NICHTLUSTIG 4 Trailer von Joscha Sauer bei Vimeo.
Über die “Nichtlustigen” Comics von Joscha Sauer habe ich vor ein paar Moanten hier schon mal berichtet. Jetzt gibts also auch einen kurzen Werbefilm für seinen neuen Band.
Christian Kohlhof | Rostock, Schwerin
NICHTLUSTIG 4 Trailer von Joscha Sauer bei Vimeo.
Über die “Nichtlustigen” Comics von Joscha Sauer habe ich vor ein paar Moanten hier schon mal berichtet. Jetzt gibts also auch einen kurzen Werbefilm für seinen neuen Band.
Die Musik des Tages war vor 70 Jahren schon ein Hit, uUnd zwar der erste Hitparadenerfolg für Ella Fitzgerald. Mit der “Single A-Tisket, A-Tasket” mischte sie 1938 in den US-Charts ganz vorn mit.
Das Lied ist schon nicht schlecht, allerdings hat es mir ein Remix angetan, der Frau Fitzgeralds Gesang ein bisschen wie Jive Bunny and the Mastermixers durchwirbelt, allerdings mit mehr Funk zwischendrin, Interpreten sind laut CD-Sampler aus dem Schnickschnack-Laden “Digital Emotions”. Das sagt mir nun wiederum gar nichts, weshalb ich leider auch keinen Link anbieten kann.
Übrigens handelt es sich beim dem Songtext in der Grundlage um einen Kinderreim. Das Internet jedenfalls ist voll davon.
Dieses Video hat auf den ersten Blick nichts mit der weltweiten Finanzkrise zu tun:
Dieser junge Mann hat ein Talent, das er mit seltsamen Gerätschaften auslebt. Es geht um Musik und die Tatsache, dass der Gute Ukulele, Tröte und Miniklavier spielen kann und zwischendurch auch noch singt. Manche findens seltsam, ich finds lustig und hoffe, damit den Wochenstart der geneigten Leserschaft versüßt zu haben.
Und da es heute auch und vor allem um die erhoffte Wirksamkeit einer nahezu europaweiten Strategie gegen die Folgen der Finanzkrise geht, passt “Final Countdown” von Europe natürlich doppelt und dreifach auf die heutigen Morgen. Wie werden die Börsen reagieren?
Die 15 Länder, in denen der Euro gilt und Großbritannien haben sich ja auf einen gemeinsamen Rahmen für finanzielle Interventionen zur Stützung angeschlagener Banken und damit zur Rettung des gesamten Finanzsystems verständigt (Text des Statements von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Ende des Treffens in Paris). Allein die Bundesrepublik will ja angeblich mit bis zu 400 Milliarden Euro bürgen. Viel hilft hoffentlich auch viel.
Wenns schlecht läuft, werden viele von uns vielleicht schon bald als Musiker ähnlicher Ausrichtung wie oben versuchen müssen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen… wo ist eigentlich meine Trompete?
Links:
Dossier zur Finanzkrise bei tagesschau.de
Zusammenfassung bei spiegel.de
Das Video habe ich in Cashys Blog gefunden, einem ebenso informativen wie lesenswerten Stück Internet mit dem Schwerpunkt Software und Betriebssysteme – und wie man sie effizient nutzen kann.
Der Deutsche Fernseh-Was? Ach so, Fernsehpreis. Darüber hätte wohl kaum jemand ernsthaft ein Wort verloren, wenn nicht Marcel Reich-Ranicki den Ehrenpreis der Stifter erst nach anfänglicher scharfer Ablehnung und dann auch nur unter bestimmten Bedingungen angenommen hätte. Der 88-Jährige hatte in seiner Rede die Annahme der Trophäe abgelehnt, weil er “nicht in die Reihe” der anderen “vielleicht zurecht” Geehrten gehöre. Von Blödsinn war da sogar die Rede. Und was man sich da alles anschauen musste während der vierstündigen Aufzeichnung in Köln…. aber sehen sie selbst:
Die Süddeutsche liefert ein nahezu wörtliches Protokoll dieser Ansprache (die Huster bleiben dabei allerdings selbstverständlich unerwähnt).
Das alles war ein Eklat mit Ankündigung, „Protestierender Preisträger“ weiterlesen
Diese Zeitunsganzeige wird wohl bald auch im Hohlspiegel* zu finden sein.

Nun weiß man in dieser werbeüberfluteten Welt heutzutage ja manchmal gar nicht, ob dieser Wahnsinn vielleicht Methode haben könnte: “Wir machen das jetzt mal besonders doof/falsch/schlecht/langweilig, damit die Klugscheißer in ihren Blogs was zum Plaudern haben…” So wie diese Müsli-Werbungen im Radio, die der Chef persönlich im Keller aufnimmt (übrigens auch für den Markt in Übersee).
