Schaf mit Kettenschaltung

Schmidt in Shanghai – Heute: Allein in China, verschrecktes Huhn und futuristischer Konjunktiv.

„Nehmen Sie den Hund zurück!“, ruft der Hausmeister Hü Yoan auf Chinesisch, der im Block sauber macht, in welchem ich wohne. Jedenfalls glaube ich das. Er verweigert mit dem Satz jedoch nicht etwa eine Restaurantbestellung, sondern hat Angst vor einem kleinen weißen Rawuff, der ab und an auch das Huhn Phoebe mit Angstschauern belegt.

Huhn Phoebe auf der Flucht
Phoebe auf der Flucht. Huhn in Angst ist in diesem Fall bittere Realität und keine Umschreibung für ein traditionelles Gericht auf asiatischen Speisekarten.
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Super-Leuchte

Der Superheld in mir. Nachdem ich den offiziellen Test gemacht habe, bin ich ganz offensichtlich ein Typ namens Green Lantern. Beinahe wäre ich aber auch Spider-Man geworden. Mit Supergirl habe ich nicht viel gemeinsam, ich frage mich allerdings trotzdem, wo die 38 Prozent herkommen. Schließlich habe ich die Frage, ob ich schon mal einen Push-Up-BH getragen habe, ebenso entschieden wie wahrheitsgemäß mit Nein beantwortet.

Green Lantern
80%
Spider-Man
75%
Superman
70%
Iron Man
60%
Robin
53%
The Flash
45%
Supergirl
38%
Wonder Woman
33%
Catwoman
30%
Batman
25%
Hulk
10%
Hot-headed. You have strong
will power and a good imagnation.

Superhero Personality Test

“Green Lantern” wiederum ist einer, der seine tolle Fähigkeit, nahezu alles zum Leben zu erwecken, einem Ring beziehungsweise einer Laterne verdankt, die aus außerdirdischer Produktion stammt. Oder anders formuliert: Ich habe von dieser Geschichte noch nie etwas gehört und auch nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

(via)

Backup und Update

Heute ist Technik-Tag bei kohlhof.de – und es ist alles gutgegangen. Es ist nötig, die Software zu aktualisieren. Weil es sich dabei um einen recht großen Sprung auf die Version 2.6.2 von WordPress handelt, wird dieses Blog zwischenzeitlich nicht zu erreichen sein. Entschuldigung. Gegen 10 Uhr sollte alles wieder laufen, nur besser.

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Arien an Gleis 9

Sehe gerade etwas Faszinierendes im Fernsehen: La Traviata im Hauptbahnhof, live auf arte. Der Kulturkanal überträgt die Verdi-Oper direkt von den Bahnsteigen und aus den Verkaufshallen des Hauptbahnhofes in Zürich. Ein Imbiss ist dabei ebenso Kulisse wie ein Gepäckwagen oder ein Fahrkartenschalter.

Opernszene aus dem Hauptbahnhof von Zürich, live auf Arte, TV-Screenshot So sah man eben schon die männliche Hauptrolle Rolltreppe fahren und in einen Zug steigen, der dann auch abfuhr.

Opernszene aus dem Hauptbahnhof von Zürich, live auf Arte, TV-Screenshot

Dazwischen stehen tausende zufällige Zuschauer, also Pendler, Fernreisende, von denen man viele aufgeregt telefonieren sieht. Andere hasten durchs Bild, weil sie noch schnell einen Kaffee beim Bäcker kaufen wollen, im Hintergrund flimmern Werbetafeln, ein Zugschaffner fertigt zwischen zwei Sätzen noch schnell einen Intercity ab. Dass sie alle an diesem Abend ausgerechnet in einer zugigen Bahnhofshalle Teil einer live im Fernsehen übertragenen Operninszenierung werden, damit haben wohl nur wenige gerechnet.

Natürlich geht es um Liebe, um unglückliche selbstverständlich – und das alles auf Italienisch, mit Untertiteln. Kurz zusammengefasst: Junge aus gutem Hause liebt Mädchen aus durchschnittlichem Hause, welches überdies aber leider auch sterbenskrank ist. Familie von Mann will das junge Liebesglück beenden, sät Zwietracht. Die Verwirrungen daraus reichen für eine fast dreistündige Fernsehübertragung (mit Pausen).

