Vitamincocktail

obstteller
Es müssen nicht immer bloß Äpfel sein... Foto: Christian Kohlhof

Kumquats, Grenadillen und Tamarillos lagen in der Obst-Abteilung des Frischemarkts einträchtig neben Himbeeren, Blaubeeren, Weintrauben, Pfirisichen und anderem Obstgedöns. Wenn man alles hübsch zusammenschütet undgefällig arrangiert, entseht dabei ein Multivitamin-Cocktail, der hoffentlich für Geschmacksexplosionen sorgt – auch wenn man im Falle einiger Früchte zunächst Tante wikipeda fragen muss, ob das, was hinter der roten Schale verbirgt, wirklich genießbar ist.

Spontankäufe

spontankaeufe
Wenn man schon so einen großen Einkaufswagen zur Verfügung gestellt bekommt... Foto: Christian Kohlhof

War ja klar: “Nur schnell ne Vase kaufen… wir sind gleich wieder raus.” Von wegen. Wir sind durchs gelb-blaue Möbelhaus gerannt wie Super-Mario, der sämtliche Extras einsammelt und haben  uns mit Bettwäsche, Rosen, Kleiderbügeln und anderen wie zufällig herumliegenden Gimmicks eingedeckt. Ja, und auch an die Vase haben wir dann trotz der großen Menge an spontanen Kaufentscheidungen noch gedacht.

Vorwitzig

Das ist wieder so eine Internetepisode nach dem Muster: Wie schnell sich doch Fotos im Internet verbreiten. 1250783815140865472828124Irgendwo an einem kanadischen Bergsee bereitet ein Urlauberpärchen den Selbstauslöser am Fotoapparat für ein Erinnerungsfoto vor. Und dann das (wie sich die Geschichte laut diverser Schilderungen auf allen möglichen Seiten zugetragen haben soll):1250783293530434597030156

  • Pärchen platziert Kamera auf Fels am Ufer,
  • Pärchen hockt sich ins Panorama und lächelt fotogen.
  • Erdhörnchen (oder was auch immer es ist… niedlich jedenfalls) wird auf Fotoapparat aufmerksam.
  • Erdhörnchen wuselt heran und kuckt neugierig in die Linse.
  • Selbstauslöser-Countdown läuft ab.
  • Kamera mach Foto.
  • Sensation perfekt.

Das Bild mit dem Erdhörnchen, das die Schau stiehlt, hat inzwischen ein eigenes Profil bei Facebook, fand Erwähnung in diversen Online-Medien und hat nun auch eine Website im Vereinigten Königreich zu einem netten Service inspiriert. 1250783153840100067779918Dort kann man das vorwitzige Hörnchen ganz einfach in jedes beliebige Motiv hineinmorphen. Was im Falle einiger Bilder auf kohlhof.de die hier gezeigten Auswirkungen hat. Aber das Original, das unter anderem in der hier verlinkten Google-Treffer-Liste zu finden ist, ist doch das beste.) Dabei ist in den vielen Meldungen nicht ganz klar, was das denn nun für ein Tier ist: Erdhörnchen, Erdmännchen, Eichhörnchen? Hat die werte Leserschaft eine Idee?

Und dann ist da noch eine Frage: Ist das alles zu glauben? Oder ist das mal wieder so eine Viral-Marketing-Geschichte, und in einem Monat zaubert irgendein multinationaler Konzern sein neuestes Mega-Produkt unter dem Namen “Squirrel” (Eichhörnchen, Hörnchen) hervor und wir haben alle dafür Werbung gemacht. Man liest ja soviel.

Und überhaupt: Mit den ganzen Leichtathletikweltmeistern und -weltrekordlern dieser Woche kann man sich doch auch nur eingeschränkt freuen, weil bei diesen Höchstleistungen automatisch das Wort Doping durch den Hinterkopf schwirrt. Schlimm, schlimm, schlimm. Zurück zum Foto: Witzig ist es jedenfalls.

