Heidis Schergen

Gerade eben durfte ich die Top-Model-Show mit Heidi Klum verfolgen. Nett, nett. Aber die Musik, die im Hintergrund läuft, wenn die Jury den Mädchen mitteilt, wer eine Runde weiter ist, könnte bei unbedarftem Nebenbei-Sehen zu unheilvollen Missverständnissen führen: “Was läuft da noch gleich?” Da dröhnen Contrabass und Celli, brummeln Pauken und düstere Percussion… übertrieben dramatisch.

Das würde – rein theoretisch – vom Klang her auch zu einer Sonntag-Abend-Doku von Guido Knopp taugen: “Nazi-Schergen in Farbe” oder so. Alte Menschen sitzen vor grauen Pappwänden und erzählen, wie schlimm das damals alles war. Im Hintergrund dröhnen Contrabass und Celli, brummeln Pauken und düstere Percussion. Dazwischen dann wackelige Schwarzweiß-Filmchen von der Front.

Bei der Model-Show ist das ähnlich. Nur da sitzen junge Mädchen vor weinroten Papptafeln und sagen, wie schlimm gerade alles war – auch, dass man vielleicht mal ganz dringend auf Klo musste. Und dann diese entsetzlichen Kunstpausen, bei denen die Kamera wahlweise auf dem Gesicht von Heidi Klum oder der gerade vorgeführten Delinquentin ruht. Das ist nun wieder entsetzlich und wirkt bemüht gestreckt. Klar ist das spannend, aber muss man den gleich so in die akustische Mottentrickkiste greifen?

Deflation auf hohem Niveau

Zunächst die gute Nachricht: Die Preise für Erdbeertörtchen sind gefallen, gleichzeitig ist die Zahl der Erdbeerstückchen pro Törtchen gestiegen (wenn man mal bei einer anderen Bäckerei als bei der Martführerin in den Tresen schaut). Die schlechte Nachricht. Die Preise sind nach Auffassung von Otto-Normal-Kunden immer noch unverschämt hoch:

Erdbeertörtchen für 2,50

Preisschild plus Törtchen. Nicht nur der Marktführer, auch die Mitbewerber kennen knackige Preise. Immerhin gibt es hier für 2,50 € mehr als eine Erdbeere pro Törtchen.

Auch bloß ‘n Schiff

Aidabella läuft zum ersten Mal Warnemünde an

Einlauf mit festlicher Begleitung. Die Aidabella lief am 21. April zum ersten Mal Warnemünde an. Hier soll das Schiff am Mittwoch getauft werden. Fotos: Christian Kohlhof

Große Aufregung in Warnemünde. Die Reederei Aida-Cruises hat ihr neuestes Kreuzfahrtschiff zum Liegeplatz 7 gebracht. Es soll übermorgen an Liegeplatz 8 getauft werden. Am Kreuzfahrtterminal war deshalb zum Auftakt der Saison schon heute so viel los wie sonst nur bei Drei- und Vierfachanläufen. Immerhin gabs ne Gelegenheit, an Bord Fotos zu machen. „Auch bloß ‘n Schiff“ weiterlesen

Flocke live

Große Güte, es ist doch bloß ein Eisbär! “Was macht denn Flocke gerade?”, fragte der Nachrichtenmann im Privatfernsehen gerade seine Reporterkollegin am Gehege in Nürnberg, wo Eisberg Flocke heute der Weltpresse vorgestellt wurde. Der Bärennachwuchs tolle gerade ohne Spielzeug im Gehege rum, war die Antwort. Live-Bilder direkt aus der Anlage belegten das.

Eine halbe Stunde zuvor hatte die Reporterin bei n-tv schon versucht, das Spektakel zu beenden. “… und damit zurück nach Köln”, war ihr dankenswerter Versuch, Flocke nicht wichtiger zu machen, als sie ist. Aber der Kollege im Studio bügelte diesen Versuch dann doch ab. “Oh nein, ein paar Sendeminuten haben wir noch!” Im Anschluss wurden elendig lange Fragen aufgeworfen, zum Beispie nach dem Umsatz, den Flocke dem Tiergarten in Nürnberg bescheren könnte. Die ehrliche Antwort: das könne ja noch keiner wissen.

