Es mag nur Zufall sein – und ein Zusammenhang ist nicht wahrscheinlich zwischen Beziehungsstatus und persönlichen Vorlieben. Aber manchmal sind die Statusmeldungen bei Facebook auch unfreiwillig unterhaltsam, wenn sie so direkt untereinander stehen.

Christian Kohlhof | Rostock, Schwerin
Es mag nur Zufall sein – und ein Zusammenhang ist nicht wahrscheinlich zwischen Beziehungsstatus und persönlichen Vorlieben. Aber manchmal sind die Statusmeldungen bei Facebook auch unfreiwillig unterhaltsam, wenn sie so direkt untereinander stehen.

Windows 7 und ich – wie ich mich mit einem neuen Betriebssystem anzufreunden versuche – nach einem holperigen Start.
Wohlan, die digitale Abstinenz hat ein Ende. Nachdem sich nun also auch der Frachtflugverkehr zwischen Asien und Europa Ende vergangener Woche normalisiert hat, wurde wenig später tatsächlich das neue Laptop geliefert – nun kann ich also auch wieder ohne störende Karos erkennen, was mir “das Internet” gerade so anzeigt. Bei dieser Gelegenheit habe ich festgestellt, dass dies bereits der siebente Computer ist, den ich mein Eigen nenne.
Mit einem schicken Atari 1040 STFM samt Monochrom-Monitor fing alles an, es folgte 1994 ein 486er-PC aus der Lübecker Escom-Filiale. Er hat ein paar Jahre später mal ein neues Motherboard, einen neuen Prozessor und eine neue Grafikkarte bekommen (übrigens die ersten Bauteile, die ich im Internet geordert habe). Mit Windows 95 gings durchs Grundstudium, später ebenfalls begleitet von einem 13-Zoll-Notebook vom Elektrogroßmarkt. 2003 hat ein Medion-PC den selbst zusammengeschraubten Rechner am Schreibtisch ersetzt, 2004 kam ein Acer Travelmate dazu, der mir besonders bei der Magisterarbeit in diversen Bibiotheken und als Audioworkstation bei zahlreichen Reportereinsätzen klaglos diente. Ein kleiner Nettop-PC brachte später das Internet auf den Fernseher, ist inzwischen aber im Westen und hilft beim Digitalisieren von tausenden Familien-Dias…
Nun also MoDell Nummer 7 mit Windows 7. Eine neue Betriebssystem-Generation, bei der doch einiges ungewohnt ist im Vergleich zum etablierten und antrainierten Windows-XP. Das erste Kennenlernen mit Nummer 7 war wenig erfreulich, inzwischen haben wir uns aber angenährt. Jedenfalls hat mich das zu dieser kleinen Serie inspiriert, mal sehen wie lange sie dauert. „Nummer 7 lebt“ weiterlesen
Vielleicht war sie etwas unvorsichtig, vielleicht wollte sie entdeckt werden. Jedenfalls habe ich heute Nachmittag eine Untergrundkämpferin mitten in Rostock gesehen. Sie schien sich ihres frevelhaften Tuns genau bewusst zu sein – und hat trotzdem eiskalt … Tauben gefüttert.
Sie tut so, als ob sie schlendert. In ihrer bronzefarbenen Steppjacke, der beigen Hose, die Augen hinter einer großen dunklen Sonnebrille verborgen, die kastanienbraun gefärbten Haare unter einem eierschalen-weißen Hut verborgen. Alles Ton in Ton. Damen wie sie lustwandeln üblicherweise an der Promenade in Warnemünde… aber da gibts ja keine Tauben.
Deshalb spaziert sie heute nun also über den Rostocker Universitätsplatz, laviert sich zwischen den vielen anderen Spaziergängern und Shoppern hindurch, macht ein unbeteiligtes Gesicht und lässt ihre Hand wie zufällig in der quer umgehängten beigen Handtasche ruhen. Hier ist Gewusel und Hektik, Straßenmusikanten musizieren, Touristen flanieren. … Dann plötzlich zuckt die rechte Hand hervor und lässt ein, zwei Meter entfernt Brotkrumen aufs Plfaster purzeln. Noch während die Krümel in einer flachen Kurve zu Boden rieseln, hat sie sich schon geschwind auf dem Absatz umgedreht, geht langsam Schritt für Schritt in die entgegengesetzte Richtung und tut so, als habe sie all das, was nun hinter ihr passiert, gar nicht bemerkt. „Tauben-Fütter-Guerilla“ weiterlesen
Hallo? Können Sie das hier ekennen? Wie schön. Ich kann das nämlich nicht. Seit geraumer Zeit hat die Grafikkarte meines Laptops eine Macke. Alles auf dem Bildschirm ist deshalb hinter einem bunten Mosaik verborgen. So in etwa:

