Mr. Beam

Kaum ist Barack Obama gewählt und damit beschäftigt, 7000 Posten und Schreibtische in Washington DC neu zu besetzen – was zweifellos eine Aufgabe ist, die man nicht so nebenbei erledigt – schon werden wieder andere Dinge wichtig: War die CNN-Einblendung mit einem Hologramm tatsächliche eine TV-Sensation? Der Nachrichtensender ließ seine Korrespondentin Jessica Yellin aus Chicago am Wahlabend im Studio in New York “erscheinen”. Sie schien regelrecht im Studio zu stehen, umgeben von einem bläulichen Glimmer.
CNN nannte das alles Hologramm und erweckte den Eindruck, als würde der Moderator Wolf Blitzer im Studio das Bild seiner projizierten Kollegin tatsächlich auch dort sehen, wo sie für die Zuschauer stand. Der Nachrichtensender hat dazu ein Making-Of produziert, in dem auch der Mann, der die Idee hatte, zu Wort kommt. Mr. Beam sozusagen.
In der Textvariante des Beitrags wird dann allerdings deutlich, dass da auch nur zwei Bilder ineinanderkopiert wurden: „Mr. Beam“ weiterlesen

Doppelschneckenextruder

Gestern auf einer Konferenz gehört und eines der wenigen Fachwörter, mit denen ich wenigstens ein bisschen anfangen kann: Doppelschneckenextruder, ein Ding, was in der Kunststoffproduktion jede Menge Arbeit erleichtet. Aber fragen Sie mich bloß nicht, wie. Ich finde nur das Wort an sich schön.

00-Fortsetzung

Gerade eben habe ich den neuen James-Bond-Film gesehen: Ein Quantum Trost. Eine zünftige Dauer-Prügelei mit schönen Verfolgungsjagden über Gerüste, durch Opernhäuser, in Fischerbooten, in der Luft und auch durch einen Marmor-Steinbruch, dazu die gehörige Portion Misstrauen gegen alles und jeden, schöne Frauen, gehobene Architektur und heruntergekommene Slums, Wüste und Schnee, noch mehr schöne Frauen und korrupte Südamerikaner.
Im Kern geht es um einen Schurken, der Wasser klaut und Rebellen schmiert – was er übrigens mit Euros tut. Dollar sind inzwischen nicht mehr so angesagt.
Die Geschichte, die der Agent im Dienste ihrer Majestät zu bewältigen hat, ist allerdings ganz schön kompliziert, dazu noch rasant geschnitten und voll mit Bezügen zum Vorgänger Casino Royale – also ich habe die Story nicht komplett verstanden. Aber es reicht ja, wenn Bond und M das tun.
Halsbrecherische Stunts, schöne Prügeleien, Explosionen, moderne Technik – ein guter Film, aber nicht überragend. Im Abspann stand schon zu lesen “James Bond will return”.
Gäbs hier Punkte wie sonst überall auf Internetseiten, dann bekäme dieser Film 3,5 von 5 Kohlhof.de-Punkten.

Linksautonom

Da kommt man einmal mit einem Kapuzenpullover ins Büro, schon wird man in die extremistische Ecke gestellt: “Na, heute so linksautonom?!”

Nein, heute früh beim Warnnstreik der IG-Metall in Warnemünde gewesen, um für ndr1 Radio MV und ndr info 1.) zu berichten und 2.) nicht zu erfrieren. Das war mein Job. Morgen werde ich wohl mal ein Hawaiihemd anziehen, oder wie?

Wahlwerbung

“US-Präsidentschaftswahl 2008 – Sie sehen einen Wahlwerbespot des Bewerbers der Demokratischen Partei der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama. Für den Inhalt der Werbespots sind allein die Parteien verantwortlich. In den USA sind die TV-Stationen nicht zur Ausstrahlung solcher Filme verpflichtet, weshalb die Demokraten vier Millionen Dollar für die Rechte zur gleichzeitigen Ausstrahlung auf sieben Kanälen bezahlt haben. Und ja, dieser Film dauert fast eine halbe Stunde.”

