Lena-Tube

Lena, wo man nur hinklickt….Heute morgen gabs auf youtube eigentlich nur ein Thema:

Lena_Youtube
Thema Lena. Die Nachfrage nach Videos und Mitschnitten war beim bekanntesten Film-Portal am Montag nach Lenas ESc-Sieg recht groß...

Hansa in der Holzklasse

Hansa Rostock ist in die Dritte Liga abgestiegen. Im Relegationsrückspiel gegen den FC Ingolstadt war beim 0:2 (0:1) schnell klar, wohin die Reise geht. Ingolstadt hatte schon im Hinspiel 1:0 gewonnen. Fußball ist nicht meine Welt, ich bin kein Fan von Hansa Rostock (erst recht nicht wegen dieser Krawallchaoten, die den Verein immer wieder heimsuchen) – aber komisch ist das Gefühl trotzdem. Hansa war 19 Jahre in der Ersten bzw. Zweiten Liga – das Geschick des Vereins bestimmte viele Gespräche in der Stadt, jeder hat irgendwie – mehr oder weniger – zumindest doch mal heimlich auf die Spielergebnisse und die Tabelle geschielt.

Nun ist es also erst mal vorbei mit den besonders angesehenen Ligen – der Verein ist in der Holzklasse angekommen – Fans hoffen ja dadurch auf einen Neuanfang nach einem reinigenden Gewitter in Mannschaft und Vereinsspitze. Na, mal sehen.

Online-Mobbing

Nach dem Foul an Ballack und dem daraus folgenden WM-Aus für den Kapitän der DFB-Elf ergießen sich über den Verursacher Boateng würdelose Hasstiraden, zum Beispiel auf Facebook.

Kevin-Prince Boateng hat am Wochenende Michael Ballack derb gefoult – so derb, dass der Kapitän der Nationalelf nun nicht an der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika teilnehmen kann. Boateng war so ungestüm und ohne Not in Ballacks Lauf hineingegrätscht und hatte ihm auf den rechten Fuß getreten, dass Ballack neues Verletzungspech ereilte: Ein Innenbandriss und ein weiteres angerissenes Band am Sprunggelenk zwingen Ballack an die Krücken. So kurz vor der WM kocht die deutsche Fußballseele hoch, erst recht, weil Kevin-Prince ja auch mit Ghanas Nationalelf schon in der Vorrunde auf die DFB-Elf treffen wird. Man spekuliert sogar über Vorsatz im juristischen Sinne.

Weil Ballack als feste Stütze der Nationalmannschaft gilt und nun ausgerechnet ein als Rüpel angesehener Vorrundengegner diese Stütze im englischen Pokalfinale wie einen Baum gefällt hat, geht es online hoch her – was aber teilweise dem Niveau keinesfalls entspricht. Ein Blick in diverse Facebookgruppen.

“Du Gollum” steht an der Pinnwand von Kevin-Prince Boateng. “Arschgeburt”, “Du hast nicht mal die Eier um dich bei Michael Ballack zu entschuldigen. Was für ein erbärmlicher Loser du doch bist! Scheiss Berliner Ghetto Kind!” und was dem durchschnittlichen Fußballfreund sonst noch so an erbärmlichen Dingen einfällt. Zum Beispiel die Drohung, Torsten Frings nachnominieren zu lassen für die WM, der Boateng dann “umnietet”. Inzwischen gibt es neue Gruppen auf Facebook – zum Beispiel “Boateng Du Arschloch” oder “Tretet Kevin-Prince Boateng sooft gegen das Knie bis das Kreuzband durch is”. Und eine Veronika (rotstichiges Webcamprofilbild, ihr gefällt die Seite “Leberkässemmel”) fordert: “Kastriert ihn!”.
Und dafür soll man nun als Zaungast Verständnis haben? Wohl nicht. Jede Menge Verbal-Hooligans tummeln sich nicht nur bei Facebook und finden wohl, dass ihre Hasstiraden gerechtfertigt sind – dabei sind sie genau so verachtenswert wie das grobe Foul an Ballack. Manchen Fußballfans gehen die Maßstäbe verloren, sofern sie sie überhaupt jemals hatten. Die Vernunftbegabten fallen im Meer der Hasstiraden und Fäkalwörter bei diesem Online-Mobbing jedenfalls nicht mehr auf. Einträge wie diesen an der Pinnwand von Boateng überliest man jedenfalls fast: ” ich mach mich vom acker. ein bisschen necken ist witzig aber die meisten leuts gehen hier echt zu weit.”