Aber für Abwechslung ist gesorgt, die bunten Kästchen verändern in ebenso schneller wie zufälliger Abfolge ihre Anordnung – stellen Sie sich ein Kaleidoskop vor, durch das Sie blicken müssen, um Zeitung zu lesen.
Sie finden, dass das schrecklich ist, eine Zumutung sowie bewundernswert, wie ich das ertrage? Ich ertrage es ja gar nicht, ich erdulde es einfach nur. Warum nur? Weil der neue Rechner noch nicht da ist. Es scheint ein ganz spezielles MoDell zu sein, das ich mir da Ende März zusammengestellt habe – und das nun laut Hersteller-Internetseite “am oder vor dem 4. 5. 2010” zugestellt werden wird. Da verbringt man also Wochen damit, den bestmöglichen Computer zu finden – und wenn die Suche dann endlich ein Ende hat, sitzt man wie ein Kassenpatient im digitalen Wartezimmer.
Die Verzweiflung hat natürlich Nebenwirkungen: So ist es derzeit nicht besonders leicht zu bloggen. Zwar sind Tippfehler auf kohlhof.de Feature und keine Bugs, aber man möchte doch beim Schreiben wenigstens erahnen können, ob man den Text ins Artikelfeld hackt oder doch aus Versehen in die Tags-Liste. Aktuell ist der Text, den Sie hier gerade lesen, auf meinem Laptopmonitor hinter einem goldgelben Gitter verborgen.
Weil diese Störmuster auf einen Fehler im Grafikkartenspeicher hindeuten, gibt es auch keinen vernünftigen Weg, dieses Hardwareproblem zu beheben. Natürlich kann man seine Altervorsorge opfern und einen neuen Onboard-Chip in ein sechs Jahre altes Notebook einbauen lassen. Dann würde allerdings am nächsten Tag garantiert die Festplatte dampfend den Geist aufgeben.
Inzwischen hatte ich schon die verrückte Idee, die 64 MB Grafik-Ram irgendwie abzuschalten und meine ATI-Grafikkarte ein bisschen was vom Hauptspeicher nutzen zu lassen. Keine Ahnung, ob das funktioniert oder überhaupt möglich ist. Ich habe dazu jedenfalls weder im Treiber, noch in den XP-Systemeinstellngen, noch im BIOS geschweige denn mit Hilfe von Onkel Google irgendetwas dazu gefunden.
Nun denn: noch 22 Tage bis zur Auslieferung- bis dahin bin ich wohl ausgeliefert und habe genug Zeit, mich von meinem alten Laptop zu verabschieden.
In den vergangenen Jahren habe ich in den sieben Wochen vor Ostern auf etwas verzichtet: Mal wars Bier und anderes Alkoholisches, mal Süßes, mal Fleisch. Das hat jeweils viel Spaß gemacht, vor allem das Gefühl, dieses selektive Fasten durchgehalten zu haben, war ein sehr gutes. Auch die Diskussionen mit wohlmeinenden Mitmenschen, warum ich mir das denn antun würde, war zuweilen jedefalls sehr erfrischend.
In diesem Frühjahr habe ich aber auf nichts verzichtet. Einfach so. Als die Fastezeit begann, hatte ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Und später einsteigen wollte ich auch nicht. Ich habe also sieben Wochen ohne Fasten verbracht. Dieses Fasten-Fasten hat dann aber einen doch sehr interessanten Aspekt deutlich gemacht, der auf den zweiten Blick gar nicht so überraschend erscheint: Ich habe den Eindruck, dass die sieben Wochen zwischen Aschermmittwoch und Ostern 2010 schneller vergangen sind als in den Jahren zuvor, die von Verzicht und Enthaltsamkeit geprägt waren. Wie einen das Fasten dann doch besschäftigt… erstaunlich.
Hach, die Zeit zum Bloggen ist ja gerade recht knapp. Trotzdem gibts neue Beiträge. Ab sofort blogge ich auch zuweilen bei NDR1 Radio MV. Das zum Beispiel.