Gullyreinigung

gullyreinigung
Es scheint ein größeres Projekt zu sein, das der Schweriner Schelfstadt in den kommenden Tagen bevorsteht. Alle fünf Meter weist ein Schild auf die lange geplante Reinigung der Gullys hin. Oha. So etwas habe ich in den vergangenen zehn Jahren in Rostock nicht ein einziges Mal erlebt. Was wiederum zweierlei bedeuten kann: In Rostock kommt nicht soviel Dreck zusammen oder den Rostockern sind ihre Gullys vollkommen egal. Letzteres ist wahrscheinlich - und deshalb gibt es im knallharten Städtevergleich selbstverständlich einen Punkt für Schwerin für das energische Bestreben, die Gullys sauber zu halten. Foto: Christian Kohlhof

Rostock:Schwerin – 2:4

Ruder-Revival

Es ist sprichwörtlich viel Wasser die Trave und die Wakenitz heruntergeflosssen, seit ich zum letzten Mal in einem Ruderboot saß. In der Schulzeit am Katharineum zu Lübeck ging ich teilweise an vier Tagen in der Woche aufs Wasser. In der Katharineum-Ruder-Riege (KRR) habe ich mit die beste Zeit in Mittel- und Oberstufe verbracht. Seit dem Abi wurden die Ruderfahrten seltener, vor gut und gerne sechs bis acht Jahren habe ich zuletzt die Füße aufs Stemmbrett gesetzt und tapfer den hölzernen Rollsitz ertragen… bis zum verangenen Wochenende dauerte diese Pause. Eine Ehemaligenwanderfahrt war das Beste, was ich seit langem getan habe. „Ruder-Revival“ weiterlesen

Verkehrsfunk

Wir unterbrechen diesen Blog für einen wichtigen Verkehrshinweis: Auf der Umgehungsstraße vonBad Doberan Richtung Kühlungsborn kommt ihnen ein Pferd entgegen:

pferd
Pferd auf der Gegenspur. Da hatte wohl jemand genug vom Pferderennen auf der Galopprennbahn. (Die miese Qualität wollen Sie bitte entschuldigen.) Foto: Christian Kohlhof

Invasion der Halbkugeln

Zur Zeit gibt es hier im Norden eine Invasion von Marienkäfern. Millionen kleine rot-schwarze Halbkugeln krabbeln an Stränden, Promenaden und auf Büschen, Badegästen und Sonnenschirmen entlang. Ein Phänomen, das sich angeblich vor allem auf den Küstenstrich beschränken soll. Angeblich. Soeben entdeckte ich im fensterlosen(!) Badezimmer in Schwerin am Waschbecken auch einen Marienkäfer. Wohl nur ein Späher. Wer weiß, wie’s hier in ein par Stunden aussieht. Ich meine, eben auch so ein unheilvolles Brummen am Horizont vernommen zu haben…

Getüncht

Gibts doch gar nicht: Da ist man mal für etwas mehr als eine Woche nicht in der Landeshauptstadt, schon findet man bei seiner Rückkehr die Außen-Wände der eigenen Unterkunft teilweise in einem derben Lila-Ton getüncht vor. Oder ist es mauve (Dieser Klick führt zurück ins Archiv von kohlhof.de, ins Jahr 2006)?

Ich hoffe inständig, dass die Farbgebung fürs Untergeschoss gen Hof nur ein Provisorium darstellt – in etwa so wie die kaugummiartige bunte Masse, in die man beim Zahnarzt beißen muss, wenn der einen Abdruck vom Patienten-Gebiss nehmen will. Schließlich erinnert diese Farbe daran.

Überwachung

“Das Kind auf Kanal 2 hat Husten” ist mein Lieblingssatz des Wochenendes. Bei einem großen Gartenfest in Mestlin hatten die zahlreichen teilnehmenden Eltern ihren Nachwuchs mit heraufziehender Dämmerung in Zelten, Kinderzimmern und Wohnmobilen untergebracht. Weil es für Jungen und Mädchen im Vorschul- und Vorkindergartenalter ebenso aufregend wie unheimlich sein kann, an einem vollkommen fremden Ort zu schlafen, hatten Mütter und Väter selbstverständlich mitgedacht und vorgesorgt. Um Unmuts- und Unbehagen-Bekundungen nicht zu verpassen, hatten sie die Unterkünfte mit ihren Babyphones verwanzt, um am Lagerfeuer sitzen und trotzdem mit einem Ohr immer beim Nachwuchs sein zu können.

Angesichts von einem Dutzend schlafender Kinder wurden aber wohl die Funk-Kanäle knapp. Jedenfalls ging plötzlich ein Raunen durch die Elternschar, weil nicht ganz klar war, ob alle Jungen und Mädchen wohlauf sind und welches Kind auf welchem Kanal sendet. So war es nur logisch, dass plötzlich eine Mutter aufsteht und “Das Kind auf Kanal 2 hat Husten” ruft. Mehrere Väter sprangen auf, um in Zelten und Zimmern nachzusehen.

Es sollte der einzige Zwischenfall dieser Art bleiben. Die Kleinen schlummerten ansonsten friedlich weiter und ließen sich auch von frühmorgendlichem Gejohle nicht mehr aus der Ruhe bringen.