Im ZDF lief parallel eine Live-Variante des Zoo-Tagebuchs “Nürnberger Schnauzen”, heute eine Mischung aus Archivbilderm von Tierpflegern mit Mundschutz, Live-Bildern aus dem Gehege und vermutlich nur mit einem Kamerakran machbaren Schwenks zum Stehtischchen direkt am Zaun, wo Reporter und Fachleute sich über Flocke ausließen.

Nebenan in der ARD begann wenig später “Flocke live”, nicht ohne den Aspekt zu erwähnen, dass das Tier eine Art Blitzlicht-Training absolviert haben soll, bevor es vor die Presse kletterte. Der Schwenk auf die Pressetribüne offenbarte dann auch das große Medieninteresse, das sonst nur mit Gipfeltreffen und dem Auflauf an irgendwelchen wichtigen roten Teppichen vergleichbar ist.

Es ist doch nur ein Eisbär (über den Google-News eben gerade 332 Artikel gefunden hat) …

Stöckchen: Digitaler Schreibtisch

Auf der großen Insel beschäftigt man sich gerade mit der Frage, wie wohl mein Desktop aussieht. Wohlan, ich fange dieses Stöckchen gern auf – da:

Screenshot meines Desktops

Die Oberfläche meines Computerschreibtischchens. Drei Icons sind es gerade: Arbeitsplatz, Netzwerk und ein Audiofile. Es gibt aber auch Tage, da sieht man den Bildschirm vor lauter Dateien nicht. Der Hintergrund ist übrigens Mac-inspiriert.

Und weil Stöckchen in Blogs weitergereicht werden müssen, gebe ich die Frage nach der Optik auf dem eigenen Bildschirm weiter an Pierichen und an den Herrn Privatfunker von nebenan.

2.5

Die Blog-Management-Software WordPress gibt es jetzt in der Version 2.5. Das Update wurde an diesem Wochenende in der Final-Version veröffentlicht. Hm, Mist, Wochenende… ich hatte ja behauptet, ich würde mit dem Updaten zunächst warten wollen, weil das ja ein bisschen tricky sein soll… aber wo doch jetzt Wochenende ist… Nun gut. Eigentlich habe ich auch genug mit der Umstellung meiner Mail-Postfächer von Pop auf Imap zu tun.

Elitäre Adresse

In der Lübeck-Ausgabe des Brettspielklassikers “Monopoly” ist die Top-Adresse natürlich nicht die weltbekannte Schlossallee, sondern die Königstraße. Und das alles ist auf dem Spielbrett mit einem Foto illustriert, welches – folgerichtig und konsequent, angemessen und selbstverständlich absolut berechtigt – das Katharineum zu Lübeck zeigt.Spielplan der Lübecker Monopoly-Ausgabe. Die teuerste Adresse ist die Königstraße, dargestellt mit einem Foto des Katharineums.

Spielplan der Lübecker Monopoly-Ausgabe. Die teuerste Adresse ist die Königstraße, dargestellt mit einem Foto des Katharineums, ist ja klar.

Nicht schlecht. Die Freude über “meine” Schule in derart exponierter Lage dauerte aber nur genau so lang, bis ich bei einem ersten Testspiel zweimal hintereinander mit meiner Spielfigur an der bereits mit einem Hotel bebauten Top-Adresse landete und ich deshalb aufgrund von Zahlungsunfähigkeit meine Teilnahme an “Die Familie sucht den Super-Kapitalisten (DFSDSK)” viel zu früh beenden musste…

Ostern 2008

Ostern mit Schnee in Lübeck, eingescheite Frühlingspflanze

Grüne Weihnachten, weiße Ostern. Der Frühling kommt zwar mit Macht in den Norden, aber an Ostern hat in Lübeck und anderswo noch mal der Winter die Oberhand behalten. So entstand dieses zumindest teilweise sehr idyllische Osterfoto… auf einem Baumarktparkplatz.

Aus der Eier-Manufaktur

Ostereier… gestaltet von keinem geringeren als Christian Kohlhof

So etwas habe ich bestimmt seit über 20 Jahren nicht mehr gemacht. Es war also mal wieder Zeit, ein paar Hühnerprodukte umzugestalten. Auf dem Foto sieht man nun also das Ergebnis stundenlanger Schinderei in der kohlhof.de-Ostereier-Manufaktur. Schöne Ostern wünsche ich den Lesern, Besuchern und Nutzern dieser Internetseite.