Tragbarer Safe

Die Zugangsdaten für Amazon, den webmail-Account, Facebook, Diskussionsforen, Onlinedienste, die Bürosoftware – aktuell habe ich 92 Passwörter, die ich mir merken müsste. Mach ich aber nicht, denn ich benutze Keepass, das ist ein kostenloser Passwort-Manager.

keepass_screenshot
Keepass verwaltet Zugangsdaten für Mail-Fächer, Diskussionsforen, Online-Shops und alles andere - geschützt durch ein Masterpasswort. Die Software trägt die Zugangsdaten dann auf Befehl in den passenden Login-Masken ein. (Für diesen Screenshot habe ich einige Listeneinträge unkenntlich gemacht). Abbildung: Christian Kohlhof

Keepass verwaltet Zugangsdaten nach beliebigen Kategorien, sortiert sie, merkt sich auch die Adressen der Login-Seiten und generiert selbstständig sichere Passwörter, deren Komplexität man selbst festlegen kann. Auf Tastendruck bzw. auf Mausklick öffnet das Programm sogar die passende Login-Seite und trägt Nutzernamen und Passwort ein*.

Weiterer Vorteil: Keepass läuft ohne Installation – also das Programm einfach auf den USB-Stick entpacken und von dort starten. Keepass ist also im besten Sinne ein Online-Schlüsselbund. Selbstverständlich ist dieses Schlüsselbund ebenfalls mit einem Kennwort geschützt (das dürfte dann aber eine der letzten Zeichenfolgen dieser Art sein, die man sich noch merken muss).

Allerdings ist anzuraten, dass es sich beim Masterpasswort um ein sicheres, also für andere schwer zu erratendes Schlüsselwort handelt. “Baum” ist also ein schlechtes Passwort. Es sollte eher so aussehen, als hätte man wie zufällig mit der Faust auf die Tastatur gehauen – so in etwa: “AmSs2(b,l)Mb-F,dsd:0%Alk”. Das dürfte für Fremde oder auch für Angreifer aus dem Netz kaum zu erraten sein.

Nun sieht das zwar zufällig aus, ist es aber gar nicht. Denn auch man selbst kann sich diesen Zeichenwust schließlich kaum merken. Deshalb dürfte diese Herangehensweise helfen: Das Passwort ist eine Art Abkürzung für einen Satz, der Grundlage für dieses Zeichenmonster war. Und zwar: “Auf meinem Schreibtisch stehen 2 (braune, leere) Malzbier-Flaschen, da steht drauf: 0% Alkohol”. Oder eben kurz zusammengefasst: “AmSs2(b,l)Mb-F,dsd:0%Alk”.

Diese Mühe sollte sich jeder machen, um die eigenen Zugangsdaten zu schützen. Außerdem sollte für jeden eigentlichen Nutzernamen ein anderes Passwort angelegt werden – aber das übernimmt Keepass ja gern selbst.

Weitere Infos über sichere Passwörter und andere Sicherheitsthemen rund um Computer gibts unter anderem auf folgenden Internetseiten:

* was auf vielen Internetseiten, aber nicht auf allen funktioniert. Da hilft dann nur Copy&Paste zum Eintragen der Nutzerdaten

Emu auf der Überholspur

Aus der Reihe “Überraschende Verkehrsmeldungen” – gerade eben im Radio gemeldet:

Vorsicht bitte in beiden Richtungen auf der A20 Rostock – Lübeck in Höhe Groß Sarau läuft ein Emu auf der Fahrbahn.

 

Edit nach einer halben Stunde: Aus dem Emu ist inzwischen ein Nandu geworden.

Die nächste GA

Nach der IGA 2003 in Rostock und der LaGA 2002 in Wismar nun also die BUGA 2009 in Schwerin. Die Bundesgartenausstellung ist die dritte Schau, also die dritte GA mit Blüten, Pflanzen, Büschen und Gehölzen in Mecklenburg-Vorpommern binnen sieben Jahren.Das Schloss scheint nun in einem Blütenmeer zu liegen.

buga_eroeffnung021
Das Schweriner Schloss scheint aus dem richtigen Blickwinkel gesehen in einem Meer aus Tulpen zu liegen. Fotos: Christian Kohlhof

Mit sieben Gärten rund ums Schloss präsentierte sich die BUGA am Eröffnungstag unter leuchtender Frühlingssonne. 20.000 Besucher kamen nach Buga-Angaben, um die Chance zu nutzen, am ersten BUGA-Nachmittag kostenlos die Gärten besuchen zu können.