Einfach mal abschalten

Ein paar kapitale Fehler in wichtigen Domain-Name-Servern haben heute am frühen Nachmittag dazu geführt, dass die meisten de.-Domains nicht zu erreichen waren. Der Fehler lag wohl bei der Denic.

Wenn es Ihnen nicht reicht, ledigklich deutsche Seiten abzuklemmen, dann versuchen Sie’s doch mal da: http://www.dasinternetabschalten.de/ ;-)

Tag der Arbeit

Das war ja lange nicht: Heute war ich mal wieder als Radio-Reporter unterwegs – mit “bunten” Beiträgen über Ausflügler am 1. Mai. Stationen: Kühlungsborn (Thema: Radfahrer und Gegenwind), Rerik (Motorradfahrer und die Frage, wer entscheidet, wo’s langgeht) und Kirchdorf auf Poel (Angler und ihr Feiertagsfang auf hoher See). Aufregend und immer wieder schön – auch wenn man sich immer erst wieder ein bisschen ins Reportieren einarbeiten muss. Und dann lebt so ein Beitrag ja auch von den O-Ton-Gebern. Und da hatte ich heute wirklich Glück mit der Arbeit am Tag der Arbeit.

Hochzeitsthriller

Es mag nur Zufall sein – und ein Zusammenhang ist nicht wahrscheinlich zwischen Beziehungsstatus und persönlichen Vorlieben. Aber manchmal sind die Statusmeldungen bei Facebook auch unfreiwillig unterhaltsam, wenn sie so direkt untereinander stehen.

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Nummer 7 lebt

Windows 7 und ich – wie ich mich mit einem neuen Betriebssystem anzufreunden versuche – nach einem holperigen Start.

Wohlan, die digitale Abstinenz hat ein Ende. Nachdem sich nun also auch der Frachtflugverkehr zwischen Asien und Europa Ende vergangener Woche normalisiert hat, wurde wenig später tatsächlich das neue Laptop geliefert – nun kann ich also auch wieder ohne störende Karos erkennen, was mir “das Internet” gerade so anzeigt. Bei dieser Gelegenheit habe ich festgestellt, dass dies bereits der siebente Computer ist, den ich mein Eigen nenne.

Mit einem schicken Atari 1040 STFM samt Monochrom-Monitor fing alles an, es folgte 1994 ein 486er-PC aus der Lübecker Escom-Filiale. Er hat ein paar Jahre später mal ein neues Motherboard, einen neuen Prozessor und eine neue Grafikkarte bekommen (übrigens die ersten Bauteile, die ich im Internet geordert habe). Mit Windows 95 gings durchs Grundstudium, später ebenfalls begleitet von einem 13-Zoll-Notebook vom Elektrogroßmarkt. 2003 hat ein Medion-PC den selbst zusammengeschraubten Rechner am Schreibtisch ersetzt, 2004 kam ein Acer Travelmate dazu, der mir besonders bei der Magisterarbeit in diversen Bibiotheken und als Audioworkstation bei zahlreichen Reportereinsätzen klaglos diente. Ein kleiner Nettop-PC brachte später das Internet auf den Fernseher, ist inzwischen aber im Westen und hilft beim Digitalisieren von tausenden Familien-Dias…

Nun also MoDell Nummer 7 mit Windows 7. Eine neue Betriebssystem-Generation, bei der doch einiges ungewohnt ist im Vergleich zum etablierten und antrainierten Windows-XP. Das erste Kennenlernen mit Nummer 7 war wenig erfreulich, inzwischen haben wir uns aber angenährt. Jedenfalls hat mich das zu dieser kleinen Serie inspiriert, mal sehen wie lange sie dauert. „Nummer 7 lebt“ weiterlesen

Tauben-Fütter-Guerilla

Vielleicht war sie etwas unvorsichtig, vielleicht wollte sie entdeckt werden. Jedenfalls habe ich heute Nachmittag eine Untergrundkämpferin mitten in Rostock gesehen. Sie schien sich ihres frevelhaften Tuns genau bewusst zu sein – und hat trotzdem eiskalt … Tauben gefüttert.

