Illusorisch gepinselt

Wand-Illusion

Sieht aus wie mit dem Computer nachträglich ins Bild kopiert, ist aber ein Kunstwerk, bei dem es auf die Perspektive ankommt.

Das sind doch mal Blickfänger: Die Kunstwerke des in der Schweiz geborenen Künstlers Felice Varini. Mathematische Formen und Figuren malt er auf Wände, Pfeiler, Türen, Fußböden und anderes. Aber eben nicht auf einem Stück, sondern in verschiedenen Abständen und auch mit den entsprechenden Verzerrungen. Aus dem richtigen – und einzig passenden – Blickwinkel betrachtet, ergibt sich trotzdem eine vollkommene Form. So wie bei den gelben Kreisen und Punkten auf dem Bild oben. Mehr Bilder gibt es auf der oben verlinkten Internetseite des Malers.

Sturz ohne Handy

“Oha, jetzt muss ich aber aufpassen, dass ich hier nicht gleich abrutsche und auf die Schnauze falle”, dachte ich noch so bei mir, als ich geschmeidig, kraftvoll und mit entschlossenem Schritt in Ausübung meiner Dienstpflichten am Kreuzfahrtterminal in Warnemünde entlanghastete. Behende hatte ich bislang alle Hindernisse umkurvt: Spaziergänger, Kinder auf Fahrrädern, Lastwagenfahrer, die in kleinen Gruppen auf dem Bürgersteig standen. Weil so viel los war auf dem Fußweg hatte ich mich im rasanten Lauf zu einer Gratwanderung entschlossen. Direkt auf dem Kantstein setzte ich mit weiten Schritten einen Fuß vor den anderen. Ich hatte gerade die Wörter “Schnauze fallen” zuende gedacht, da glitt ich mit dem linken Fuß rechts am Kantstein hinunter, was zwangsläufig dazu führte, dass ich mit dem rechten Fuß an meiner linken Wade hängen blieb. Mit dem eleganten Spurt war es in diesem Moment vorbei. „Sturz ohne Handy“ weiterlesen

Mogelpackung I

Hach, sehen die lecker aus! So frisch, bunt, süß und knackig! Echt verlockend, das bunte Hochglanzfoto auf der knisternden Keks-Packung

Keksverpackung

Da möchte man doch meinen, wer dieses Backwerk mit nach Hause bringt, der kann sich der Sympathien aller Angehörigen, Freunde, Bekannten und Nachbarn sicher sein. Selbst hässlichster Streit ließe sich mit diesem bunten Teig-Naschi einfach aus der Welt knabbern. Wer im Supermarkt-Regal derlei Produktfotos entdeckt, der wird vielleicht sogar kurz in Erwägung ziehen, dass sich mit diesen farbenfroh verzierten Keksen Kriege beenden lassen, wenn man die Cookies nur gerecht an alle verteilt.

Was aber wird passieren, wenn man die Packung öffnet und dann der grausamen Realität ins verhutzelte Auge blicken muss: „Mogelpackung I“ weiterlesen

Streit live

Eigentlich geht es darum, warum es mehrere Wochen dauert, einen Fahrstuhl zu reparieren. Allerdings mögen sich der Fernsehreporter und der Nachrichtenmann im Studio nicht besonders. Jedenfalls ist der Mann im Studio nicht zufrieden mit der Arbeit seines Kollegen am Ort des Geschehens. Zickenkrieg, und es sind männliche Zicken, in einem New Yorker Fernsehsender. Und tatsächlich: Eine Nachfrage wäre vielleicht nicht schlecht gewesen.

Im Fernsehlexikon gefunden – dort gibt es auch einige Infos über den Nachrichtenmann und den Reporter.

Gescheidert

Das…

Auswahl auf einer Kaminfeuer-DVD mit Schreibfehler: Holzscheide statt Holzscheite.

… stelle ich mir für alle Beteiligten äußerst unangenehm vor. (Gesehen im Media-Markt im Rostocker Ostseepark. Das ist das Menü einer Kaminfeuer-DVD… oder natürlich das Bonusmaterial eines Schwedenwesterns, der im von wochenlanger Einsamkeit geprägten Milieu der Nutzholzgewinnung angesiedelt ist.)

Vorher, nachher

Es musste sein, ich konnte so nicht weiterleben. Ich musste mal ganz dringend aufräumen. Der geneigte Leser mag sich beim Betrachten dieses Bildes, entstanden direkt vor Beginn der, ahem, Abbruch-Arbeiten, einen Eindruck von der Notwendigkeit entschiedener Umstrukturierungen in meinem Arbeitszimmer überzeugen.

Mein Regal vor dem Aufräum-Flash: Besonders unübersichtlich

Wo war doch gleich…? Kreuz und quer im Büroregal. So konnte und durfte es nicht weitergehen. Jahrelang angestaute Unordnung sollte beseitigt werden.

Jahrelang hatte sich dieses Chaos angestaut. Hier ein Ordner, da eine Sammelmappe, hier ein Postkorb, dazwischen auch noch Bücher und viel Luft. Scheußlich. Und so sah es eigentlich im gesamten Raum aus. Sah, denn mit einem Stapel von über 30 großen und kleinen Kisten, dem Mut zum Wegschmeißen und Neusortieren und dem unbeugbaren Willen, es diesmal tatsächlich anzupacken, habe ich hier einiges verändert, wie der Vorher-Nachher-Vergelich beweist.

Mein Regal nach dem Neustart.Übersichtlich mit zig Kisten

Ah, da ist ja…! Briefpapier, das Minidisc-Archiv, Fotoalben und so vieles mehr haben jetzt Platz in beschrifteten Kisten und Kartons.

Frühjahrsputz im Regal – das dauert, vor allem das Sortieren von so vielen Unterlagen. Ich habe drei Nächte bis 3 oder 4 Uhr morgens daran gesessen, um den Neustart des Regals einzuleiten. Und was ich dabei alles wiedergefunden habe! Meine Uni-Bibliothekskarte, heureka. Gleich morgen werde ich hinfahren und mich als Gastleser freischalten lassen. Herrlich!

“Mach mich viel dicker”

“Super Size Me” ist der Fast-Food-Selbstversuch der Dokumentarfilmers Morgan Spurlok. Einen Monat lang hat er sich ausschließlich von Brötchen mit Klopsen, frittierten Kartoffelstreifen, weichen Getränken und geschüttelter Milch ernährt (um mal gängige Begriffe der Speisekarten einschlägiger Restaurationbetriebe in deutscher Übersetzung aufzulisten).So übersetze ich den Titel des Streifens auch gleich frei mit “Mach mich viel dicker”.

Den Dokumentarfilm gibts heute um 23 Uhr im ndr-Fernsehen. (Infos in der Internet Movie Database). Wird bestimmt interessant, auch wenn manche es anzweifeln, dass in der Dokumentation alles echt ist – wer kann sich schon 30 Tage ausschließlich von schnell zubereitetem Essen ernähren?