Das Gelände liegt mitten in der Stadt. Besondere Attraktion: Eine schwimmende Brücke, die zwei BUGA-Bereiche verbindet und einen Blick aufs Schloss bietet, der bislang Kapitänen und deren Fahrgästen vorbehalten war. Die Schau, zu der die Organisatoren mit 1,8 Millionen Besuchern rechnen, ist noch 171 weitere Tage geöffnet.

buga_eroeffnung031
Aus der Sicht des Schlosses sieht das in etwa so aus.

Kulturschatzkatalog

Heute hat die Unesco ihr Projekt einer Weltbibliothek vorgestellt, in der sie ausgewählte Kulturschätze digitalisiert bereitstellen will. Und weil das eine faszinierende Idee ist, hier noch schnell der Link zu dieser ungewöhnlichen Bibliothek der Unesco, die schon hunderte Werke aus allen Teilen der Welt anbietet. Weitere Infos dazu zum Beispiel auf zeit.de. Der Bestand, der zum Beispiel von nationalen Bibliotheken ergänzt werden soll, soll ständig erweitert werden. Die Unesco ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.

wdl-startseite
Kulturschatzkatalog: Das Bibliotheksprojekt der Unesco.

Rostock vs. Schwerin II

Folge II im knallharten Vergleich aus eigener Erfahrung. Rostock gegen Schwerin. Heute: Parkplatzsituation

Rostock schafft den Ausgleich: In der Großstadt ist jedenfalls kein Anwohnerparkausweis notwendig, um das Auto in einigermaßen erträglicher Nähe zu den angemieteten vier Wänden abstellen zu dürfen – jedenfalls in dem Viertel, in dem ich lebe. Es gibt auch keine Parkscheinautomaten. Einziges Manko in Rostock: Die Suche nach einem ordnungsgemäßen Stellplatz kann manchmal recht lange dauern.

In Schwerin geht rings um meine Unterkunft ohne Anwohnerparkausweis allerdings nicht viel. Oder irgendwie doch – man kommt in Kontakt: Schon zum zweiten Mal wurde ich nun von wohlmeinenden Nachbarn – die wie zufällig an meinem gerade abgestelllten Wagen vorbeischelnderten – freundlich darauf hingewiesen, dass an jener Stelle ein Anwohnerparkausweis zwingend vorgeschrieben sei. Als Alternative gibt es dann noch ein paar kostenpflichtige Kurzzeit-Parkplätze um die Ecke.

Eine Suche auf schwerin.de nach “Anwohnerparkausweis” liefert als Ergebnis allerdings: 0. Das liegt daran, wie ich nach zehn Minuten Rumgeklicke auf der Seite des Bürgerbüros herausfand, dass ein Anwohnerparkausweis im Bürgerbüro wohl eigentlich Anwohnerparkberechtigung genannt wird. Jedenfalls falle das in den Zuständigkeitsbereich jener Abteilung. Allerdings finden sich an jener Stelle keine weiteren Links, weshalb ich erneut die Suchfunktion bemühe. Allerdings liefert auch die Suche über das Suchfeld nach diesem Begriff als Terffermenge eine glatte 0. Das liegt nun wiederum daran, dass die Anwohnerparkberechtigung eigentlich doch Bewohnerparkkarte genannt wird (wie ich nach weiterem freudlosem Herumgeklicke herausfinde). Zumindest steht auf dem Formular, das man sich herunterladen kann… Nein, stopp. Auf dem Formular steht: “Antrag auf Erteilung einer Sonderberechtigung für Bewohner nach $45 StVO”.

Nun habe ich also schon mal den Antrag gefunden. Wenn ich jetzt noch irgendwo eine Angabe dazu finde, welche Preise denn für diese Anwohnerparkausweisberechtigungskarte fällig werden, wäre ich glücklich. Aber die Suche auf Schwerin.de nach dem Begriff  “Bewohnerparkkarte” liefert – man ahnt es bereits  „Rostock vs. Schwerin II“ weiterlesen

