Symbolfoto

Es gibt wohl kein besseres Motiv (das sich hinter diesem Link: Klick verbirgt), das die Sorge und die Furcht vor der Schweinegrippe illustriert: Ein Pärchen, offenbar in Mexiko, junger Mann und Frau tragen blaue Mundschutztücher – und sie küssen sich. Dadurch wird deutlich, wie gefährlich die Schweinegrippe eingeschätzt wird – und wie die Furcht vor einer Ansteckung in Mexiko das alltägliche Leben bestimmt. Damit wird auch illustriert, wie nach Auffassung von Fachleuten die Ausbreitung des Virus’ verhindert werden kann: Tröpfcheninfektionen, direkten, engen Kontakt vermeiden. Trotzdem, ein bisschen seltsam wirkt die Warnung vor einer Pandemie schon.

Das Foto findet sich meinem Eindruck nach inzwischen auf nahezu jedem Nachrichtenportal im Internet. (Hier natürlich nicht, denn die Rechte an dem Bild liegen bei den Fotografen. Ja genau, ganz offensichtlich hatten mehrere Fotoreporter die gleiche Idee bzw. die gleichen Chancen für das Motiv)

Emu auf der Überholspur

Aus der Reihe “Überraschende Verkehrsmeldungen” – gerade eben im Radio gemeldet:

Vorsicht bitte in beiden Richtungen auf der A20 Rostock – Lübeck in Höhe Groß Sarau läuft ein Emu auf der Fahrbahn.

 

Edit nach einer halben Stunde: Aus dem Emu ist inzwischen ein Nandu geworden.

Die nächste GA

Nach der IGA 2003 in Rostock und der LaGA 2002 in Wismar nun also die BUGA 2009 in Schwerin. Die Bundesgartenausstellung ist die dritte Schau, also die dritte GA mit Blüten, Pflanzen, Büschen und Gehölzen in Mecklenburg-Vorpommern binnen sieben Jahren.Das Schloss scheint nun in einem Blütenmeer zu liegen.

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Das Schweriner Schloss scheint aus dem richtigen Blickwinkel gesehen in einem Meer aus Tulpen zu liegen. Fotos: Christian Kohlhof

Mit sieben Gärten rund ums Schloss präsentierte sich die BUGA am Eröffnungstag unter leuchtender Frühlingssonne. 20.000 Besucher kamen nach Buga-Angaben, um die Chance zu nutzen, am ersten BUGA-Nachmittag kostenlos die Gärten besuchen zu können.

Das Gelände liegt mitten in der Stadt. Besondere Attraktion: Eine schwimmende Brücke, die zwei BUGA-Bereiche verbindet und einen Blick aufs Schloss bietet, der bislang Kapitänen und deren Fahrgästen vorbehalten war. Die Schau, zu der die Organisatoren mit 1,8 Millionen Besuchern rechnen, ist noch 171 weitere Tage geöffnet.

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Aus der Sicht des Schlosses sieht das in etwa so aus.

Kulturschatzkatalog

Heute hat die Unesco ihr Projekt einer Weltbibliothek vorgestellt, in der sie ausgewählte Kulturschätze digitalisiert bereitstellen will. Und weil das eine faszinierende Idee ist, hier noch schnell der Link zu dieser ungewöhnlichen Bibliothek der Unesco, die schon hunderte Werke aus allen Teilen der Welt anbietet. Weitere Infos dazu zum Beispiel auf zeit.de. Der Bestand, der zum Beispiel von nationalen Bibliotheken ergänzt werden soll, soll ständig erweitert werden. Die Unesco ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.

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Kulturschatzkatalog: Das Bibliotheksprojekt der Unesco.

Kollektion 2009

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Die Osterkollektion 2009: Hier eine Auswahl der handferfertigten Schmuckstücke aus der Schmuckeiermanufaktur Kohl&Hof. Auch in diesem Jahr dominieren leuchtende Farben und zumeist klare Formen. Eine neue Produktlinie zeichnet sich in der neuen Design-Reihe "Blossoms on Eggs" (Bildmitte) ab. Überhaupt Blüten:...
narzissen
... Die gab es beim Osterbesuch im Westen zuhauf zu sehen. Die wohl größte Ansammlung von zweifarbigen Narzissen gibt es in der Nähe der Hüxtertorbrücke zu sehen. Sonnenbeschienen ist dort ein leuchtend gelbes Blütenmeer entstanden (beachten Sie in diesem Zusammenhang auch das Insekt oben rechts, das vorwitzig durchs Bild summt). Alle Fotos: Christian Kohlhof
nandu
Auf einer Radtour durch die Umgegend trafen wir dann auch diesen großen, aber gelassenen Laufvogel, der an der Wakenitz in einem Gehege lebt. Seinen Nandu-Vorfahren gelang vor einigen Jahren die Flucht aus der Anlage. Die vermehren sich im Wakenitztal mittlerweile prächtig.
gockel
Zur Attraktion im Bauernhofcafe "Alte Zeiten" in Schattin gehört es, dass man unter knospenden Apfelbäumen auf blauen Holzstühlen leckere Dinge in sich hineinstopfen kann. Außerdem läuft das Federvieh frei herum und ist sich seiner Bedeutung, gerade was die Zulieferung von Osterschmuck angeht, durchaus bewusst und zeigt dies auch durch stolzes Herumstaksen (auch wenn man als Gockel mit Eiern eher wenig zu tun hat).

