Muhahahaaa!

Hallo, ich möchte gern ihre Zugangsdaten für ein Online-Bezahlsystem klauen. Deshalb schicke ich Ihnen diese Nachricht mit der Warnung, dass jemand angeblich bereits versucht hat, Ihr Konto zu knacken und einem gefakten Link auf meine Seite, die der echten Bezahlsystemseite täuschend ähnlich sieht, und wo sie dann bitte ihre echten Daten eingeben, damit ich diese dann tatsächlich klauen kann. Ich warne Sie hiermit also vor mir selbst. Damit Sie das auch erkennen, habe ich noch den einen oder anderen Fehler wie zufällig im Text versteckt. Viel Spaß beim Suchen. Sie werden jetzt wahrscheinlich wünschen, dass mir das Gemächt schrumpelt als Strafe für meine Dreistigkeit – hätte nicht gedacht, dass wenigstens das funktioniert.

Mit freundlichem Gruß,

Ihr Spammer vom anderen Ende der Welt.

Oder was genau soll man zwischen Zeilen lesen, wenn man eine Mail wie die hier nun zitierte – und was den Link angeht entschärfte – im Postfach findet?

Hallo Gast paypal,

Ihr Online-Konto wird ausgesetzt, weil wir ein Problem fest mit Ihrem Konto.

Wir stellten fest, dass jemand versucht, Ihr PayPal-Konto ohne Ihre Erlaubnis zugreifen darf. Zu Ihrem eigenen Schutz, beschr?nken wir den Zugriff auf Ihr Konto. Zur ?berwindung dieser Einschr?nkung, klicken Sie unten und folgen Sie den Anweisungen geben Ihr PayPal-Konto zu ?berpr?fen:

https://www.fieserlink.auf/falsche_Seite&?=muhahahaaa

Hinweis: Wenn Sie auf unsere Forderung ignorieren, lassen Sie uns keine andere Wahl als eure Accounts vorr?bergehend gesperrt.

Wir schatzen Ihre Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit.

Danke,

PayPal


Ja, man könnte das auch einfach ignorieren, aber ich habe gerade was zum Aufregen gesucht, und da kam mir diese Grmblfjx-Mail gerade recht.

Vergangenheits-Bewältigung

Wirre Feierabendgedanken über den eher unwahrscheinlichen Fall, dass man nach einer Zeitreise Botschaften in Jetzt schicken müsste – und wie man dies am besten anstellen könnte.

Über dem Paulsdamm zogen gerade dunkelgraue Wolken zusammen, als ich fröhlich pfeifend in den Feierabend fuhr. Und da durchzuckte mich – passend zur Bewölkung – ein Gedankenblitz, dessen Einschlag im entscheidenden Teil meines stets wachen Gehirns eine Kettenreaktion auslöste, die ich so lange nicht erlebt habe.

Was würde bloß passieren, überlegte ich, wenn nun ein Blitz mein Auto erfassen würde und dann durch einen dummen Zufall und eine Verkettung von an und für sich ganz unvorstellbaren Ereignissen ich mitsamt meines Gefährts in der Zeit zurückgeschleudert werden würde, ohne im Jetzt auch nur den Hauch einer Spur zu hinterlassen. In etwa so wie in den „Zurück-in-die-Zukunft“-Filmen auf einem blauen Lichtstrahl und einer Flammenspur ins Ungewisse reitend.

Abgesehen davon, dass ich mit einem Mittelklassewagen im Mittelalter, Mesozoikum oder in der Ming-Dynastie sicherlich für Aufsehen sorgen würde, schoss mir die Frage ein, wie ich dann wohl in der Vergangenheit meinen Lieben im Jahr 2009 eine Nachricht hinterlassen würde, um sie zu beruhigen. „Vergangenheits-Bewältigung“ weiterlesen

Beeren-Inferno

Blaubeeren und Brombeeren diagonal und im Wechsel üppig auf einem Bett aus Bisquitteig und Vanille-Creme verteilt, ergeben nicht nur einen wahrhaft verlockenden Anblick von oben…

blaubrombeerkuchenvonoben

… sondern auch eine wahrlich schmackhafte Komposition süßer Heidel- mit saftigen Brombeeren:

blaubrombeerkuchen

Nebenbei ist damit auch bewiesen, dass sich dieses Rezept, was den Fruchtanteil angeht, wohl nahezubeliebig variieren lässt. Noch ein Brombeerkörnchen besser wäre dieses Inferno aus Süße und Vitaminen allerdings gewesen, wenn es in deutschen Supermärkten auch Blaubeer- oder Brombeersaft zu kaufen gäbe, mit dem man den Tortenguss anrühren kann. Aber Himbeersaft ist auch in Ordnung (auf die “Blaubeersuppe” aus der Lebensmittelabteilung des schwedischen Erstwohnungseinrichters sind wir leider erst gekommen, als dessen Schiebetüren sich längst geschlossen hatten).