Kollektion 2009

ostereier2009
Die Osterkollektion 2009: Hier eine Auswahl der handferfertigten Schmuckstücke aus der Schmuckeiermanufaktur Kohl&Hof. Auch in diesem Jahr dominieren leuchtende Farben und zumeist klare Formen. Eine neue Produktlinie zeichnet sich in der neuen Design-Reihe "Blossoms on Eggs" (Bildmitte) ab. Überhaupt Blüten:...
narzissen
... Die gab es beim Osterbesuch im Westen zuhauf zu sehen. Die wohl größte Ansammlung von zweifarbigen Narzissen gibt es in der Nähe der Hüxtertorbrücke zu sehen. Sonnenbeschienen ist dort ein leuchtend gelbes Blütenmeer entstanden (beachten Sie in diesem Zusammenhang auch das Insekt oben rechts, das vorwitzig durchs Bild summt). Alle Fotos: Christian Kohlhof
nandu
Auf einer Radtour durch die Umgegend trafen wir dann auch diesen großen, aber gelassenen Laufvogel, der an der Wakenitz in einem Gehege lebt. Seinen Nandu-Vorfahren gelang vor einigen Jahren die Flucht aus der Anlage. Die vermehren sich im Wakenitztal mittlerweile prächtig.
gockel
Zur Attraktion im Bauernhofcafe "Alte Zeiten" in Schattin gehört es, dass man unter knospenden Apfelbäumen auf blauen Holzstühlen leckere Dinge in sich hineinstopfen kann. Außerdem läuft das Federvieh frei herum und ist sich seiner Bedeutung, gerade was die Zulieferung von Osterschmuck angeht, durchaus bewusst und zeigt dies auch durch stolzes Herumstaksen (auch wenn man als Gockel mit Eiern eher wenig zu tun hat).

Zitate-Schatz

Wenn es das zu meiner Examensarbeitszeit schon gegeben hätte… oder vielmehr: Wenn ich vor vier Jahren schon von diesem Schätzchen gewusst hätte: Citavi ist eine Software zur Verwaltung von Literatur-Zitaten. Das komfortable, mit vielfältigen Funktionen ausgestattete Programm erleichtert das Zusammentragen und Verwalten von Text-Passagen – die ideale Hilfe, um die Früchte der eigenen akademischen Arbeit durch Textstellen in anderen Werken zu belegen oder zu untermauern (oder was auch immer).

Citavi-LogoDie wesentlichen Vorteile: – In der Free-Version kostenlos – Citavi läuft vom USB-Stick, also ohne herkömmlichen Installationsprozess – ist also auch der ideale Begleiter bei der Literaturrecherche im Rechenzentrum oder in der Bibliothek – Fügt Zitate gleich mit Fußnote in Word oder OpenOffice ein – Hat schon hunderte Zitationsvorlagen an Bord Nachteile sind auf den ersten Blick nicht vorhanden: allerdings ist zu bedenken,

„Zitate-Schatz“ weiterlesen

Rostock vs. Schwerin

Jetzt habe ich also auch eine Adresse in Schwerin – damit ich nicht zwangsläufig um 2:30 Uhr nachts in Rostock aufstehen muss, um pünktlich zum Frühdienst in Schwerin zu sein. Künftig reicht es also, wenn der Radiowecker bei Bedarf um 4 Uhr in Schwerin losträllert. Ist das nicht fantastisch?

Aber davon mal ganz abgesehen stellt sich natürlich die Frage, was denn nun besser ist: Großstadt an der Ostsee oder Kleinstadt in einem Meer aus Seen. Und wo bietet sich eine bessere Gelegenheit, das zu vergleichen als hier. Der knallharte Städte-Check und -Vergleich – und das aus der Sicht eines Zugereisten. Da ich meine Wurzeln nicht leugnen kann, werde ich zwischendurch auch mal den Lübeck-Joker ziehen.

Vergleich Nummer 1: Direktes Wohnumfeld

– Rostock bietet einen ehemaligen Friedhof als üppige Grünanlage direkt in der Nähe, dazu ein optisch leicht missratenes Ärzte- und Geschäftshaus aus Glas und Stahl. Der Hauptbahnhof ist auch nah dran. Das Kneipenviertel in der Nähe. Dachgeschoss im Mietshaus: Alter etwa 100 Jahre.

– Schwerin: altes Innenstadthaus, wohl aus dem 19. Jahrhundert, Hochparterre. Gewissermaßen in direkter Nachbarschaft: Ein Innenministerium, ein rechteckger Teich und eine Kirche mit Fürstengruft. Richtung Schloss gibt es mehrere Lokale.

– Fazit: Schwerin liegt leicht vorn, aber nur weil a) Fürstengruft schon unschlagbar ist und b) in meiner Rostocker Nachbarschaft etwas Vergleichbares fehlt (nun gut ein ehemaliger Friedhof, aber das ist was anderes).

Rostock : Schwerin – 0 : 1