Reingefallen

Aufpassen! Das mit den Aprilscherzen wird auch immer heftiger. Soeben im Nachrichtenticker gefunden:

Bitte verwenden Sie die Meldung «Uni Bamberg plant Assessment-Center für Bischöfe» bep555 von 15.37 Uhr nicht (rpt. nicht). Es handelt sich um einen Aprilscherz der Uni Bamberg.

Glückwunsch an die Uni Bamberg, der es gelungen ist, den EPD auf die Schippe zu nehmen.

Zeitrechnung

Das zwanzigste Jahr nach der Wende ist mein zehntes Jahr im Osten des wiedervereinigten Deutschlands. Ich kann wirklich sagen, dass ich als gelernter Wessi seit langer Zeit hier gut zurechtkomme, man hat mich wohlwollend aufgenommen und man bekommt von hier aus einen interessanten, hilfreichen Blickwinkel auf den Alltag und den Rest der Republik – es gibt da allerdings etwas, an das ich mich nicht gewöhnen kann. Es geht um Uhrzeiten. Die Tatsache, dass es 13:15 Uhr ist, nehme ich klaglos hin, dass man hierzulande allerdings “viertel Zwei” sagt, wenn man “Viertel nach Eins” meint, macht mich fertig. Denn “Viertel Zwei” ist ja nicht “Viertel vor Zwei”, letzteres ist nach ostdeutscher Logik vielmehr “Dreiviertel Zwei”. Ganz im Ernst: Hier gehen die Uhren anders.

Man hat schon mehrfach versucht, mir das auf liebevolle, manchmal auch ungeduldige Weise zu erklären: So wie 13:30 Uhr eben halb Zwei ist, also 50 Prozent von zwei Uhr, ist 13:15 Uhr eben ein Viertel zwei – also 25 Prozent der zweiten Stunde am Nachmittag sind dann schon vergangen. Ich nehme diese Erläuterungen so hin und habe inzwischen auch verstanden, wie die Zeitrechnung hier funktioniert. Sogar in einigen südwestdeutschen Landstrichen wird das Uhrablesen nach dieser Methode praktiziert. Aber auch auf die Gefahr hin, hier im Nordosten als chronometrischer Legastheniker und gleichzeitig zeitloser Besserwessi zu gelten, fragte ich neulich, was denn mit 13:10 Uhr sei, also zehn nach Eins: “Ist das dann ein Sechstel Zwei?” Misstrauische Blicke. “Und 13:20 wäre dann… zwei Sechstel, nein, halt: ein Drittel Zwei. Stimmts?” Mitleidige Blicke gegenüber. “Und 13:48… das wäre demnach dann vier Fünftel Zwei, ja?”

Also, das sei ja nun ausgemachter Blödsinn. Wer sich denn so etwas Unpraktisches ausdenken würde… so etwas Seltsames habe man ja noch nie … also, da könne ja jeder …  wer solle da denn noch … also weißte, also nee! Die Debatte brandete auf. Ich musste die Runde leider verlassen. Um Voll Zwei hatte ich bereits den nächsten Termin.

Wie die Karnickel

Palettenweise Schokohasen
Osterhasen in Kompaniestärke. Die Supermärkte sind voll davon. Kein Wunder - der Countdown läuft. Bis 12. April müssen alle versteckt sein. Ja, ich mag solche Bilder - nicht nur wegen des Inhalts, auch wegen der Perspektive. (Foto: Christian Kohlhof)

Naschi-Folter

Das Gespräch nahm eine unheilvolle Wendung. Beim Mittag fragte man mich, wo ich denn herkäme. Nach meiner patriotisch motivierten, wahrheitsgemäßen Antwort kreiste das Gespräch fortan um sämtliche Erscheinungsformen Lübecker Marzipans. An sich kein Problem. Weil ich allerdings ja gerade bis Ostern auf Süßkram verzichte, nahm die Debatte um Zucker, Mandeln und Schokoumhüllung recht bald Formen von verbaler Folter an. Man sprach beim Vanillepuddig-Nachtisch über Krokant und Nougat, Schokogebäck und sahnelastige Torten, während ich im Salat stocherte. Ich gestand unter Tränen, dass das alles gerade zuviel für mich ist, weil ich gerade Naschi-Entzug machen würde. “Hach, das könnte ich ja nicht. So ganz ohne Schaumküsse.” – “Es gibt jetzt was Neues, so mit Waffeln und Vollmilchschokolade”, war sich jemand nicht zu schade zu ergänzen. “Aber Pudding isst du doch”, fragte man mich und wollte alles andere als ein Ja eigentlich gar nicht gelten lassen. Dann ging es wieder um Knabbergebäck und saure Apfelringe. Erst mein Einwurf, dass es bei Haribo in Bonn einen Fabrikverkauf gibt, wo man wirklich alles kaufen kann, was es aus Weingummi und Lakritz gibt (“sogar kleine weißgelbe Klumpen, die ‘Milchzähne’ heißen und auch so aussehen”), brachte die Naschidebatte zum Erliegen. Aber ansonsten komme ich mit dem Verzicht auf Süßkram mühelos zurecht, ganz ehrlich… is wahr. Nee, im Ernst jetzt.