Triphop-Tipp: Top!

Vor zwei Tagen in der CD-Abteilung vom Elektronikmarkt. Natürlich gibt es Musik als Hintergrundberieselung. Ein Song fällt auf. Eine Frau singt mit leicht kratzender Stimme, dazu treibende Beats, Synthesizer, Streicher, Gitarren – das einzige Wort aus dem Text, das auf Anhieb zu verstehen ist, ist “Flashlights”. Keine Ahnung, welche Band das ist. Und der freundliche Mitarbeiter hat tatsächlich noch genau ein Album da (“die gehen heute weg wie warme Semmeln”). In der Rubrik “Musik des Tages” heue:

Röyksopp: What Else is There

Triphop heißt das Genre für diese mal fröhliche, mal mystische elektronische Musik. Ambient und Chill fällt mir dazu ein – so würde ich es nennen, aber ich habe ja keine Ahnung. Spätestens zum Bandnamen, da fällt wohl auch den Experten kaum noch etwas ein. Vielleicht denkt man unwillwürlich an Roy Black und wünscht sich dann mit Schaudern schnell andere Gedanken. Röyksopp ist ein normegisches Wort bezeichnet wohl einen seltenen Pilz.

Hinter dem Namen stecken zwei Jungs, die – so will es die Legende – schon in der Schule mit Keyboards, Samplern und Computern Musik gemacht haben, während der Rest der Schule auf Gitarren und Schlagzeuge eindrosch. Über Independent-Labels verkauften sie schließlich über 750.000 Stück ihres ersten Albums, waren unter anderem mit Moby auf Tour und steuerten für das Betriebssystem MacOS 10.3 (Jaguar) den Erkennungssound bei.

“What Else is There” klingt so, als würde man sowieso nie ganz dahinter kommen, worum es eigentlich geht. Und auch die Musik klingt auf faszinierende Art vertraut und geheimnisvoll zugleich, melodisch und neuartig. Das gilt für das gesamte Album “The Understanding”, dem “What Else is There” als Single entnommen wurde. Erholsam und fordernd zugleich.

Homepage der Band

Porträt bei laut.de

Eintrag bei Wikipedia.de

Autor: Christian

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