Ja, es gibt mich noch. Ja, es geht mir gut. Und ja: ich habe hier ganz schön was nachzuholen. Das Urlaubstagebuch samt Bilderreigen fehlt noch. Die Auflösung für das Kiss-and-Ride-Rätsel wurde ja schon genannt – und zudem gibt es auch noch zahlreiche Anregungen aus der kohlhof.de-Leserschaft. Außerdem gilt es, über ein ungewöhnliches kohlhof.de-Hilfsprojekt zu berichten, das mit Star Wars und Lego zu tun hat. Allein mir fehlt im Moment die Zeit, das alles aufzuschreiben. Bitte haben Sie noch etwas Geduld. Der nächste freie Mitarbeiter wird sich um Ihr Anliegen kümmern. Vielen Dank für das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen. …
We like to mauve it!!
Es hat schon gereicht, es nicht zu sagen, um eine endlose Diskussion über Farben vom Zaun zu brechen. Und das kam so: In der Mensa gibt es jetzt Zahlkarten, die das Rumgepule in verfilzten Studentenportemonnaies überflüssig machen sollen. Geld draufladen, an der Kasse ans Lesegerät halten, fertig. Schön. Die Karten für Studenten sind mit einem – nennen wir es mal grün – also mit einem grünen Streifen gekennzeichnet. Für Dozenten, Besucher und Großverdiener, die den vollen Preis zahlen, tragen die Karten einen – hier jetzt der Einfachheit halber mal – pink zu bezeichnenden Streifen.
Es ging am Mittagstisch nun also um den Nutzen dieser Karten, der allgemein anerkannt wurde. Einer Kommilitonin schräg gegenüber gab ich zu bedenken, dass der Streifen auf der Großverdiener-Karte auch ganz gut zu ihrem Oberteil passen würde. Mann, da hatte ich was gesagt. “Weil der Pullover ja auch so schön pink ist oder was?” wurde ich postwendend angegiftet. „We like to mauve it!!“ weiterlesen
Mutti und Vati prangern an
Mal angenommen, man findet nach einem Kurzurlaub die eigene Wohnung dergestalt vor, dass es nach Kotze, Schnaps und Rauch stinkt. Was kostet es wohl, die Folgen zu beseitigen? Wahrscheinlich eine ganze Menge. Jedenfalls fallen die Kosten für eine zweispaltige Zeitungsanzeige in diesem Zusammenhang wohl kaum ins Gewicht:

Verzweiflungstat entsetzter Eltern: Der Annoncen-Pranger im Lokalblättchen rechnet mit dem eigenen Nachwuchs ab.
Jan-Thomas K., über den wir nicht wissen, wie alt er ist (und ob er jetzt immer noch bei seinen Eltern wohnt), hat Mama und Papa wohl wenig Freude gemacht. Ich habe mich ja schon immer gefragt, was Mitarbeiter von Anzeigenabteilungen wohl denken, wenn Leute kommen, um Texte aufzugeben. Wie lange dauert es zum Beispiel, bis die Dame hinterm Tresen wenigstens innerlich ausrastet, wenn wieder irgendwer ne Anzeige aufgibt wie etwa: “Kaum zu glauben aber wahr, Oma Pacholke aus der Knut-Wernersen-Straße in Posemuckel wird heut’ 78 Jahr'” Das ist wohl nur mit tödlicher Routine zu ertragen. Was aber wird im Anzeigenbüro losgewesen sein, als Karin und Reiner K. dort ihr Ansinnen vortrugen? “Sie möchten eine Familienanzeige aufgeben? Hochzeit, Geburt oder ein bedauerlicher Todesfall?” Papa: “Wohl eher Letzteres!” Wie lange wird man wohl gemeinsam am Text gefeilt haben und hat die groben Schimpfwortklötze mühsam behauen und lieblos geschliffen mit einem Sandpapier aus Wut und Enttäuschung. Und das alles, damit die Anzeigentante wenig später und mit betont sachlichem Blick über ihre Goldrandbrille noch einmal zusammenfassen darf: “Ich lese dann noch einmal vor: ‘… verdrecktes, nach Erbrochenem, Alkohol und Rauch stinkendes Haus… diese jungen Leute stammen vom Schwein ab.’ Wieviele Ausrufezeichen dürfen wir denn anfügen?”
