Notensalat

Im Film “Die Unheimliche Begegnung der dritten Art” versuchen Menschen, mit friedlichen Außerirdischen Kontakt aufzunehmen. Unter anderem mit ein paar unglaublich beschwichtigend klingenden Heimorgelklängen, die angeblich H-E-L-L-O bedeuten sollen. So ähnlich klingt es (kohlhof.de in Noten verwandelt), wenn man “kohlhof.de” in den Text-in-Musik-Generator eingibt. Nach irgendwelchen streng geheimen Ritualen verwandelt die Internetseite Buchstabensalat in Notensalat. Das klingt nicht automatisch gut, aber man weiß ja nie, wann man so etwas mal braucht.

via Fontblog

N, P, K, D, M, C, H, S, E

Es folgt eine dieser Hardware-Anschließen-Hotline-Anrufen-
Mistfinken-Frust-Geschichten.

Der Notebookbesitzer N hat sich beim Internetprovider P eine Telefon- und Internetflatrate bestellt. Der Firmenname von P ergibt, mathematisch interpretiert, die Summe 2. Um diese Flatrate zu nutzen, muss hypermoderne Hardware installiert werden, die P umgehend und vertragsgemäß N zugeschickt hat.

N hat in Computerangelegenheiten wenig Praxis und entschließt sich, externen Sachverstand hinzuzuziehen. Mit der Aufgabe, DSL-Modem, Splitter, ISDN-Anschluss und Computer zu einem funktionierenen Ganzen zu verbinden, wird der Rundfunkreporter K beauftragt. K reist in Begleitung der liebreizenden M an.

K hat in den vergangenen Jahren schon oft Aufgaben dieses Ausmaßes erledigt. Bedienungs- und Installationsanleitungen hat er dabei oft nur geringe Beachtung geschenkt, weil mit den Jahren eben gewisse Handgriffe und Abläufe einfach sitzen.

Weil es in diesem Fall aber auch um den guten Ruf des K geht, entschließt er sich, die reichlich und bunt bebilderte beigelegte Anleitung sklavisch zu befolgen. K stöpselt weisungsgemäß hier und steckt untertänigst da, juckelt daran und fummelt dort bis alles so aussieht wie auf Bild Nummer 6 von Installationskapitel 1. Eben an jener Stelle steht auch, dass nun die DSL-Leuchte D dauerhaft leuchten soll. Bis es soweit ist könne es aber ein paar Minuten dauern.

Auch nach zehn Minuten leuchtet D nicht mal matt. K kommt zu dem Schluss, dass der Fehler wohl auf der Anwenderseite liegen muss, und entspöpselt und entsteckt reumütig sämtliche Leitungen zwischen Splitter, Modem, ISDN-Adapter und Telefon. N gibt derweil pflichtschuldig gutgemeinte aber vollkommen nutzlose Tipps aufs Geratewohl.

K hat derweil wieder auf dem Boden kriechend Strippen gezogen und blickt gebannt auf die D, die aber nicht leuchtet. Ks Blick fällt auf den Hinweis in der Bedienungsanleitung, in dem P Hilfe durch seine Hotline H anbietet, die man unter einer 0900er-Nummer zum Preis von 0 bis 24 Cent pro Minute, nutzen darf, wie es heißt.

K stößt die üblichen Verwünschungen über digitales Raubrittertum und Online-Wegelagerei aus und wird von der Computerstimme C bei H begrüßt. C will alles ganz genau wissen: Kundennummer, Anschlussart, Tarif, Art des Problems, Art der Fragestellung und so weiter. K sagt betont deutlich Ziffern, artikuliert “D-S-L”, “Flatrate”, “Freischaltung” und “Hilfe” in die Muschel und fügt zwischendurch immer ein “Ja” ein, weil C freundlich sämtliche Antworten noch einmal wiederholt und wissen will, ob denn alles richtig verstanden wurde. Nachdem K sich knapp 3 Minuten lang durch H gehangelt hat, entgegnet C, dass K leider “außerhalb unserer Geschäftszeiten” anruft. K stößt wüste Flüche aus. Während C besorgt nachfragt, dass die letzte Angabe leider nicht verstanden… legt K wütend auf.

K fühlt sich in jeder Hinsicht in seiner Telefonhotlineabscheu T bestätigt und beschließt kühn, es nun auf seine Art zu versuchen mit der Computer-Frickelei. Er überspringt zwei Kapitel in der Installationsanleitung und verbindet Modem und Computer per Netzwerkkabel. Er trägt den beigelegten Sicherheitscode in ein Web-Interface des Modems ein – eine, zwei, drei Sekunden später leuchtet D dauerhaft. N staunt, M macht Mittag, K kommt zu folgendem Fazit:

P liefert eine grob falsche Installationsanleitung, deren Tücken Laien wohl nie umschifft hätten und ist zudem nicht in der Lage, oder wohl eher nicht gewillt, an Sonntagen einen Hinweis in der Hotline abzupielen, der gleich zu Beginn signalisiert, dass gerade niemand erreichbar sei.

K zählt 1 und 1 zusammen und denkt inzwischen über eine geschliffene E-Mail E nach, in der er P mitteilen wird, dass P eine eine einzige Saubande S bildet, die ihn gefälligst mal am Gesäß A lecken darf.

Viel Glück!

Zeitvertreib für zwischendurch:

Sreenshot Kleeblattspiel

Mit der Maus durch den frischen Klee wuscheln. Das ist auf dieser ansonsten komplett koreanischen Seite zu tun. Wer sieben vierblättrige Stängel findet, ist ein toller Typ.

Gefunden hier.

