Plätzchen-Preview

Marzipan-Kekse im Backofen
Das entscheidende Motiv heute Abend in meiner Küche: Marzipan-Kekse im Backofen

Ohne eigene Plätzchen wäre Weihnachten so… leer. Nun ja, ich arbeite jedenfalls gerade an meiner 2010er-Kollektion. Wenn die Kekse über das Alpha-Stadium hinauskommen, werde ich hier natürlich gern Fotos von den Release-Candidates veröffentlichen…

Weihnachtsplätzchen 2008

Dies ist also meine Plätzchenkollektion 2008. Die Zimtkugel kommt mit Zuckerperlen daher...
Die Eisblumen tragen Hagelzucker auf ihren runden Rücken. Und schmecken ein bisschen nach Marzipan.

Diese Stangen sind eigentlich nur ein Abfallprodukt, weil 4 Eigelb noch verarbeitet werden sollten.Ergebnis: Diese kleinen sehr süßen Dinger.
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Auf die Plätzchen, fertig, los!

Endlich Advent. In den Backöfen meines Vertrauens ist schon vor Tagen die Produktion von passendem Backwerk angelaufen. Und selbstverständlich hat man bisher darauf verzichtet, für diese Advents- und Weihnachtsartikel zu früh zu werben (und sie zu früh zu vernaschen). Kommerzielle Anbieter von Limonaden, Stichsägen, Dufttinkturen und anderem Plunder haben ja schon vor Wochen mit dem Rühren ihrer ach so besinnlich lärmenden Werbetrommel begonnen, was ich äußerst verwerflich finde. Schöne Adventszeit! Das Bild zeigt übrigens Pfeffernüsse nach einem uralten Mecklenburger Rezept, gebacken von einer knackig jungen Mecklenburgerin - in diesem Fall war die sagenhafte Menge von drei Kilogramm Teig Grundlage für die Produktion dieser hier nur teilweise abgebildeten ersten Charge Adventsgebäck.Foto: Christian Kohlhof

Die Torte des Jahres

Bestnoten in Geschmack, Konsistenz, Optik und Zutatenmix machen die Wahl einfach. Die Torte des Jahres ist diese Limettentorte. Die kommt in diesem Jahr bei Kohlhofs fast schon regelmäßig zum Einsatz – allerdings mit vervierfachtem Rezept, um wenigstens ein Großteil der Gäste versorgen zu können…

Plätzchen-Manufaktur

Bis 2 Uhr nachts habe ich in der Küche gestanden, dem Backofen alles abverlangt und schließlich sogar einen lahmen Arm gehabt vom Teig kneten. Das sind die Ergebnisse dieser Mühsal kurz vor Weihnachten.
Keks mit Whisky-Füllung

Whisky-Augen werden Kugeln wie diese genannt. In einem Loch in der Mitte findet sich eine Honig-Sahne-Zucker-Whisky-Füllung.

Geleestern-Keks

Große und kleine Sternförmchen, verflüssigtes Gelee, viel Puderzucker – und das alles in der richtigen Reihenfolge verwendet ergibt Gelee-Sterne.

Himbeer-Mandel-Herzen

Himbeerkonfitüre sowie in der Pfanne angebratene Mandelsplitter ergeben diese Himbeer-Mandel-Herzen.

Kokos-Orangen-Plätzchen

Schneesterne heißen diese kleinen Kokos-Orangen-Stücke laut Rezept. Sie tragen eine Baiser-Haube.

Walnussplätzchen mit Ahonsirup

Ahornsirup im Teig, auf jedem Keks eine Walnusshälfte.

Spitzbube

Der Klassiker von der Puderzuckerpackung. Spitzbube mit Gelee gefüllt.

Kaffee und Kuchen ganz oben

Es sollte ein tolles Ostergeschenk sein: “Kaffee und Kuchen ganz oben” hatte ich oben links auf ein weißes Blatt Papier gedruckt – als kleines Rätsel. Zum Schlemmen im höchsten Café des Landes wollte ich einladen und durch meine polyglotte, weltgewandte Weitsicht, meinen Geschmack und durch mein dickes Portemonnaie überzeugen. Nun denn. Der Plan ging nicht auf.
[mygal=skybar]
Das Ziel: Das Café Panorama, im 19.Stock und damit 64 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Es liegt somit ganz oben im 5-Sterne-Haus “Hotel Neptun” in Warnemünde. Anfang des Jahres ist das Haus renoviert worden. Alles ist jetzt noch schicker als vorher, verspricht das Hotel.
Was wir hätten wissen können und müssen, ist, dass jeden Sonntag Tanztee über den Wolken ist. Ein Mädchen im Pailletten-Kleid und drei Herren in weißen Sakkos musizierten auf der Bühne – man coverte Schlager und ließ die Gäste schwofen.
Das Café wirkte an diesem sonnigen Nachmittag sehr hell und freundlich. Lichtdurchflutet passt hier wirklich mal. Cremefarbene Ledersessel stehen dicht an dicht um alte Tische, denen man ihr Alter aber nicht ansieht, weil cremefarbene Tischdecken bis zum Boden hängen.
Die Preise sind saftig: Eine Tasse Milchcafé kostet 4 Euro, auch ein Stück Torte ist in der Regel so teuer. Die Backwaren werden mit einem Tortenwagen durchs Etablissement kutschiert. Damit tut man dem Backwerk keinen Gefallen. Die Mohn-Mango-Torte wirkte doch etwas trocken und so, als habe sie heute schon zig Meter über den Wolken zurückgelegt. Dass die Plexiglastüren des Wägelchens auch mal offen stehen bleiben, ist der Frische von Torten und Kuchen auch nicht gerade zuträglich.
Auch das Servieren müssen die Damen unterm Hoteldach noch mal üben. Servietten landeten -schwungvoll ausgelegt – halb auf dem Kuchenteller. Die Tasse Milchcafé wurde einfach links daneben abgestellt.
Die Bestellung wurde auf einem in der Mitte durchgerissenen Zettelchen notiert und auf den Tisch gelegt. Elegant ist anders, erst recht in einem Fünf-Sterne-Laden.
Aber die Aussicht – die entschädigt ja für manches. Sensationell. Da war dann die Musik auch schon wieder egal. Ich will hier nicht über die Musikrichtung herziehen – schließlich fanden sich meistens genug Leute, die zu Andrea-Berg- und Flippers-Covern schwoften. Es hatte aber den Anschein, als kämen die Musiker aus fernen Landen. Dementsprechend zurückhaltend war die Interpretation, der Text kaum zu verstehen (in etwa so wie in Mr.-Bean-Sketchen, wenn im Hintergrund Ansprachen oder so zu hören sind. Das ist auch eine Art Fantasie-Sprache, und so klang der Gesang).
Man merkt also: Die Kuchenauswahl ist sehr verlockend (von Erdbeer bis Trüffel ist vieles dabei), so richtig begeistert hat trotzdem nur die Aussicht. Vielleicht sollte man am Sonntag dort nur hingehen, wenn man Tanztee mag. Vielleicht ist es dort an anderen Tagen ja ganz anders. Wir werden es bei Gelegenheit ausprobieren.
So konnte und musste ich wie geplant durch mein dickes Portemonnaie überzeugen, die Weitsicht beschränkte sich aufs Panorama (Tanztee hatte ich schlicht vorab für unmöglich gehalten), und weltgewandt war das alles auch nicht, sondern…irgendwie einfach nur schade, dass wir einen schlechten Tag erwischt hatten.