Das Video zeigt fast eine halbe Stunde lang eine Art „Wahlwerbung“ weiterlesen

is klar…

Sie gehören wohl zu den nervigsten Werbebannern im Netz: Die bunten Bilder, in denen einem versichert wird, dass man der soundsovielste Besucher der Internetseite sei und deswegen Sensationelles gewonnen habe. Mumpiz. Dieses Schildchen erst recht:

Ja nee, is klar. Ich bin der 6-Milliardenste...

Und das alles soll kein Scherz sein. Ich bin also Besucher Nummer Sechsmilliarden­fünfhundertacht­und­sech­zig­millionen­drei­und­neun­zig­tau­send­sechshundertsiebzig. Wie viele Menschen leben derzeit noch mal auf diesem Planeten? Aha: 6.856.880.106. Und von denen haben nur rund 288 Millionen Versager dieses Glücksbanner noch nicht gesehen, wohingegen ich derjenige bin, der wegen des Betrachtens dieses Bildchens schon ein Gewinner ist.
Spam!

Priorität 1

Heute ist aus nachrichtlich-redaktioneller Sicht ein spannender Vormittag. Die Nachrichten-Agenturen schicken Eilmeldungen, nachdem der Hessische Rundfunk gemeldet hatte, dass Andrea Ypsilanti wohl nicht zur Ministerpräsidentin gewählt werden kann, weil vier Sozialdemokraten die SPD-Fraktion in Wiesbaden verlassen wollen (was sie später dementierten. Es bleibt: sie wollten Andrea Ypsilanti nicht zur Ministerpräsidentin wählen). Und dann gilt selbstverständlich der alte Grundsatz: Aktualität schlägt Planung:

Die angekündigte Reportage über die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti mit dem Titel «Großes Ziel, kleine Mehrheit – Ypsilanti vor ihrem Schicksalstag» entfällt.

Redaktioneller Hiniweis der Nachrichtenagentur dpa vom Vormittag, schließlich scheint schon heute Frau Ypsilantis’ Schicksalstag zu sein…

Und so sieht das auf den Monitoren in den Nachrichtenredaktionen aus, wenn Agenturen besonders wichtige Meldungen schicken, die nicht die üblichen Prioritäten 3 oder 4, sondern 2 und sogar 1 haben, wie der Hinweis der ARD-Kollegen aus Hessen auf die weitere Berichterstattung an diesem spannenden Vormittag

Agenturmeldungen zu Ypsilanti
Agenturmeldungen über die Entwicklungen in Hessen

Link nach Bremerhaven

In Bremerhaven entseht eines der besten Blogs rund um nützliche Software und effizienten Computereinsatz: Caschys Blog. Ein wirklich sehr aufschlussreiches Tagebuch über den Umgang mit Programmen und Rechnern, sowohl online, als auch offline, mit Windows oder Linux. Nur die Internetadresse ist auf den ersten Klick verwirrend: www.stadt-bremerhaven.de. Aber immerhin wird dadurch schon klar, wo die Texte in der Regel entstehen, die man auf der Internetseite zu lesen bekommt.

Dazu gibt es immer wieder Links zu interessanten Internetseiten, aktuellster Beitrag ist dort gerade ein Hinweis auf online-Hörspiele.

Ich habe Caschys Blog heute neu in meine Blogroll aufgenommen.

EDIT: Hmm, tja. Da habe ich gerade verlinkt – und dann ist die Seite vorrübergehend nicht erreichbar. Hintergrund ist wohl, das der Provider kurzfristig die Server für stadt-bremerhaven.de neu verteilt und deshalb dort – ohne dass der Betreiber etwas dafür kann –  hinter den Kulissen Kuddelmuddel herrscht.