Lorem ipsum

Was ist los? Das, meine lieben Leserinnen und Leser, ist Fülltext. Wenn Layouter mal was layouten sollen, aber der Text, der dazugehört, noch gar nicht da ist, dann klicken sie in ihrer Layoutsoftware einfach auf den “Schreib-halt-irgeneinen-Mist-hin”-Knopf, und dann wird oft so etwas wie dies hier eingefügt: “Lorem ipsum dolor sit amet…” Platzhaltertext. Darüber wollte ich kurz was schreiben, aber Wikipedia hat mich aus der Bahn geworfen und zu einer neuen Ausgabe des kohlhof.de-Podcast inspiriert: Akustischer Fülltext.
Wikipedia über Lorem Ipsum
Wikipedia über einen langen Ortsnamen
Wikipedia über exzellente Aufnahmen
Fülltextgenerator lorem-ipsum.info
Fülltextgenerator Lipsum.com
Blindtextarchiv und -generator (lustig!)
Edit: Und nun hat auch noch Fontblog über einen anderen Anlass, Fülltexte zu vertonen, berichtet: Im Rahmen einer Ausstellung in Frankfurt/Main und Leipzig werden Blindtexte akustisch zitiert. Zu hören sind Ausschnitte bei typeradio.org.

Schimpf-Spam

Jetzt muss man sich also schon beschimpfen lassen. “Du hast noch keine Wettaktien? Trottel” stand im Betreff der Spam-Mail, die zigfach in den vergangenen Tagen bei mir eintrudelte. “Du Depp hast noch keine Wett-Aktien” war wenig später die Fortsetzung. “Sie werden heulen und jammern” sagte man mir vorraus, wenn ich nicht sofort dieses und jenes Wertpapier in unangemessenen Mengen ordern würde.
Ich fasse zusammen:

  1. Die Urheber unerwünschter Werbe- und/oder Viren-Mails klauen sich irgendwo meine Adresse
  2. Sie verteilen ihre Botschaften weltweit und millionenfach
  3. Sie wissen genau, dass die Welt besser dran wäre, wenn es die Spammer nicht gäbe
  4. Sie ahnen, dass man sich für ihr dämliches Gebrabbel nicht interessiert
  5. Sie wollen irgendwas
  6. Aber sie beschimpfen einen jetzt auch schon.
  7. Sie gehen einem auf die Nerven
  8. Spammer sind die digitale Pest

Die sollen weggehen…!

Tipp von Google: Schwimmen

Wahrscheinlich wird man so etwas schon geahnt haben bei Google. “Und was machen wir mit den ganzen Schlaumeiern, die nur nach Fehlern suchen?”, wird einer der Software-Ingenieure die Programmierer gefragt haben. “Ach, denkt euch was schön Blödes aus, gebt’s diesen Typen. Dann sind sie ne Weile beschäftigt.” So oder ähnlich wird wohl die Anweisung in die Datenbank des Routenplaners bei Google-Maps gekommen sein, man möge bitte über 5000 Kilometer durch den Atlantik schwimmen.
Screenshot Google Maps: Durch den Atlantik schwimmen

Befehl von Onkel Google: “Schwimmen Sie durch den Atlantik!”

Hinweise dieser Art gibt der Informations-Krake, wenn man ihn sinnlose Routen berechnen lässt: Zum Beispiel von Berlin nach New York. Das Motto dahinter ist wohl ein klassisches. “Wollen die mich verarschen?” wird der User fragen und Onkel Google würde entgegnen: “Wer hat denn damit angefangen!?”
Hier gefunden und gleich mal ausprobiert.

Optik automatisch

WordPress heißt die Software, mit deren Hilfe auch diese Internetseite auf dem Server erstellt wird. Die Blog-Software ist weit verbreitet, viele Internetseiten sehen sich deshalb ähnlich. Wer seinem Blog ein ganz persönliches Aussehen verpassen will, muss die Themes bearbeiten. Für gewöhnlich nimmt man sich dazu ein bereits vorhandenes als Vorlage und schraubt so lange am Code rum, bis was “Eigenes” entstanden ist. Eine Vorlage mit den nötigen Grund-Einstellungen liefert aber auch der WordPress-Theme-Generator. Auf der Internetseite kann man die nötigen Einstellungen vornehmen und dann die Vorlage speichern. So lässt sich die Optik automatisch erstellen. Ich habs nicht ausführlich getestet, das wirkt auch noch etwas holperig. Als Grundlage und für Ahnungslose aber bestimmt ein hilfreicher Schritt von vielen beim Einstieg ins Design der eigenen WordPress-Seite.

Schiefer Countdown

Also, das ist mal schräg:

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Gefunden habe ich dieses… Ding im Blog von Herrn Nilzenburger. “Bloggen für den Weltfrieden” nennt er seine Internetseite. Was dieses Bootleg, das niemand haben will, mit der Förderung des Weltfriedens zu tun haben könnte, weiß man nicht. Es passt aber zum teuflischen Plan, eine Liste grausamster Cover-Versionen zusammenzutragen. Der Mann ist übrigens vom Fach, was Musik angeht. Nils Bokelberg heißt er, in dern 90ern war er Moderator bei Viva.

Soziale Lesezeichen

“Social Bookmarking” nennt sich dieser Trend: User speichern Lesezeichen online, haben sie dadurch immer greifbar und können auch sehen, wie viele andere Nutzer ähnliche Links gespeichert haben. Das ist sozial, das ist toll, das ist freakig – trotzdem gibt es das jetzt auf kohlhof.de. Unter jedem Beitrag finden sich kleine quadratische Kästchen, die man anklickt um den jeweiligen Beitrag – einen Account beim Bookmarkdienst vorrausgesetzt – zu speichern.