
Kategorie: Allgemein
Schöne, nein schlechte, nein schreckliche, nein, ach, andere Zettel
Es gibt so viele schlechte Zettel – hier eine erschütternde Momentaufnahme aus Ahlbeck.
Dem Einzelhandel geht es nicht gut. Selbst in Geschäften in Premium-Orten an der nordostdeutschen Ostseeküste wird allmählich das Papier knapp. Geld für optisch wenigstens durchschnittlich ansprechende Aushänge ist einfach nicht mehr da. Besonders schlimm: Es ändert sich ja auch noch dauernd was. Rabatte lagen gestern noch bei 20 Prozent, plötzlich heißt es dann bis zu minus 50 Prozent oder es geht um einen noch viel verrückteren Wert. Aber was soll man machen, wenn sich das so über Nacht ändert. Woher soll man bloß ein neues Blatt Papier nehmen, geschweige einen Drucker? Immerhin gehen die schlechten Ideen, wie man die eigenen Aushänge verändern kann, nicht aus.

Und wenn dann die verdammten Kunden vor der Tür stehen, aber es ist die falsche Tür, weil sie zu dem Laden gehört, der gerade nicht offen ist, dann reicht ganz bestimmt ein handschriftlicher Hinweis. „Schöne, nein schlechte, nein schreckliche, nein, ach, andere Zettel“ weiterlesen
Kunst mit Popcorn
Popcorn mit Gesicht

Man muss wohl nur genau hinsehen, wenn man einen Eimer Popcorn vorgesetzt bekommt. Es ist ein Eimer voll Geschichten udn Gesichtern. Zeichner Victor Nunes hat daraus ein Projekt gemacht. Hier gibts noch mehr zu sehen – auch Walnusshälften sind wohl ganz gut geeignet.
Für mich ist das natürlich eine einzige Inspirationsquelle. Wenns gut läuft, werde ich hier schon bald die ersten eigenen Bilder präsentieren können – mit Reis vielleicht. Oder Erbsen.
Spitzen-Tee
Nicht verfügbar
Ncht gng Pltz fr Vkl
Anzüglich
Die Grafik für den nächsten Anzugkauf – oder den nächsten Anzug-Wegschmiss….
Kohlhof.de, das ist Mode, Style und Fashion. Ist doch so. Darum hier nun zum Ausdrucken und Ausmalen der unglaublich praktische “Sitzt-der-Anzug-richtig”-Ratgeber. Und der beweist ganz nebenbei, dass das Offenkundige zuweilen erst dann nachvollziehbar wird, wenn man es mal vorgeführt bekommt.

Fazit: Graue Anzüge knittern, rutschen, zwicken und schlappern so rum, schlumpfblaue Anzüge wirken hingegen stets wie angegossen.
Vergriesgnaddelt 2
Mit “vergriesgnaddelt” in die Google-Top-10.
So in etwa muss es sein, wenn plötzlich die Leute vom Nobelpreiskomitee anrufen. Dann fallen bestimmt Sätze wie “Sagen Sie, ließe es sich einrichten, dass Sie am 10. Dezember nach Stockholm kommen? Und haben Sie einen Frack?” Die Angerufenen sieht man dann wenig später umringt von bebenden Mikrofonen auf allen Kanälen. Als Beleg für die gelungene Überraschung können häufig auch wirre Frisuren und erstaunlich unansehnliche Pullover dienen, die sich die Belagerten in ihrer Not hastig noch überwerfen konnten, bevor sie vor die Weltpresse traten.
Nun, zumindest habe ich vor dem Haus noch keine Fernsehteams entdecken können, aber eine überraschende Nachricht hat mich dennoch erreicht – via Twitter:
Gerade festgestellt, daß @kohlhofde in den Google Top 10 ist, wenn man nach “vergriesgnaddelt” sucht. Respekt! ;)
— Herr Rpunkt (@herrrpunkt) 30. Januar 2014
Tatsächlich! Vergriesgnaddelt. Platz 9 in den Suchergebnissen bei google. Die Suche verweist übrigens dann wieder auf diesen Artikel aus dem Jahr 2010. Natürlich ist eine Auszeichnung wie diese mir ein innerer Ansporn, schon bald Platz 8 zu erreichen – oder was weiß ich denn, vielleicht sogar Platz 7. Hach.
Blaubeerkäse und Autobahn
Ich fühle mich geehrt: Auf Autobahnschildern ist sozusagen die Entfernung bis zu meiner Haustür nahezu exakt angegeben.
Es gibt Tage, da kommt man nach Hause und wird gefragt, ob es denn einer schöner Tag war, und ob man vielleicht sogar etwas Besonderes erlebt habe. Heute Abend ist so ein Abend, an dem ich endlich mal aus tiefstem Herzen nicken kann und sagen kann: “Ja, heute war ein derart außergewöhnlicher Tag, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.”
Und dann würde es nur so aus mir heraussprudeln: Ich würde davon berichten, dass es in der Kantine am Frühstücksbüffet heute – Achtung – Brötchenhälften mit Blaubeerfrischkäse gab. Sowas, also nee. Man muss dazu wissen, dass der Farbton von Blaubeerfrischkäse in etwa dem der Farb-Sonderling Mauve entspricht. Ein Anblick wie dieser lässt natürlich nicht automatisch auf eine Geschmacksexplosion der wohltuenden Art hoffen, aber ein zaghafter Test hat dann immerhin doch ergeben: Blaubeerfrischkäse ist… genießbar.
Wer will nach einem Highlight wie diesem überhaupt noch etwas erwarten. Sehen Sie, ich nicht. Trotzdem habe ich auf der Rückfahrt festgestellt – und ich kann sagen, ich war überrascht und entzückt, dass die Entfernungsangaben auf den Autobahnschildern, also zum Beispiel “Rostock 86 km” oder “Rostock 35 km”, dass also diese Angaben sich nahezu exakt auf die Entfernung bis zu meiner Haustür beziehen. Vom 86-Kilometer-Schild sind es tatssächlich genau 86 Kilometer Fahrtstrecke bis zur Haustür. Ist das nicht irre? Würden Sie nicht auch total ausflippen?
Und ausgerechnet heute ist hier niemand, dem ich es gleich erzählen könnte…