Sie tut so, als ob sie schlendert. In ihrer bronzefarbenen Steppjacke, der beigen Hose, die Augen hinter einer großen dunklen Sonnebrille verborgen, die kastanienbraun gefärbten Haare unter einem eierschalen-weißen Hut verborgen. Alles Ton in Ton. Damen wie sie lustwandeln üblicherweise an der Promenade in Warnemünde… aber da gibts ja keine Tauben.

Deshalb spaziert sie heute nun also über den Rostocker Universitätsplatz, laviert sich zwischen den vielen anderen Spaziergängern und Shoppern hindurch, macht ein unbeteiligtes Gesicht und lässt ihre Hand wie zufällig in der quer umgehängten beigen Handtasche ruhen. Hier ist Gewusel und Hektik, Straßenmusikanten musizieren, Touristen flanieren. … Dann plötzlich zuckt die rechte Hand hervor und lässt ein, zwei Meter entfernt Brotkrumen aufs Plfaster purzeln. Noch während die Krümel in einer flachen Kurve zu Boden rieseln, hat sie sich schon geschwind auf dem Absatz umgedreht, geht langsam Schritt für Schritt in die entgegengesetzte Richtung und tut so, als habe sie all das, was nun hinter ihr passiert, gar nicht bemerkt. „Tauben-Fütter-Guerilla“ weiterlesen

Preview

Fahrrad am Abschlepphaken – manche Leute haben Ideen, also nee.

radschlepper Verehrte Damen und Herren, liebe Kinder. Mit einigem Stolz präsentiere ich Ihnen heute in einer Preview einen ersten Ausschnitt aus einem sensationellen Werk (dessen endgültiger Veröffentlichungtermin allerdings noch nicht feststeht). Wir sehen den entscheidenden Teil eines Hinweisschildes, das schon bald auf einem Privatgrundstück in Rostock aufgestellt werden soll. Jedenfalls war das geplant – kohlhof.de liegen aber auch Berichte vor, wonach das Testpublikum bei der ersten Konfrontation mit dem derart gestalteten Entwurf in schallendes Gelächter ausbrach und für den Rest der Arbeitswoche leider nicht mehr einsetzbar war. Insofern sind leichte Veränderungen an der Optik denkbar.

Natürlich wirft das Werk vor allem Fragen auf. Zwar geht es um die gute Absicht, einen Firmen-Fahrradständer für Betriebsangehörige zu reservieren, aber welche Szenen müssen sich dort schon abgespielt haben, dass sich nun jemand bemüßigt fühlt, diese Hinweistafel zu ersinnen? Haben betriebsfremde Fahrrad-Rowdies einfach und immer wieder ohne zu fragen ihr Gefährt an die Stahlbügel angekettet? Mussten Kollegen im Angesicht eines überbordenden Fahrradständers ihre Räder etwa ganz woanders abstellen? Gab es schon Streit um die letzte freie Halterung, Rangeleien, gar Verletzte, Polizeieinsätze, juristische Auseinandersetzungen?

Und überhaupt: Woran erkennt man denn berechtigt geparkte Fahrräder? Muss man sich und sein Rad nun noch irgendwo anmelden und bekommt einen zweiten Aufkleber “Abschlepphaken weg, mein Rad ist registriert”?. Und ich wäre auch interessiert zu erfahren, wie es den eilig herbeigerufenen Helfern gelingen sollte, ein mit  Metallbügeln an Metallbügeln befestigtes Fahrrad zu entfernen…

Allerdings ist die Darstellung des Fahrzeugs mit der vorstehenden Motorhaube ja auch veraltet, wie wir seit dem Debakel in dieser Woche um den Relaunch zahlreicher Verkehrsschilder und der dazu lückenhaft formulierten Gesetzesnovelle wissen (übrigens ein Erbe der Großen Koalition).

Wahrscheinlich wird dieses Schild wohl doch nie zur Aufführung kommen…