Mama und Papa K. werden die Geschäftsstelle verlassen haben mit dem Gefühl, es ihrem Sohnemann mal richtig gezeigt zu haben. Die Frage ist, ob der Junge das überhaupt schon gelesen hat. Sie hätten vielleicht lieder eine Internetseite schalten sollen – die Jugend, um mal ein Vorurteil zu bemühen, liest doch heutzutage gar nicht mehr…
Und viel mehr ist noch unklar: Wie sind die Eltern an die Namen der anderen mutmaßlichen Helfer gekommen. Durch ein knallhartes Verhör? Gibt es Video- oder Bildmaterial von dem Ereignis, das für die Geruchsbelästigung in den eigenen vier Wänden verantwortlich ist? Und vor allem: Stellen sich die Eltern damit nicht selbst mit an den Pranger? Ist ihnen in ihrer Wut klargeworden, dass sie mit der Behauptung “diese jungen Leute stammen vom Schwein ab” auch ihren eigenen Sohn mit einbeziehen? Na, und von wem stammt der ab? Genau! Was sind also Karin und Reiner K-Punkt? Und wieder mal kein guter Tag für Familie K. …
Entdeckt in Binz, leider keine Angabe, wo erschienen (die Anzeigen drumrum lassen auf Niedersachsen schließen (Steinhude, Wunstorf), aber ein Datum: Die Zeitung ist vom 7./8. Oktober.
PS: Auch ich bin aus meinem Kurzurlaub zurück – und habe meine Wohnung so vorgefunden, wie ich sie hinterlassen habe. Was ich zwischen Ab- und Anreise erlebt habe, werde ich hier gerne mitteilen. Aber jetzt gehe ich erst auf eine Party, mal sehen, ob ich dort, äh, helfen kann…
Ungewöhnliche Zusatzzahlen
Von Suchbegriffen war hier ja schon mal die Rede. Jetzt gibt es in der Auswertung der kohlhof.de-Besucher von anderwso gerade wieder eine Besonderheit. Ich zitiere aus den Suchbegriffen seit Freitag, die von google und anderen Findemaschinen zu hierher führten:
- die häufigsten und seltensten lottozahlen
- “lotto statistik” wie oft gezogen
- häufigste superzahl statistik
häufigsten zusatzzahlen lotto- lottozahlen statistik selten
- welche lottozahlen wurden jemals gezogen
- zusatzzahlen 6 aus 49 september 2006
- lotto statistik 2006
- lotto statistik häufigste zahlen
- lottozahlen die jemals gezogen wurden
- ungewöhnliche lottozahlen
Kaum gibts irgendwo ein paar Peanuts zu gewinnen, schon flippen fast alle aus (auch die DFB-Auswahl ).
Minigolf war gestern
Was machen junge Männer heutzutage in ihrer Freizeit? “Immer nur vorm Computer rumhängen”, wird Oma kritisch anmerken. “In den Tag hinein leben und nix zustande bringen”, wird Onkel Kurt wohl miesepetrig hinzufügen. “Dieses Land schamlos zugrunde richten”, wird Nachbar Kaluppke seinem Pessimismus freien Lauf lassen. Alles falsch! Junge Männer – zumal in Gesellschaft – suchen und stellen sich neuen Herausforderungen, und bringen dabei Beachtliches zustande (wenns auch nicht reicht für eine sorgenfreie Karriere in den Finanzmetropolen oder Anwaltskanzleien dieser Welt – immerhin lungern diese beiden Experten nicht in zwielichtigen Gegenden rum. Und immer vorrausgesetzt, das folgende Video ist kein Fake, Betrug oder sonstwie Schmu (das könnseja, die Jugendlichen, lügen und betrügen, fälschen und hintergehen. Und dann lassnse auch noch leere Flaschen auffe Heizkörper stehen. Kennzeeinnn, kennzealle))
[kml_flashembed movie="http://sevenload.de/pl/dAO9zMI/380x313/swf" width="380px" height="313px" id="VideoPlayback" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="sameDomain" quality="best" bgcolor="#ffffff" scale="noScale" wmode="window" salign="TL" FlashVars="playerMode=embedded" /]
Ja, das ist beeindruckend, nein, ich kann das nicht. Ich würde nur gerne wissen, wie man auf die Idee kommt, mit einem Tischtennisball und einem Pappbecher so lange zu üben…
Aber nun gut, wer weiß schon, wie viele Minuten, Stunden, Tage und Wochen Filmmaterial notwendig waren, um Treffer für dieses 1:29-Filmchen zusammenzukriegen. Hah! Anfänger.
