Röstzwiebeln (hier die Zutatenliste). Aber bitte nicht kleckern.

Rechte-Abgabe

Wer soll das eigentlich gut finden? Für die Chance, olympische Spiele auszurichten, müssen Staaten gegenüber den Olympia-Vermarktern einen Teil Ihrer Souveränität aufgeben. Nachzuhören und zu lesen beim Deutschlandfunk. In der Sendung „Hintergrund“ ging es am Dienstag um die Verträge, die abgeschlossen werden, wenn Städte sich darum bewerben, die Jugend der Welt zum sportlichen Wettstreit begrüßen zu dürfen: “Der Preis der Spiele” (Text des Beitrags, der Beitrag als MP3, jeweils auf dradio.de).

“Den Traum, einmal Olympia-Gastgeber zu sein, lassen sich die Regierungen auch einen Teil ihrer rechtlichen Souveränität kosten. Denn im Host-City-Vertrag garantiert die Bundesrepublik Deutschland, nicht nur eine weitgehende Steuerbefreiung, sondern auch, dass alle akkreditierten Personen, die über einen gültigen Reisepass und eine olympische Ausweis- und Akkreditierungskarte verfügen, in die Bundesrepublik einreisen können.

Sofern sie nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sind, werden ihnen gebührenfreie Visa zur mehrfachen Einreise in die Bundesrepublik erteilt. Sind die Funktionäre Teil der offiziellen Olympiamannschaft ihres Landes, bezahlt der Steuerzahler auch noch ihre Flugtickets. Für diesen Personenkreis gilt auch die Befreiung von der Zoll- und Abgabenpflicht. Das heißt: Die olympische Entourage darf so viel ein- und ausführen wie sie will, es gelten keinerlei Zollbestimmungen. Dazu kommt: Die Funktionäre dürfen Familie und Freunde mitbringen, für die gelten dann die gleichen Bedingungen.”

Ganz offensichtlich geht es bei Olympia nicht um eine Spiele-Vergabe, sondern eher um eine Rechte-Abgabe.

Tja, es ist natürlich eine große Ehre und grundsätzlich eine tolle Sache, so eine Olympia-Sache – aber welchen Preis können Sportrechte-Agenturen und Management inzwischen verlangen? Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) scheint da ja ähnlich rigoros zu sein, wie das NDR-Medienmagazin Zapp unlängst berichtete.

Rudern

Rudern – mein Lieblingssport. Komisch, dass ich so lange abstinent war…

Habe ich hier eigentlich überhaupt schon mal über die beste Sportart der Welt geschrieben, also übers Rudern? Eigentlich nicht. Warum bloß? Dabei habe ich bereits 1986 zum ersten Mal in einem Boot gesessen, es hieß “Gudrun” und gehörte der KRR, der Ruderriege des Katharieneums. Ich habe ja damals fast mehr Zeit im Bootshaus als in der Schule verbracht – in etwa so, wie ich später häufiger im NDR-Ostseestudio anzutreffen war als im Hörsaal.

Rudern, also, das richtige, nicht Paddeln in Kajaks, Kanus oder Kanadiern, sondern in handfesten Ruderbooten, ist sensationell. Übers Wasser gleiten im Einer oder in Mannschaftsbooten ist ebenso anstrengend wie entspannend und zudem der Gesundheit äußerst dienlich – mal abgesehen davon, dass einem oft der Hintern weh tut auf den hölzernen Rollsitzen und dass die Hände Schwielen zeigen – aber irgendwas ist ja immer…

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Tipp-Tips

Mit der Fußball-WM kann man viel Geld verdienen – wenn man in der Büro-Tippgemeinschaft als einer der wenigen Fußball-Profis die richtigen Ergebnisse tippt. Für denjenigen, der die einzelnen Wetten verwalten und auswerten muss, kann der Spaß schnell vorbei sein. Denn das ist eine Mammutaufgabe – ich habe mal drei verschiedene kostenlose Excel-Dateien verglichen, die einem das alles sehr komfortabel abnehmen können.

Noch drei Tage … dann beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Spätestens jetzt werden in Büros und Peergroups die Tipps abgegeben, welches Team wie spielt, wer Weltmeister wird, wie weit die deutsche Nationalelf wohl kommen wird, wer Torschützenkönig wird und so weiter und so fort. Manche Tipp-Gemeinschaften übersteigen dabei mengenmäßig schon ein durchschnittliches Fußballteam erheblich. Da kann man mit dem richtigen Experten-Hintergrundwissen oder der passenden Intuition ne Menge Geld verdienen.

Tischfussball
Tischfußball. Foto: Christian Kohlhof

Aber: derjenige, der das alles verwalten muss, ist kaum noch zu beneiden – es sei denn er kann die ganze Tipperei mit Hilfe einer Excel-Datei verwalten. Dabei bieten die umfangreichen Tabellen-Dateien einen nahezu sensationellen Funktionsumfang (und demonstrieren dabei, was eine moderne Tabellenkalkulation so alles kann). So ist teilweise sogar eine Nutzerverwaltung inklusive automatischer Tipp-Kontrolle und -Aktualisierung möglich. Ich habe mir mal drei verschiedene kostenlose Excel-Dateien angesehen. „Tipp-Tips“ weiterlesen

Hansa in der Holzklasse

Hansa Rostock ist in die Dritte Liga abgestiegen. Im Relegationsrückspiel gegen den FC Ingolstadt war beim 0:2 (0:1) schnell klar, wohin die Reise geht. Ingolstadt hatte schon im Hinspiel 1:0 gewonnen. Fußball ist nicht meine Welt, ich bin kein Fan von Hansa Rostock (erst recht nicht wegen dieser Krawallchaoten, die den Verein immer wieder heimsuchen) – aber komisch ist das Gefühl trotzdem. Hansa war 19 Jahre in der Ersten bzw. Zweiten Liga – das Geschick des Vereins bestimmte viele Gespräche in der Stadt, jeder hat irgendwie – mehr oder weniger – zumindest doch mal heimlich auf die Spielergebnisse und die Tabelle geschielt.

Nun ist es also erst mal vorbei mit den besonders angesehenen Ligen – der Verein ist in der Holzklasse angekommen – Fans hoffen ja dadurch auf einen Neuanfang nach einem reinigenden Gewitter in Mannschaft und Vereinsspitze. Na, mal sehen.

Olympia hören

Eine warme Empfehlung für nachts surfende Sportinteressierte: Die Olympia-Berichterstattung des ARD-Hörfunks gibt es jede Nacht per Live-Stream vom Mitteldeutschen Rundfunk. Das Olympia-Radio live aus Vancouver hält einen akustisch auf dem Laufenden, dazu gibts Meldungen von mdr-info. Klingt gut.

Ruder-Revival

Es ist sprichwörtlich viel Wasser die Trave und die Wakenitz heruntergeflosssen, seit ich zum letzten Mal in einem Ruderboot saß. In der Schulzeit am Katharineum zu Lübeck ging ich teilweise an vier Tagen in der Woche aufs Wasser. In der Katharineum-Ruder-Riege (KRR) habe ich mit die beste Zeit in Mittel- und Oberstufe verbracht. Seit dem Abi wurden die Ruderfahrten seltener, vor gut und gerne sechs bis acht Jahren habe ich zuletzt die Füße aufs Stemmbrett gesetzt und tapfer den hölzernen Rollsitz ertragen… bis zum verangenen Wochenende dauerte diese Pause. Eine Ehemaligenwanderfahrt war das Beste, was ich seit langem getan habe. „Ruder-Revival“ weiterlesen