Opernszene aus dem Hauptbahnhof von Zürich, live auf Arte, TV-Screenshot

Sehr interessante Art von Fernsehen – ein spannendes Experiment, das sehr gut zu gelingen scheint. Die Logistik, die dahinter steckt, mag man sich gar nicht vorstellen, wenn ein Opernensemble samt Orchester einen Hauptbahnhof mit über 20 Gleisen als Kulisse nutzt und das alles noch im Fernsehen übertragen werden muss, während der Verkehr auf dem Bahnhof ganz normal weiterläuft und die meisten Zuschauer gar nicht ahnen, dass sie Zuschauer werden, bis sie plötzlich zwischen Fahrscheinautomat und Bahnsteigkante mitten drin sind. Besonders beeindruckend sind die Einblendungen der Spidercam, die Kamerafahrten nahezu durch die gesamte Bahnhofshalle erlaubt, weil sie wie eine Spinne an Seilen unter dem Bahnhofsdach hängt. Schiefgehen, so sagte es der Opernregisseur in einer Pause, könne eigentlich nichts: nur ein Stromausfall oder ein Meteoriteneinschlag könnten jetzt noch die Oper im Bahnhof im Wortsinn aus der Bahn werfen. Auf der Internetseite gibt es Hintergründe zu diesem Fernseh-Höhepunkt.

Wie das wohl in Rostock aussehen würde. Das Ensemble des Volkstheaters im S-Bahn-Tunnel unterm Hauptbahnhof?

Neue unendliche Weiten

Huaaah! 7. Mai 2009, da werde ich abends im Kino sein! Ein neuer Star-Trek-Film kündigt sich jetzt schon an. Auf der Webseite zeigt das Ankündigungs-Filmchen den Bau einer U.S.S. Enterprise, dazu ein paar markige Zitate aus der Geschichte der Raumfahrt – und die weltallbedingt zwangsläufig unendlich weit sowie bedrohlich klingende Musik eines Filmorchesters.
Herrlich!
STAR TREK Teaser Trailer

Als Schauspieler werden auch Leonard Nimoy (Spock also) und Winona Ryder (was zum?) angekündigt.
Natürlich gibts den Hype zum neuen Film schon etwas länger, aber hey, das hier ist Mecklenburg, es dauert eben, bis sich gute Nachrichten bis in diesen Winkel herumsprechen.
via Cashys Blog

Erotik-Error

Schmidt in Shanghai. Heute: Mitfahrgelegenheiten, wieder Hühner und religiöse Missverständnisse

Wenn der Prophet Mao nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zu Mao kommen. Oder: Wenn man so merkwürdig müde ist wie ich, und Kaffee so teuer, muss man irgendwie seine Kondition verbessern. Sport soll die Lösung sein. Das nächste Aerobic-Studio ist aber weit weg, so dass ich mir ein Werbe-Prospekt schnappe und mit lässiger Jogginghose sowie Handtuch um den Hals ein Taxi rufe. Der Fahrer schaut nickend auf das Prospekt und lächelt. Er heißt Chü und braust los. Wir fahren wild in Richtung Stadtrand, bevor der abendliche Verkehr immer zäher wird wie der süße Brei im russischen Märchen. Neben einem voll Gras bepacktem Tucktuck steht ein wackeliger Hühnerlaster ohne Licht, aus dem eine kleine Frau steigt. Nichts geht mehr auf der Kreuzung und die Frau sucht nun wohl ein Taxi.

Zack – öffnet Chü die Tür – und lässt die Frau neben mir auf den Rücksitz. Das kam jetzt aber ´n bisschen plötzlich, Chü! „Erotik-Error“ weiterlesen

Nach Hansa-Spiel: Wasserwerfer gegen Randalierer

update
[wpsleep end=”08.10.2008 20:46″]Aktuell[/wpsleep]

Wasserwerfereinsatz am Rostocker Stadion

Nach dem Zweitliga-Heimspiel von Hansa Rostock gegen den FC St.-Pauli hat die Polizei vor dem Stadion Wasserwerfer gegen randalierende Besucher eingesetzt. Ich habe das als Reporter vom Straßenrand aus beobachtetund habe dabei selbst eine Ladung Wasser abbekommen. Ich bin klitschnass. „Nach Hansa-Spiel: Wasserwerfer gegen Randalierer“ weiterlesen