Vitamincocktail

obstteller
Es müssen nicht immer bloß Äpfel sein... Foto: Christian Kohlhof

Kumquats, Grenadillen und Tamarillos lagen in der Obst-Abteilung des Frischemarkts einträchtig neben Himbeeren, Blaubeeren, Weintrauben, Pfirisichen und anderem Obstgedöns. Wenn man alles hübsch zusammenschütet undgefällig arrangiert, entseht dabei ein Multivitamin-Cocktail, der hoffentlich für Geschmacksexplosionen sorgt – auch wenn man im Falle einiger Früchte zunächst Tante wikipeda fragen muss, ob das, was hinter der roten Schale verbirgt, wirklich genießbar ist.

Spontankäufe

spontankaeufe
Wenn man schon so einen großen Einkaufswagen zur Verfügung gestellt bekommt... Foto: Christian Kohlhof

War ja klar: “Nur schnell ne Vase kaufen… wir sind gleich wieder raus.” Von wegen. Wir sind durchs gelb-blaue Möbelhaus gerannt wie Super-Mario, der sämtliche Extras einsammelt und haben  uns mit Bettwäsche, Rosen, Kleiderbügeln und anderen wie zufällig herumliegenden Gimmicks eingedeckt. Ja, und auch an die Vase haben wir dann trotz der großen Menge an spontanen Kaufentscheidungen noch gedacht.

Gullyreinigung

gullyreinigung
Es scheint ein größeres Projekt zu sein, das der Schweriner Schelfstadt in den kommenden Tagen bevorsteht. Alle fünf Meter weist ein Schild auf die lange geplante Reinigung der Gullys hin. Oha. So etwas habe ich in den vergangenen zehn Jahren in Rostock nicht ein einziges Mal erlebt. Was wiederum zweierlei bedeuten kann: In Rostock kommt nicht soviel Dreck zusammen oder den Rostockern sind ihre Gullys vollkommen egal. Letzteres ist wahrscheinlich - und deshalb gibt es im knallharten Städtevergleich selbstverständlich einen Punkt für Schwerin für das energische Bestreben, die Gullys sauber zu halten. Foto: Christian Kohlhof

Rostock:Schwerin – 2:4

Getüncht

Gibts doch gar nicht: Da ist man mal für etwas mehr als eine Woche nicht in der Landeshauptstadt, schon findet man bei seiner Rückkehr die Außen-Wände der eigenen Unterkunft teilweise in einem derben Lila-Ton getüncht vor. Oder ist es mauve (Dieser Klick führt zurück ins Archiv von kohlhof.de, ins Jahr 2006)?

Ich hoffe inständig, dass die Farbgebung fürs Untergeschoss gen Hof nur ein Provisorium darstellt – in etwa so wie die kaugummiartige bunte Masse, in die man beim Zahnarzt beißen muss, wenn der einen Abdruck vom Patienten-Gebiss nehmen will. Schließlich erinnert diese Farbe daran.

Download-Frust

Gutmütig und geduldig war ich – aber genug ist genug. Microsoft bietet die neueste Version seines Betriebssystems, Windows 7, ab morgen zum Kauf an. Schon seit einiger Zeit gibt es eine Testversion zum Runterladen. Dieser “Release Candidate” läuft in vollem Umfang, ist aber zeitlich begrenzt. Die Software startet nach Angaben der Internetseite von Microsoft alle zwei Stunden neu und lässt sich ab Frühjahr 2010 gar nicht mehr hochfahren. In Ordnung, ist ja nur ne Testversion, die ich auch mal ausprobieren wollte.
Ich werde das nun aber nicht tun, nachdem ich zweimal 2,5 Gigabyte runtergeladen habe und der Java-Downloadmanager von der Microsoft-Seite nach Abschluss der Aktion jeweils meldete, dass die Datei beschädigt sei und man sie nun entweder überschreiben oder gleich löschen könne. Man muss in diesem Zusammenhang bedenken, dass diese Download-Versuche zusammen 12 Stunden gedauert haben.
Ich weiß nicht genau, was der Download-Manager überprüft, ob er also irgendwelche Bytes checkt oder mit der Formulierung “Datei schwer beschädigt” die grundsätzliche Meinung vertritt, dass man lieber Linux eine Chance geben sollte – es ist mir auch egal. Ich finde nur, dass eine serverseitige Überprüfung des riesigen Downloadpakets vor dem Herunterladen die bessere Variante wäre. Aber das ist nur meine Theorie.

Erfrischung

erdbeerkuchen_gefroren
Bei diesen Temperaturen kann es nicht schaden, stets ein wenig Erdbeerkuchen griffbereit zu haben. Allein der Anblick des eingefrorenen Backwerks ist ja schon erfrischend. Nervenzehrend ist dann allerdings die Wartezeit, bis das Stück aufgetaut ist. Aber da helfen dann ja wieder die aktuellen Witterungsverhältnisse... Foto: Christian Kohlhof