Vogelgrippe in Deutschland

Der Verdacht hat sich bestätigt: Die toten Schwäne von Rügen waren mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert. Das sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth, soeben im Morgenmagazin des ZDF. Fachleute hatten Gewebeproben der toten Vögel in der Nacht weiteren Test unterzogen.
«Wir können sicher sein, dass diese Tiere den auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippeerreger des Typs H5N1 haben», sagte Kurth. Urlauber hatten die Tiere in der vergangenen Woche auf Rügen gefunden. Die Kadaver sind im Eis im Hafen von Wittow eingefroren. Einem Bericht des ARD-Hörfunks zufolge ringe dort ein weiterer Schwan mit dem Tod.
Die Landestierärztin von Mecklenbugr-Vorpommern, Maria Dayen, sagte, im Radius von 10 Kilometern rund um den Fundort würden jetzt Geflügelbetriebe kontrolliert. Sie werden klinisch untersucht, um herauszufinden, ob sich bereits Nutztiere angesteckt haben. Im Umkreis von 3 Kilometern dürfe kein Geflügel mehr transportiert werden.
Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) rief die Geflügelhalter zu besonderer Vorsicht auf. Bundes-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat angeordnet, dass zum Schutz vor der Vogelgrippe bereits ab Freitag deutsches Nutz-Geflügel nur noch im Stall gehalten und nicht mehr ins Freie gelassen werden darf.

Autor: Christian

Der Verfasser aller Beiträge auf kohlhof.de (außer in der Kategorie "Schmidt, Schanghai")

3 Gedanken zu „Vogelgrippe in Deutschland“

  1. Wunderbar, die Insel Rügen ist rechtzeitig zur Urlaubssaison zurück in den Schlagzeilen. Bis zum Hochsommer sollten aber die zuerst erkrankten und dann eingefrorenen Schwäne (und umgekehrt) aus der Welt sein ;-)

    Gut, dass die zuständigen deutschen Landwirtschaftsminister “sofort” handeln. Bereits am Ende der Woche (bloss nicht sofort) gilt die Stallpflicht, da ja nun vermutlich alle infizierten Vögel sicher gestellt wurden…

    Im Umfeld von sage und schreibe 10, in Worten zehn, Kilometern wird nun zur Beruhigung der Bevölkerung das Federvieh kontrolliert, nachdem es samt Seuche binnen weniger Tage über Slowenien und Austria zu uns gelangte.

    Auf zur legendären Broilerbar mit seiner Spezialität des Hauses, da doch Warnemünde gut 100 Kilometer weit vom Fundort entfernt liegt. Aber nur doch diese Woche :-)

  2. Ich habe heute bei deinem Bruder in Stralsund nen Haufen Diesel gekauft. Ich sagte ihm, dass ich mit dir studiert habe. Er antwortete: Jaja, wir sind überall.

  3. Da ich mit meinem kleinem Audi “überall” bin, müssen auch alle Tankstellen an den strategischen Punkten Norddeutschlands mit der Verwandtschaft besetzt sein. Ich bevorzuge aber frisches Benzin, natürlich direkt ab Fass ;-)

Kommentare sind geschlossen.