* Der Link auf den Hohlspiegel zeigt nur eine vor-vorletzte Seite des Spiegel von 2005. Aktuell scheints das nicht zu geben, aber immerhin ist dort ein Klassiker aus den Ostfriesischen Nachrichten zu finden:

Das hat wahrscheinlich auch der Chef selbst formuliert. Und schon stellt sich wieder die Frage, was Anzeigenabteilungsmitarbeiter empfinden, wenn jemand Anzeigen wie diese hier oder auch diese aufgibt…
Schmidt in Shanghai: Ernste Probleme mit dem Visum, Suche nach einem Hotel und kein Huhn
Mein Aufenthalt ist unsicher. Das Visum muss verlängert werden. Deshalb fahren wir mit zwei Managern unserer Firma eine weitere Beantragungsgenehmigung behördlich beantragen. Eine andere Strecke; das allein ist aufregend. Sie zeigen plötzlich auf einen riesigen Bauplatz mit neuen Gebäuden und lassen uns raten, was es wohl ist. Ich tippe naiv auf die zwei einfachsten Möglichkeiten, Fabrik für Lebensmittel oder Textilien. Beide Fahrer lachen, und meine Kollegin neben mir meint, es könnte auch ein Gefängnis sein. Die Fahrer grinsen und sagen. „Ja, ein neues Zuhause für Politische!“ Ich sage zynisch hintendrein: „Oder für freche Ausländerlehrer, die was Falsches gesagt haben“. Wieder lachen beide, aber ich nicht. Meine Kollegin auch nicht. Warum haben sie uns das gezeigt? Meine Arme verschränken sich wie automatisch und die Laternen fliegen draußen vorüber. „Die Fünf-Sterne-Pfütze“ weiterlesen
An diesem wundervollen Sonnentag lasse ich meinen Medienplayer mal alle Songs spielen, deren Titel mit dem Buchstaben C beginnt. Ganz einfach, weil das ein wundervolles Zeichen ist. Wie in Carpaccio, Chlorophyll oder … Christian.
Diverse Titel schaffen es heute in die Empfehlung zur Musik des Tages:
Herbie Hancock – Cantaloupe Island
Oasis – Champagne Supernova
The Killers – Change your mind
Manches möchte man unter keinen Umständen im Radio hören: “Dieses Land wurde mit Atomwaffen angegriffen. Alles ist kaputt… und denken sie daran, dass es überhaupt nichts nützt, jetzt vor die Tür zu gehen, weil bald der Fallout einsetzt. Belassen sie ihr Radio auf diese Frequenz eingestellt, aber schalten sie jetzt ab, um Batterien zu sparen. In zwei Stunden melden wir uns wieder.” Huiuiuii! Das ist der sinngemäß überstezte Ausschnitt aus dem Text (PDF), den die BBC in Großbritannien in den 70er Jahren auf allen Frequenzen verbreitet hätte, wenn „Atomarer Erstschlag“ weiterlesen
Radio ist bloß der beste Lala-Mix von gestern und heute mit mehr Musik und ebensolcher Abwechslung ohne Unterbrechung? Nun ja… auch, um nicht zu sagen: Vor allem. Die Entwicklung vieler Radiostationen lässt diesen Schluss zu. Vor allem, wenn sich vermeintliche redaktionelle Kompetenz ausschließlich auf zugekaufte Kurznachrichten, das Vorlesen von Temperaturen und das Nennen von Radarfallen beschränkt. Aber jeder kann und darf ja selbst entscheiden, was er hört.
Dabei gibt es im Radio so viel anderes zu hören. Man muss es nur finden oder wissen, wo es interessante Reportagen, Feature, Specials, Interviews und Berichte gibt. Das können knackige 90-Sekünder sein, sind in vielen Fällen aber wohl auch längere Stücke. Weil ich berufsbedingt besonders viel Radio höre, habe ich beschlossen, hier auf Gehörtes und zu Hörendes hinzuweisen, also auf das, was mir gefallen hat und Sendungen, von denen ich mir einiges verspreche.
Den Anfang macht ein Rückblick auf den Deutschlandfunk vom Wochenende. Am Sonntag lief dort das Feature “Froschkonzert in Moll – was tun, wenn die Amphibien gehen?” (nachzulesen und -zuhören bei dradio.de). Es geht darum, dass ein Drittel aller Frösche, Unken, Kröten und wie sie alle heißen vom Aussterben bedroht sind, weil ihnen nicht nur Treibhausgase und Klimawandel zu schaffen machen, sondern sie obendrein noch von einem fiesen Pilz namens Chytrid gepiesakt werden.
Der Beitrag beginnt mit dem Verschwinden der Goldkröten, was vom Begriff her schon ein echter Anreiz zum Weiterhören sein kann. Es folgt eine Szene, bei der der Hörer Wissenschaftler in der Schweiz auf der Froschsuche begleitet und mit ihnen durch Morast, hüfthohes Gras und am Rand von dunklen Tümpeln entlangwandert. Auftakt zu einer halben Stunden wissenschaftlichem Exkurs über die Bedrohungen für Salamander und Frösche. Das Thema lässt das nicht unbedingt vermuten, aber das alles war sehr spannend aufbereitet. Mit überraschenden Erkenntnissen. Zitat:
Forscher planen deshalb, gezielt die Erbinformationen von aussterbenden Amphibienarten in Gen-Datenbanken zu konservieren. Für später einmal, wenn man schlauer ist. Allerdings machten die Froschforscher auch klar, dass derzeit wohl nicht genug unternommen wird, um dem Siechtum vieler Amphibien-Arten Einhalt zu gebieten.
Der Beitrag war die perfekte Mischung aus Information und Unterhaltung für eine Autofahrt in den Westen. Einzig die Frösche selbst waren kaum zu hören, wo sie doch so schön quaken. Aber vielleicht war das ja auch bloß ein erschütterndes Stilmittel von Autorin Marieke Degen u m zu unterstreichen, wie selten manche Frösche inzwischen schon zu finden sind.