Schöner browsen
Firefox macht ja nach Angaben seiner Fangemeinde das Rumsurfen im Internet zu einem einzigen Vergnügen. Ich will das gerne glauben, schließlich bin auch ich fast ausschließlich mit dem kleinen, schlanken Feuerfuchs im Netz der Netze zugange und verzichte gerne auf den Internetexplorer (der immer noch als viel unsicherer gilt als der auch nicht perfekte Firefox). Schnell und schlank ist er, der kostenlose Browser – und es gibt hunderte Erweiterungen und Themes. So schreibe ich diesen Text hier direkt aus dem Browser heraus. Das kleine Add-On heißt Performancing und macht das Bloggen noch einfacher (ohne Einloggen und so). Und es gibt so viele schicke Möglichkeiten, den Browser optisch aufzumotzen. Am besten gefällt mir das Theme “Mostly Crystal“, mit vielen bunten, glas-ähnlichen Icons und Knöpfen. Echt gut.
Neuer Glanz für den Firefox
Zum Browser gibt es auch ein passendes Mail-Programm, den Thnderbird. Aber hier passt das Kristall-Theme nicht so gut. Der Cheftexter dieser Internetpräsenz empfiehlt an dieser Stelle deshalb lieber “Azerty ‘mail“. 
Ansprechende Icons für Thunderbird.
Autsch! Das tut weh…
Maschinen sind brutal ehrlich. Gerade habe ich mich auf einer Seite eingeloggt – und was schreit es mir vor hässlichem Rosa entgegen?

Bu…huhuuu… – Rabääääh!
Hierbei handelt es sich um eine große Seite, auf der gefühlt alle Mitglieder sämtlicher Hochschulen bereits einen Account haben. Nun gut, ich jetzt auch. Und jetzt suche ich mir Freunde. In dieser Akademiker-Community wird das ja wohl nicht so schwer sein.
Vielen Dank für den Link an tinikat ;-)
Görlitz-Gefühl
Die Stadt Görlitz in Sachsen ist verschuldet – mit umgerechnet gut 860 Euro je Einwohner. Das ist schlimm, auch wenn die Stadt damit die Kommune mit der geringsten Schuldenlast im Freistaat ist. Aber es könnte schlimmer sein, denn Görlitz hat einen anonymen Wohltäter. Seit nunmehr zwölf Jahren spendet ein Unbekannter der Stadt jedes Jahr eine Million D-Mark bzw. nun etwas über 500.000 Euro. Keiner weiß, wo das Geld herkommt, ob es im nächsten Jahr wieder eine Spende gibt, warum das alles überhaupt stattfindet – und bei wem sich denn der Herr Oberbürgermeister bedanken soll. Vielleicht würde ja auch die Stadtvertretung gerne eine Straße nach dem Wohltäter benennen – aber da bliebe bislang wohl nur “Straße des anonymen Spenders” oder etwas ähnlich Sperriges. Egal. Eine Stiftung entscheidet jedenfalls jedes Jahr, was mit dem Geld in Görlitz restauriert, renoviert und vor allem bezahlt werden soll.
Ich fühle mich heute wie der Bürgermeister von Görlitz. Zwar habe ich kein Haushaltsloch sächsischen Ausmaßes zu verwalten, aber auch ich kann mich über eine anonyme Spende freuen. So brachte mir den Paketmann heute einen an mich adressierten grauen länglichen Karton. Darin fand sich ein druckfrisches Simpsons-Poster mit dem Motiv, wie ich es hier schon erwähnt hatte. Das von mir unter großen Anstrengungen geborgene Poster ist irreparabel beschädigt, weil wellig, angefranst, fleckig und bäh.
Nun habe ich also – dank anonymer Wohltäter – ein ganz frisches, glattes, neues Simpsons-Poster, das laut beiliegender Rechnung auch schon vollständig bezahlt ist. Bei wem bedanke ich mich jetzt? Ich tue es einfach hier: Herzlichen Dank an wen auch immer für die Poster-Post. Ich freue mich sehr – und habe inzwischen eine Stiftung gegründet, die darüber entscheiden wird, wo in meiner Wohnung das bunte Bild nun aufgehängt werden soll (über meinem Fernseher, an die Tür meines Arbeitszimmers, über meinem Schreibtisch, oder wo?). Vorschläge an den Stiftungsrat bitte in einfacher Ausfertigung in gewohnter Weise hier als Kommentar anfügen. Man dankt.